Mein erstes Mal im Transrapid. Oder: Was für ein Tag! Uff.

Neulich bin ich das erste Mal Transrapid gefahren. Wobei der ja hier gar nicht „Transrapid“ heißt, sondern „Maglev“. Das ist übrigens nicht russisch oder so, „Maglev“ steht für „Magnetic Levitation Train“ und wiederum bedeutet „Magnetschwebebahn“. Das habe ich extra für euch recherchiert. Wenn ihr mehr Details wollt, könnt ihr das hier bei Wikipedia selber machen: https://de.wikipedia.org/wiki/Transrapid_Shanghai.

Aber eigentlich heißt er trotzdem „Transrapid“. Hilft euch aber nix, weil auf den Schildern „Maglev“ steht. In Amerika wird das übrigens auch bald so sein, ich habe nämlich gelesen, dass dort eine Strecke gebaut werden soll, die Los Angeles und Las Vegas miteinander verbindet. Eine prima Idee, wie ich finde. Und ein bisschen witzig, dass der dann nicht nur zwei Mal außerhalb Deutschlands gebaut wird, sondern auch noch auf zwei anderen Kontinenten.

Egal. Zurück zur Story. Vorletzte Woche war es mal wieder soweit, ich brachte Besuch zum Flughafen. Mit Viktor habe ich übrigens gleich zwei neue Sachen angeguckt. Darüber muss ich auch noch bloggen, aber wie das halt so ist, hat mein Tag nun mal auch nur 24 Stunden.

Der Weg zum Flughafen Pudong ist, obwohl wir auch in Pudong wohnen, von uns aus relativ lang und dauert bei normalem Verkehr etwa eine dreiviertel Stunde oder etwas mehr. Ich plane immer eine Stunde ein und bin damit bisher gut gefahren. (Einen Euro in die Wortspielkasse, bitte!)

Ich mag unseren Fahrer ansonsten sehr, aber an dem Tag nicht ganz so. Er war nämlich nicht ganz auf der Höhe und  fuhr ziemlich scheiße. Die Brückenbegrenzung kam zwei Mal ganz schön nah. Mir blieb nicht viel übrig, außer ihn ein paar Mal anzuschnauzen, denn ich hoffte auf das Adrenalin. Anhalten und Aussteigen war leider keine wirkliche Option. Streckenweise ist da nicht viel Drumherum und da ein Taxi bekommen, erschien mir eher aussichtslos. Selbst fahren war ebenfalls keine Alternative, ich habe nämlich keinen chinesischen Führerschein. Weiterlesen

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Bei Technikfragen Tech-Nick fragen. Oder Technik-Chang. Oder einfach gar keinen.

technikTastatur und Touchpad meines Laptops waren immer schon ein wenig wackelig. Die linke untere Taste vom Touchpad, die ich wirklich STÄNDIG brauche, fand die Dauerbelastung leider nicht so gut. Erst klemmte sie ab und an ein bisschen fest. Dann war sie sehr wacklig und zuletzt hatte ich ernsthafte Bedenken, dass die Taste oder der Pinöppel darunter abbricht und ich nicht mehr weiterarbeiten kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir dachten, das wird sich ja wohl irgendwie reparieren lassen und so teuer wird das hier nicht sein. In Deutschland hätte ich mir wahrscheinlich für den Preis der Reparaturkosten einfach einen neuen Laptop kaufen können. Aber hier wird ja alles repariert und überhaupt.

Also fuhren wir zu einem Technik-Kaufhaus. Hier ist das leider nicht wie in Deutschland, dass man zum Beispiel zu Saturn geht und dann hat man eine Reihe Toaster, eine Reihe Waschmaschinen, eine Reihe Wasweißich – Nein, jede Marke hat ihr eigenes kleines Ladenstückchen. Wenn man also – wie wir Anfang des Jahres zum Beispiel – einen Toaster kaufen möchte ist das Vergleichen etwas hinderlich.

In diesem Kaufhaus gibt es weiter oben aber auch eine Auswahl an kleinen Anbietern, die Reparaturen durchführen. Und Zeug verkaufen. Die Logos sehen alle Original aus und viele Teile sind es auch. Allerdings sind dazwischen auch Lädchen, die „iApple“ im Angebot haben und ich möchte mutmaßen, dass das vielleicht nicht das ist, was dort suggeriert wird. ;)

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Vom Messerkauf

Als wir „damals“ hier ankamen, mussten wir ja erst mal eine Küchen-Basis-Ausstattung erstehen. In diesem Zusammenhang kaufte ich auch ein Küchenmesser. Nicht, dass ich keins hätte, aber meine bescheidene Auswahl befand sich zu dem Zeitpunkt in der Seefracht. Und sowas wie Messer waren in der Luftfracht nicht enthalten, da diese ähnliche strenge Bestimmungen wie Handgepäck hat.

Besagtes Messer erstand ich bei Ikea und finde es überraschend gut. Obwohl es recht günstig war, ist es ihm auch völlig egal, dass die Ayis das ständig in die Spülmaschine packten oder packen und es auch eher unsanft gelagert wird.

Also beschloss ich schon vor Wochen, ach was, Monaten, dass ich mir davon mal ein zweites zulegen könnte.

Das gestaltete sich aber schwerer als gedacht. Normalerweise ist das hier in China genauso wie in Deutschland: Wenn man ein Messer kaufen möchte, geht man in eine Laden und kauft sich eins. Fertig. Es hat natürlich Vorteile, wenn man eine Geschäft auswählt, das sowas führt. Ein Teppichhändler ist da eher nicht so förderlich, genau wie eine Schneiderei oder auch ein Metzger. Obwohl gerade letzterer zwar oft welche da hat, aber nun mal keine verkauft.

So wäre es also auch von Vorteil, wenn man ein Ikea-Messer bei Ikea käuflich erwerben möchte. Soweit kein Problem. Es ist ja nicht so, als käme ich nie zu Ikea. Zwar nicht sooo oft, aber in den letzten Monaten war ich dann doch des Öfteren da und schleppte körbeweise Krempel nach Hause.

Mittwoch war ich mal wieder zugegen und da fiel mir besagtes Messer ein. Ich wunderte mich, dass das gar nicht auf meiner Einkaufsliste stand. (Später fiel mir ein, dass ich das schon mal beim Einkaufen abgehakt hatte, weil ich dieselbe Chose schon mal vor einiger Zeit erlebt hatte. Aber ich will nicht vorgreifen.)

Also arbeitete ich mich durch die entsprechende Abteilung und fand schließlich einen Schaukasten an der Wand hängen, in dem die verschiedenen Küchenmesser präsentiert werden. Selbstverständlich gab es genau das, was wir schon haben, mittlerweile nicht mehr. Das wäre ja auch wirklich zu einfach gewesen! Dafür hatten sie ein vergleichbares Modell. Knapp 40 RMB, also pi mal Daumen sechs Euro. Nehm ich!

Dieses war jedoch leider nirgendwo im Regal zu finden. Genauso wenig wie die anderen. Unter dem Schaukasten lagen nur Knoblauchpressen und sonstiges Zeug. In der hintersten Ecke meines Oberstübchens klingelte es und mir fiel ein, dass man diese ja – aus Gründen, die ich nicht kenne – über einen Mitarbeiter bestellen muss und dass ich das Objekt meiner Begierde das letzte Mal auch erst hinter der Kasse bekam.

Das Verwirrende ist, dass weder an dem Kasten noch sonst irgendwo ein Hinweis zu finden ist, dass man da erstmal mit einem Mitarbeiter sprechen muss. Es wird als selbstverständlich vorhergesetzt, dass man von selbst auf die Idee kommt. Weiterlesen

Antworten zum „Liebster Award“

Die liebe Fledermama (*klick*) hat mich zum „Liebster Award“ befragt. Da ich dieses Jahr schon mal teilgenommen hatte (*klick*), möchte ich das Stöckchen gerade nicht weitergeben. Es darf sich aber jeder herzlich eingeladen fühlen, mitzumachen. Dennoch wollte ich gern die Fragen beantworten. Weil ich die interessant fand und vor allem, weil ich den Blog der Fledermama so gerne lese.

Dies sind ihre Fragen und meine Antworten:

1. Welche irrationalen Ängste (z. B. Vor Monstern unter dem Bett, bloody Mary im Spiegel o. Ä.) hast du?
Ich bin doch nicht bekloppt, und verrate das! ;) Aber ich denke, mit Punkt zwei habe ich da schon mal einen nicht unerheblichen Teil abgedeckt.

2. Glaubst du an Geister, Aliens oder andere unerklärliche Phänomene?
Ja.

3. Katze oder Hund?
Weder noch. ich hab Angst vor allen Tieren und die sind ja leider so clever und checken das, dass sie bei mir ein mal im Leben der King sein können. True Story.

4. In welcher Epoche würdest du am liebsten leben?
Ich bin mit der jetzigen soweit echt glücklich.

5. Wenn du ein Jahr lang nur eine Sorte Obst und eine Sorte Gemüse essen könntest, welche würdest du wählen?
Äh. Gute Frage. Die würden mit der Zeit alle zum Hals ‚raushängen. Wahrscheinlich Möhren und Äpfel. Weiterlesen

Klo-Geschichten

Ich weiß ja nicht, wer von euch so einen Apparat wie auf dem Foto gesehen hat. Für mich fiel das immer in die Kategorie der Dinge, die ich in meinem nicht-chinesischen-Leben noch nie zu Gesicht bekommen hatte.

Die stehen meistens an öffentlichen Toiletten und so. Oft haben die auch einen Münzeinwurf. Daran kann man anscheinend heißes Wasser für seine großen Tee-To-Go-Becher dran zapfen.

Tee wird hier meist mehrfach aufgegossen und die laufen alle mit so großen Becher herum, wo dann auf verschiedene Arten ein Teesieb integriert ist.

klo-1Auf dem Foto sieht man unten rechts auch schon ein blaues Sieb mit Zeugs drin. Das steht auf einem Eimer. Solche ein Konstrukt hatte ich schon mehrfach auf öffentlichen Toiletten gesehen und meist war da ein wenig Schmodder drin.

Sooooo genau wollte ich mir das nie ansehen und ich hatte auch nie das Verlangen, das weiter herauszufinden, was das für einen Sinn haben sollte. Dennoch freute ich mich, als ich am Wochenende endlich mal herausfand, wofür es diese Dinger gibt: Da können die Leute den Inhalt ihrer Teeflaschen ‚reinkippen. Und damit dieses Gekröse weder Waschbecken, noch Toilette verstopft, stellt man diese Dinger auf.

Wenn das wie hier auf dem Fußboden ist, geht das ja auch noch. Ich habe das auch schon auf dem Waschbecken – und damit definitiv zu präsent für mein Gesichtsfeld – erblickt. Börghs.

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Anekdote #37: Mal wieder geblockt

Die Tage wollte ich bei Mamikreisel was nachsehen. Das ist wie Kleiderkreisel, nur eben für Kinderkram. Da kann man Kinderklamotten und so weiter verkaufen und bevor wir herzogen, habe ich darüber relativ viel angeboten, was ich nicht mitnehmen oder einlagern wollte.

Screenshot_Block-1Als ich die Homepage aufrief, war ich überrascht. Zuerst erschien die Seite wie links (wenn ihr das größer sehen wollt, müsst ihr auf das Bild klicken). Da sollte ich ein Captcha eingeben, also ein paar Buchstaben beziehungsweise Zahlen auf einem Bild.

Huch, dachte ich. Aber nun ja, vielleicht ist das ein Schutz, weil sie nicht wollen, dass die Fotos von asiatischen Nachahmern gescannt werden. Dennoch, merkwürdig war es schon. „Your IP adress based on the country, region or network has been flagged by the Website owner“. Und ich solle so beweisen, ich sei ein Mensch. Hmmm.

Screenshot_Block-2Ich gab also die Zahlen ein und prompt bekam ich die Info, ich sei nun blockiert. (Wenn ihr das größer sehen wollt, müsst ihr wieder auf das Bild klicken). Anscheinend bin ich also kein Mensch. Oder kein besonders guter.

Oder was soll mir das jetzt sagen…? ;)

Ein bisschen witzig finde ich es ja schon, dass diese Info direkt über dem Kasten mit der Aufforderung „Mach mit!“ steht. Hihi.

Wenn ich wollte, könnte ich nun eine Mail hinschreiben. Will ich aber nicht. So wichtig ist mir das, was ich beabsichtigte, nachzusehen, dann auch wieder nicht.

An dem Tag gingen wir über Singapur online. Das habe ich extra nachgesehen. Aber warum ich von da aus nicht mitmachen darf, weiß ich nicht. Warum ich plötzlich von einem englischsprachigen Nicht-Mensch zu einem deutschsprachigen Nicht-Mensch wurde, weiß ich ebenfalls auch nicht

Dann halt nicht. Püh!

021-0211-gruesse