Netz-Fundstücke #3: 12 Things You Should NEVER Give a Chinese Person

Ich bin die Tage gefragt worden, ob das wirklich (noch) so ist, dass man Chinesen dieses und jenes nicht schenken sollte, weil das einfach mega unhöflich ist. Darauf antwortete ich (es war auf Twitter, das fasse ich hier mal zusammen):

„Also alles mit der Zahl vier ist schwierig, hier gibt’s zum Beispiel nie eine vierte Etage. Die bedeutet nämlich auch „Tod“. Von den Farben her würde ich Weiß vielleicht vermeiden, Rot geht aber eigentlich immer und für alles. Alles andere ist mir persönlich nicht geläufig, aber hier hat man als Expat ja auch meistens mit Leuten zu tun, die international ausgerichtet sind und da nicht so empfindlich sind. So gesehen wäre ICH da jetzt recht entspannt.“

In diesem Zusammenhang schickte Frau Zeitlos (*klick* zum Blog) einen Link zu einem YouTube-Video, in dem zwei Chinesen auf englisch erklären, was man besser alles nicht schenken sollte. Das kann ich euch nicht vorenthalten, denn das ist äußerst unterhaltsam.

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2016/10/03: Vom Bügeln. (Spannender wird’s nicht.)

Ich habe heute gebügelt.

Dazu muss man sagen, dass ich das höchst selten mache. Denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass man die meisten Sachen gar nicht bügeln muss. Das galt allerdings nur für unsere Waschangelegenheiten in der Heimat. Die hiesige Waschmaschine schleudert irgendwie so doll oder keine Ahnung, was die macht – jedenfalls ist alles immer knitterig und man muss überraschend viel glätten. Normalerweise macht das die Ayi, aber die hat ja jetzt frei und wir nicht mehr so viele Klamotten.

Ursprünglich wollte ich nur ein paar Teile bügeln und dann war ich so schön dabei und habe fast alles weggebügelt. Yay!

Bevor ich in diesen Rausch kam, musste ich allerdings noch was erledigen. Anfangs bekam ich nämlich leider einen mittelschweren Tobsuchtsanfall, der sich vor allem darin äußerte, dass ich viele Schimpfworte nutzte. Weiterlesen

Eine Bootsfahrt, die ist lustig…

Im letzten Tagebuchsbeitrag (*klick*) erzählte ich, ich müsse nun gehen, weil ich zum Essen verabredet war. Danach waren wir noch ein bisschen draußen am Fluss spazieren und als wir da so standen und aufs Wasser guckten, seufzten wir beide ein bisschen und sprachen darüber, dass wir es hier ganz schön vermissen werden. Als wir eines der Boote sahen, die abends bunt beleuchtet sind, kamen wir darauf, dass wir es einfach nie geschafft hatten, damit zu fahren. Das ist mit kleinen Kindern halt auch immer so ne Sache. Die mitzunehmen geht abends auch nicht immer und man nimmt sich ja auch nicht für alles nen Babysitter.

Ich sagte, mit der Fähre zu fahren wäre immerhin ein bisschen vergleichbar und dann kam raus, dass sie das noch nicht gemacht hatte. Nicht, dass ich da jetzt wahnsinnig routiniert wäre, ich bin da auch nur zwei oder drei Mal mit hin und zurück gefahren. Aber das war echt schön und eines der Sachen, die man viel zu selten macht.

Dann folgte einer dieser Momente. Ich sah auf die Uhr und stellte fest: „Also wir hätten noch Zeit, bis wir die Kinder aus dem Kindergarten abholen müssen…? Das können wir schaffen!“ und grinste. Weiterlesen

2016/08/30: Bestellt und noch nicht abgeholt

Der August ist fast vorüber, der September steht damit quasi vor der Tür und, äh, jetzt weiß ich auch nicht. Das geht alles ganz schön schnell!

Heute habe ich fleißig bestellt. Erstmal war ich im Schneidermarkt und habe mir ein paar Kleider geordert. Es hat endlich mal ein wenig abgekühlt. Das ist so schön! Es sind zwar immer noch dreißig Grad, aber wenigstens keine 35 mehr und dazu noch meist windig.

Weil man bei dem Wetter ja ganz klar schon mal an die Wintergarderobe denken muss ich manchmal unglaublich vorausschauend denke, habe ich im Fabrice Market schon mal Winterkleider bestellt. Und vielleicht ist es da ein wenig eskaliert, ich sag nur „Torschlusspanik“ und so. Was eigentlich unnötig ist, denn ich habe mit meiner Lieblingsschneiderin gesprochen und sie sagte, für so gute Kundinnen wie mich würde sie auch nach Deutschland schicken. Sie hat sich da schon informiert.

Das wollte ich allerdings gar nicht erzählen, sondern dass ich mir nun endlich mal das Dirndl fürs Oktoberfest ausgesucht habe. Nächste Woche werde ich es abholen und ich bin noch… Skeptisch. Jaja, ich weiß, das ist eh kein „richtiges“ Dirndl, ich trage das mehr als Faschingskostüm, blablabla. Ich habe keine große Ahnung von Dirndln. Warum auch? Weiterlesen

Anekdote #63: Alles im Lack

Ich wäre nicht ich, wenn ich mich ab und zu total aufregen würde. (So viel zum Fazit meines letzten Posts. Haha.). Und ich habe euch noch gar nicht die Story erzählt, was mir auf dem Flug nach Deutschland abgenommen wurde. Das habe ich nur mal grob als Notiz festgehalten.

Wir waren rechtzeitig am Flughafen in Shanghai angekommen und erstaunlich gut in der Zeit. Wenn man die Koffer aufgibt, werden die erst durch so ein Röntgengerät (oder sowas) geleitet, bevor die aufs Band fahren. Koffer eins geht also durch und ich zeige dem aufgeregten Felix, wie der weiter aufs Gepäckband transportiert wird, Koffer zwei geht durch, Koffer drei geht… ‚rein… und… braucht ’ne gefühlte Ewigkeit. Irgendwann leuchtet dann eine Signallampe auf. Rot. Äh… Was ist denn da los?

Der Koffer wird erst noch mal zurückgenommen und Pascal muss mit einem Sicherheitsbeamten mitkommen und verschwindet in einem abgetrennten Zimmer. Mir wird erstmal heiß und kalt und ich stehe da verdattert mit Felix auf dem Koffertrolley und überlege fieberhaft, was denn da bloß drin ein könnte und was überhaupt da drin ist.

Mir fällt nichts Schlimmes ein und ich sehe unseren wunderbaren Zeitplan verpuffen und überhaupt, unsere ganze Reise. Ich tendiere da ein klitzekleines bisschen zum Drama, auch wenn ich in dem Moment weiß, dass das albern ist. Oder es zumindest hoffe. Weiterlesen

ll do it the chinese way #17: Von Duftkerzen

Vor Monaten erzählte ich euch in der ersten „the chinese way“-Geschichte, wie wir den Ausguss zugeklebt haben, weil es immer daraus müffelte (*klick*). Der Eine oder Andere erinnert sich vielleicht.

Das half auch soweit gut, aber zwischendurch stinkt es immer noch ordentlich und dann hilft es auch nicht, einfach mal Wasser laufen zu lassen. Vielleicht kommt der Geruch über die Klimaanlage, wahrscheinlich aber über einen Ausguss, bei dem irgendein innen liegendes Ventil fehlt. Dafür müsste man aber so viel aufreißen, das wäre eine never ending Story.

Naja. Wir versuchten also alles mögliche. Natürlich auch Lüften. Aber irgendwie roch es immer noch. Ich warf chlorhaltige Tabs in den Spülkasten, das half ein bisschen. Dann stellte ich diese Stäbchen in Duftöl auf (das hatte in Deutschland ganz gut geholfen), das half kaum. Ich versuchte ein Raumspray, das half gar nicht, bereitete mir aber Kopfschmerzen und außerdem war mir das suspekt. Weiterlesen

Sightseeing: Die Sache mit der Beleuchtung

Ich sprach in meinem letzten Sightseeing-Bericht ein Thema an von dem ich dachte, da sollte ich auch mal allgemein drauf hinweisen. Ein bisschen Service möchte ich euch ja auch bieten. ;) Also aufgepasst, jetzt kommt ein gar nicht mal so unwichtiger Sightseeing-Hinweis: Die Beleuchtung der Sehenswürdigkeiten in Shanghai ist zeitlich begrenzt.

Wenn ihr euch abends also die Skyline von Pudong in ihrer vollen Pracht ansehen wollt, müsst ihr den richtigen Zeitpunkt erwischen. Es kann sein, dass sie im Dämmerlicht noch gar nicht an- oder auch schon abgeschaltet wurde. Dann sieht die immer noch toll aus, aber ihr werdet nicht so viel davon erkennen. ;) Das kann zwar auch reizvoll sein, ist aber nur bedingt spektakulär. Und auch die Scheinwerfer, welche die historischen Gebäude am Bund in indirektes gelbes Licht tauchen, sind abends ausgeschaltet.

Hier mal zur Veranschaulichung ein Bild, das ich abends aus dem Flaschenöffner gemacht habe:

Die weiße Spitze rechts gehört zum Jin Mao Tower, der dunkle Streifen links daneben im unteren Drittel ist der Huangpi River und daran angereiht seht ihr den gelb beleuchteten Bund

Auch das Anschalten kann spannend aussehen. Der Oriental Pearl Tower „fährt“ quasi richtig hoch und animiert das entsprechend. Bei anderen Hochhäusern geht die halt einfach an. Das ist natürlich nicht so, als würde da nun zeitgleich überall ein Schalter umgelegt werden, das geht schon nach und nach. Aber eben zu einem relativ festen Zeitpunkt. Aus gehen die Lichter relativ unspektakulär.

Die Straßenbeleuchtung wird natürlich nicht so früh ausgeknipst, es ist jetzt nicht so, als würde Shanghai irgendwann komplett im Dunkeln sein und die Bürgersteige werden auch nicht hochgeklappt. ;) Aber es macht schon einen riesigen Unterschied, ob alle möglichen Displays und Beleuchtungen um die Wette blinken und strahlen oder nicht. Gerade in Lujiazui.

Der Beleuchtungszeitraum beträgt sieben Stunden, von Sommer zu Winter verschiebt der sich aber um eine Stunde nach vorne beziehungsweise hinten. Wann der genaue Wechsel ist, weiß ich gar nicht, aber da die Tage jetzt langsam länger werden, dürfte es bald wieder soweit sein. Ja, bei euch in Deutschland wurde ja jetzt die Uhr umgestellt, aber hier gibt es keine Sommer- und Winterzeit.

Momentan gehen die Lichter um 18:00 Uhr an und um 22:00 Uhr wieder aus. Bald wird es dann von 19:00 bis 23:00 Uhr sein.