We’ll do it the chinese way #3: So romantisch!

wpid-wp-1425104362379.jpegNachfolgend eine kleine Geschichte aus der Reihe „Expats, die auf Seefracht warten“.

Bei meinem letzten Ikea-Besuch habe ich unter anderem drei Stoff-Blümchen gekauft. Ich erbte einst ungefähr drölftausend wunderschöne Vasen, in die nur etwa ein bis drei Blumen rein passen. Besagte Vasen befinden sich in der Seefracht (oder im Lager, wer weiß das schon…) und natürlich hätte ich die Gerbera erstmal nicht gebraucht. Anderseits heißen sie die Seefracht willkommen und signalisieren ihr durch die Blume (haha), dass wir sie erwarten.

Ja gut, ich rede mir das schön. ;)

Wie dem auch sei, da lagen also drei Blümchen auf dem Tisch und ich wusste nicht so recht, wohin damit. Die in den Schrank zu legen, wäre ja blöd.

Pascal hatte einen sehr romantischen Einfall und funktionierte die Küchenrolle, die bei uns dauerhaft auf dem Esstisch steht, als „Blumenvase“ um. Praktischerweise passen die perfekt hinein und das funktionale und eher nicht so dekorative Element wird dadurch noch aufgewertet. Ist es nicht wunderschön? <3

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Anekdote #1: Sprachverwirrung

Felix und ich sind auf dem Weg zum Supermarkt. Ein weißhaariger Asiate kommt auf uns zu und sagt in nahezu perfektem Oxford-Englisch „Good afternoon!“ – Ich bin leider etwas abgelenkt, weil die Kombination Kleinkind-Pfützen-Mopeds-Passanten meine Aufmerksamkeit erfordert und ersteres auch noch davon erzählt, dass es gerne Eis hätte, wer schon mal alles Eis gegessen hat und fragt, ob es hier oder hier oder hier vielleicht welches gäbe. Alltag halt. Ich grüße überrascht zurück.

Als der ältere Herr schon fast an uns vorbei gegangen ist, fragt er mich noch ganz interessiert „Dotero-san?“. Irgendwie bin ich der Meinung, er sei Japaner. Überraschenderweise kann ich kein Japanisch und ich erwecke auch nicht den Eindruck. Verwirrt sehe ich ihn an.

„Dotero-san?“ hakt er noch einmal höflich nach.

Langsam dämmert es mir. Seine Frage lautet „Daughter or son?“ – mit sehr britischer Betonung auf dem ersten Wort. Ich muss lachen, antworte mit „That’s my son.“ und schiebe ein „Érzi“ hinterher. Das bedeutet „Sohn“.

Normalerweise höre ich die Frage in der Variante „Boy or girl?“ und habe nicht geschaltet. Nun ja. Er möge es mir verzeihen. ;)

Von Möbelhäusern und Springbrunnen

Bei meinem letzten Ikea-Besuch in Pudong hatte ich gesehen, dass daneben ein großes Möbelhaus steht und wollte da mal hin. Gestern war es soweit. Ich hatte es nicht gegoogelt, sondern bin einfach hingefahren, da ich so oder so noch wegen diverser Kleinigkeiten nach nebenan wollte.

Das riesige Ding entpuppte sich als „Design-Kaufhaus“ und vereint viele kleinere Läden in einer schicken Mall. Wie das „Stilwerk“ in Düsseldorf, nur wesentlich größer.

Ja, wie soll ich es sagen?…  Ich bin ich nicht die Zielgruppe. Wenn ich mal 4.700 Euro für ein kleines Beistell-Tischchen ausgeben kann (und will), dann vielleicht schon eher.

Ich war also ziemlich schnell wieder draußen und wollte mich zum Möbelschweden aufmachen.

Vor dem Kaufhaus befindet sich ein riesiger repräsentativer Springbrunnen. Ich beäugte gerade die Fontänen – es war ziemlich windig und ich hatte keine Lust auf eine spontane Dusche – als ich dahinter den Fahrer und das Auto entdeckte. Er winkte mir fröhlich zu und als ich näher kam, sah ich, dass er Gummihandschuhe trug.

Nach einer kurzen Weile erkannte ich, was er da gerade machte: Der Fahrer wusch das Auto. Mit Wasser aus dem Springbrunnen. Vor einem Luxuskaufhaus. Und es hat keinen gestört.

Ich mag das, wie pragmatisch die hier sind.

Hey, I just met you…

Hey, I just met you – and this is crazy!
But here’s my number, so call me maybe.

So. Jetzt habt ihr erstmal alle einen Ohrwurm. Ich denke, auch wenn der große Erfolg von „Call Me Maybe“ von Carly Rae Jepsen bereits drei Jahre (Äh… Hallo? Wo ist die Zeit hin…? Aber das passt zum Rest dieses Beitrags) her ist, ist der Song noch präsent.

Und auch wenn ich weiß, dass der Rest des Textes nicht passt – diese beiden Zeilen treffen den Nagel auf den Kopf. Ich hab noch nie so einfach Leute kennengelernt wie hier. Und das sage ich als Vollblut-Rheinländerin!

Beispiel 1: Ich war gerade mal fünf Minuten mit dem Kleinen in der Kita, es war unser erster Tag. Eine Mutter sprach mich an, erzählte mir vom deutschen Club und dass sie sich einen Nachmittag in der Woche mit anderen Müttern privat zur Spielgruppe trifft. Ob wir nicht auch kommen möchten? Sie gab mir ihre Nummer und eine Woche später gingen wir das erste Mal hin – und seitdem immer wieder. Weiterlesen

Videotipp: „Huang’s World in Shanghai“

Zufällig bin ich die Tage auf „Huang’s World“ gestoßen. Huang ist ein ziemlich cooler und eigener Typ und dadurch wird es sehr kurzweilig. Er ist Koch, hat eigene Restaurants und ist im amerikanischen Fernsehen mit einer Serie zu sehen, in der er diverse Orte bereist und sich dort auf kulinarische Entdeckungsreise macht. So auch in Shanghai. Ich habe mir nun alle drei Teile davon angesehen und habe mich köstlich (haha) amüsiert. Weiterlesen

Sightseeing und Schlechtwetter-Zuflucht: Shanghai Ocean Aquarium

wpid-photogrid_1424359057771.jpgHeute waren wir im „Shanghai Ocean Aquarium“ und dort habe ich mit meinem Smartphone (!) dieses sensationelle Foto einer gleichzeitig majestätisch und mürrisch dreinblickenden Schildkröte geknipst. Die übrigens echt groß ist! Und keine Attrappe, sondern ein lebendes Exemplar!

Das Ocean Aquarium (= „SOE“) befindet sich in unmittelbarer Nähe des „Oriental Pearl Tower“ und damit ganz nah an der „Super Brand Mall“ und dem Flussufer. Was wiederum bedeutet, dass es für uns gut und relativ schnell zu erreichen ist. Ich nenne die Gegend immer „Downtown Pudong“ und weiß gar nicht, wie man die Ecke offiziell nennt.

Am Wochenende, Feiertagen oder Tagen wie heute, an denen viele Chinesen frei haben ist es sowohl in als auch in der Umgebung des Towers und des Aquariums relativ voll. Das ist gerade mit Kleinkind ziemlich nervig und Pascal trug Felix eigentlich die ganze Zeit auf dem Arm. In Kombination mit dem ganzen Zeug, das man so mit schleppt, also eher anstrengend. Unter der Woche ist jedoch wohl nicht so viel los und dann können Kinder sich alles viel besser ansehen.

wpid-photogrid_1424363978757.jpgIch würde das SOA mit einem „Sea Life“ vergleichen. Es gibt viele kleine Aquarien, einige große und spektakuläre Dinge wie diverse Tunnel, dank derer man sich quasi mitten im Becken befindet. Bei einem davon steht man dabei auf einem langsamen Laufband und bei einem fährt man per Rolltreppe in ein Becken hinein, siehe Foto. Das sieht sowohl von außen (man kann seitlich ins Becken hinein gucken) als auch von innen cool aus.

Obwohl ich so etwas schon mal gesehen hatte, verliert es seinen Reiz nicht. Sich zwischen den riesigen Schildkröten wie auf dem Foto oben, Haien mit vielen kleinen scharfen Zähnen, über die Tunnel gleitenden Rochen oder auch „normalen“ Fischen aufzuhalten, ist so spannend! Und wenn ich das schon so empfinde, was sagen Kinder erst dazu? Weiterlesen