Anekdote #83: Und wann geht’s zurück?

Als ich für die vorherige Anekdote nach einem alten Tweet suchte, stieß ich auf diesen Verlauf, den ich Silvester gepostet hatte (und jetzt noch mal minimal ergänzt habe, denn da hat man ja immer nur 140 Zeichen):

„Und wann geht ihr jetzt wieder zurück?“  „Äh, also wir wohnen ja jetzt wieder hier in Deutschland.“ – „Aber ihr geht doch nochmal zurück?“ – „Wir sind doch jetzt zurück?“ – „Aber ihr geht doch nochmal ZURÜCK?“ – „Naja, also die Umzugsleute haben nicht umsonst das ganze Zeug bei uns ins Haus getragen…?“

„Jaja, aber ihr geht doch zurück?“ – „Nein, wir wohnen jetzt wieder in Deutschland.“ – „Jaja, ok, das habe ich ja jetzt verstanden – aber dann zieht ihr doch jetzt in ein anderes Land? Wohin denn?“ „Also wie gesagt, unsere Möbel und unser ganzes Zeug ist jetzt wieder im Haus, wenn wir woanders hinzögen, wäre das ja sinnlos…?“ – „Ja, aber ALLE, die um Ausland waren, ziehen danach woanders hin.“ – „Aha? Wer denn?“ – „Die Bekannte der Cousine der Nachbarin…“.

„Alle Expats gehen noch mal ins Ausland.“ – „Nochmal: Bei uns ist da nichts geplant und ich sehe das in naher Zukunft auch als eher unrealistisch.“ – „Jaja, komm, du willst es doch bloß noch nicht sagen!“.  

Ich bin so ein netter Mensch, ne? Aber diese Gespräche machen mich wahnsinnig!

Dieses Gespräch habe ich nun schon diverse Male. Und. Es. Nervt So. Aaaaaaaaaah!

Viele Grüße,
Mareike

Netz-Fundstücke #6: Eine Tüte Gemischtes

Nachfolgend ein paar Links, die ich euch nicht vorenthalten möchte.


Erst einmal die Nachricht aller Nachrichten: „Aus Sicht internationaler Auswanderer – Die beste deutsche Stadt zum Leben und Arbeiten ist…“ (*klick* zum Artikel) – und die Antwort lautet: „…Düsseldorf“! Gut, eigentlich geht es um Expats und nicht um Auswanderer, aber hey, wer will denn da kleinlich sein? Eben! ;)


Toiletten sind hier nach wie vor ein großes Thema und ja, das überrascht mich immer wieder.

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Von Namen

Chinesen haben normalerweise zusätzlich zu ihrem chinesischen Namen noch einen westlichen. So heißen sie also zum Beispiel „Jack“, „Jason“, „Sarah“, „Alice“, „Lucy“, „Sam“, „Lee“ und so weiter. Meist ist das ein eher schmissiger kürzerer Name.

Teilweise haben die Eltern diesen Namen ausgesucht, teilweise geben sie sich den selbst. Soweit ich das verstanden habe, sind die westlichen Namen nicht im Pass oder sonstwo eingetragen und man kann sich nennen, wie man möchte. So kommt es wohl auch oft vor, dass bei einem Jobwechsel auch der westliche Vorname ein anderer ist, weil einem der momentane einfach nicht mehr zusagt und ein Neuer her muss.

Manchmal empfinde ich die Wahl als amüsant. So fand ich die Kellnerin namens „Doris“ besonders niedlich und dass die Kindergärtnerin eines befreundeten Kindes „Candy“ heißt. Das klingt für mich persönlich immer nach einem Strippernamen. Das ist nicht böse oder abwertend gemeint!

So ähnlich ergeht es mir bei „Star“, „Priscilla“ und „Velvet“. Weiterlesen

Anekdote #81: Ein neues Schloss

Vorletzte Woche oder so waren wir bei einem Playdate und die Ayi schrieb mir eine Nachricht. Das ist soweit schon mal echt ungewöhnlich. Sie fragte darin, ob ich denn Besuch erwarten würde. Ich war etwas überrascht und verneinte.

In der nächsten Nachricht stand sinngemäß, dass jemand mit einem Schlüssel da gewesen wäre und sie denjenigen nicht ‚reingelassen hat. Ich hatte zwar ein komisches Gefühl, war beim Playdate aber sehr beschäftigt, die Kinder zu beaufsichtigen und dachte zunächst an ein Missverständnis. Unser Vermieter arbeitet mit einem Hausmeisterservice zusammen. Die haben einen Schlüssel zu unserer Wohnung und da ein paar kleinere Reparaturen anstanden, ging ich davon aus, dass es einer von denen gewesen wäre. Weiterlesen

2016/10/29: Reizüberflutung bei Carrefour

Wir haben heute die Klimaanlage umstellen lassen. Theoretisch ist das wohl nicht schwer, aber wir dürfen das nicht selbst machen und das geht auch ziemlich schnell und unbürokratisch. Hiermit habe ich also offiziell den Herbst in Shanghai beschlossen. Pünktlich dazu ist mir kalt. Bisher finde ich das immer noch voll gut.

Ein Highlight des Tages war, dass WordPress mir mitteilte, dass ich schon 1.000 Likes auf meinem Blog erhalten habe. WOW!!! Dankeschön! (Nachtrag vom 31.12.: Und mit den Kommentaren zu diesem Text sind es genau 800 Kommentare!)

Außerdem war ich bei Carrefour. Das erste Mal seit Monaten und mir ist dann auch wieder eingefallen, warum. Zwar möbeln die den Laden immer mehr auf und anstatt irgendwelcher siffigen Reissäcke haben die in der Haushaltswarenabteilung jetzt sogar von hinten mit LEDs beleuchtete Schüsseln. Wie fancy das mal in so verhältnismäßig kurzer Zeit aussehen kann, hätte ich Anfang letzten Jahres niemals für möglich gehalten.

Dafür stank es in der Tiefgarage wieder widerlich, dieses Mal nach sehr totem und sehr altem Fisch. In Kombination mit einem super düsteren und super engen Parkhaus ist es eine Wonne, dort hereinzukommen, quasi ein Einkaufserlebnis erster Güte. ;)

Auch andere Dinge ändern sich nie:

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Anekdote #78: She’s fresh – fresh! – exciting!

Falls ihr das nicht bemerkt haben solltet: Die Überschrift dieses Beitrags ist ein Schnipsel aus einem Lied.

 

Und ja, diesen Ohrwurm habe ich euch natürlich gerne beschert! :D Außerdem sah ich gerade das erste Mal das Video dazu und lache mich kaputt!

Wieso ich darauf komme? Wegen dieses Tweets:

Ich lüfte gerade durch. Und ich muss sagen, mir ist ein bisschen frisch. Ist das aufregend! Ich wusste gar nicht mehr, wie das geht! Ok, fragt mich nochmal, wenn ich mir im Winter den Allerwertesten abfriere. Aber jetzt ist es erstmal genial. Um genau zu sein: Erfrischend!

Netz-Fundstücke #3: 12 Things You Should NEVER Give a Chinese Person

Ich bin die Tage gefragt worden, ob das wirklich (noch) so ist, dass man Chinesen dieses und jenes nicht schenken sollte, weil das einfach mega unhöflich ist. Darauf antwortete ich (es war auf Twitter, das fasse ich hier mal zusammen):

„Also alles mit der Zahl vier ist schwierig, hier gibt’s zum Beispiel nie eine vierte Etage. Die bedeutet nämlich auch „Tod“. Von den Farben her würde ich Weiß vielleicht vermeiden, Rot geht aber eigentlich immer und für alles. Alles andere ist mir persönlich nicht geläufig, aber hier hat man als Expat ja auch meistens mit Leuten zu tun, die international ausgerichtet sind und da nicht so empfindlich sind. So gesehen wäre ICH da jetzt recht entspannt.“

In diesem Zusammenhang schickte Frau Zeitlos (*klick* zum Blog) einen Link zu einem YouTube-Video, in dem zwei Chinesen auf englisch erklären, was man besser alles nicht schenken sollte. Das kann ich euch nicht vorenthalten, denn das ist äußerst unterhaltsam.

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