Anekdote #1: Sprachverwirrung

Felix und ich sind auf dem Weg zum Supermarkt. Ein weißhaariger Asiate kommt auf uns zu und sagt in nahezu perfektem Oxford-Englisch „Good afternoon!“ – Ich bin leider etwas abgelenkt, weil die Kombination Kleinkind-Pfützen-Mopeds-Passanten meine Aufmerksamkeit erfordert und ersteres auch noch davon erzählt, dass es gerne Eis hätte, wer schon mal alles Eis gegessen hat und fragt, ob es hier oder hier oder hier vielleicht welches gäbe. Alltag halt. Ich grüße überrascht zurück.

Als der ältere Herr schon fast an uns vorbei gegangen ist, fragt er mich noch ganz interessiert „Dotero-san?“. Irgendwie bin ich der Meinung, er sei Japaner. Überraschenderweise kann ich kein Japanisch und ich erwecke auch nicht den Eindruck. Verwirrt sehe ich ihn an.

„Dotero-san?“ hakt er noch einmal höflich nach.

Langsam dämmert es mir. Seine Frage lautet „Daughter or son?“ – mit sehr britischer Betonung auf dem ersten Wort. Ich muss lachen, antworte mit „That’s my son.“ und schiebe ein „Érzi“ hinterher. Das bedeutet „Sohn“.

Normalerweise höre ich die Frage in der Variante „Boy or girl?“ und habe nicht geschaltet. Nun ja. Er möge es mir verzeihen. ;)

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4 Gedanken zu “Anekdote #1: Sprachverwirrung

  1. spannende geschichten erlebt man so als expat, ich verfolge sowas ja immer begeistert mit und frage mich, ob sich für mich so etwas auch einmal ergeben wird? wer weiß, was das leben so bringt :)
    liebe grüße aus wien,
    paleica

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