Netz-Fundstücke #7: Eine Tüte Gemischtes

Nachfolgend ein paar Links, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Auch wenn ich nicht mehr in China wohne, ist es ja nicht so, als würde mich nun nichts mehr dazu interessieren. :) In Kürze gibt’s hoffentlich auch noch mal ein paar Details dazu, wie wir uns eingelebt haben. Uns geht’s gut, wir haben nur immer noch viel zu tun. 


„Warum ein englisches Dorf von Chinesen überrannt wird“ (*klick* zum Artikel) – Ich will ja nicht in schönster Clickbaiting-Manier „Der Grund wird dich überraschen!“ schreiben, aber: Naja, also… Der Grund wird dich überraschen. ;) Ein wunderschöner Beitrag! Und wunderbar skurril.


A propos „skurril“: Hier die „Shanghaiist’s top 10 WTF moments of 2016″ (*klick* zum Artikel). Ich denke, die Überschrift ist selbsterklärend.


China verbinden viele immer noch mit billig produzierter Fließbandarbeit. Aber natürlich arbeiten nicht alle in Fabriken und fertigen da Plastikschrott an. Hier kann man was darüber nachlesen: „Chinas neue Arbeitswelt: Start-Up statt Fließband“ (*klick* zum Artikel).


Und wo wir gerade vor alten Klischees sprechen: „Handynutzung in China: Leben ohne Smartphone ist sinnlos“ (*klick* zum Artikel). Das Smartphone hat einen wesentlich höheren Stellenwert als in Deutschland.


„Warum Chinesen massenhaft Shampoo in Deutschland kaufen“ (*klick* zum Artikel) – Spoiler: Weil sie das teuer verkaufen können. Wer hätte das gedacht! Dennoch hat mich das Objekt der Begierde verwundert.


Zum Abschluss noch ein Artikel, der wirklich nachdenklich macht: „Lebensmittel aus China: Kann dieser Apfel mich vergiften?“ (*klick* zum Artikel). Ich könnte so viel dazu sagen, aber das lasse ich mal so stehen.


Viele Grüße,
Mareike

Advertisements

Von Namen

Chinesen haben normalerweise zusätzlich zu ihrem chinesischen Namen noch einen westlichen. So heißen sie also zum Beispiel „Jack“, „Jason“, „Sarah“, „Alice“, „Lucy“, „Sam“, „Lee“ und so weiter. Meist ist das ein eher schmissiger kürzerer Name.

Teilweise haben die Eltern diesen Namen ausgesucht, teilweise geben sie sich den selbst. Soweit ich das verstanden habe, sind die westlichen Namen nicht im Pass oder sonstwo eingetragen und man kann sich nennen, wie man möchte. So kommt es wohl auch oft vor, dass bei einem Jobwechsel auch der westliche Vorname ein anderer ist, weil einem der momentane einfach nicht mehr zusagt und ein Neuer her muss.

Manchmal empfinde ich die Wahl als amüsant. So fand ich die Kellnerin namens „Doris“ besonders niedlich und dass die Kindergärtnerin eines befreundeten Kindes „Candy“ heißt. Das klingt für mich persönlich immer nach einem Strippernamen. Das ist nicht böse oder abwertend gemeint!

So ähnlich ergeht es mir bei „Star“, „Priscilla“ und „Velvet“. Weiterlesen

Anekdote #79: WeChat Payment

Eines der geilsten Features von WeChat ist, dass man da Geld verschicken und empfangen kann. Ich kann also an diversen Stellen damit bezahlen, aber wir können uns auch einfach so transferieren. Wenn du Das ist so unfassbar praktisch! Gerade für Kleinbeträge und weil man das auch gut nachvollziehen kann. Wenn zum Beispiel einer einer Sammelbestellung Bastelpapier macht und von jedem Dreieurofuffzig kriegt, dann muss man da nicht herumhantieren oder dran denken, wenn man sich sieht oder so, sondern überweist das schnell. Theoretisch kann man auch seine Rechnungen bezahlen und so, aber ich kann da nur mein Handyguthaben mit aufladen. Denn, und jetzt kommt’s: Meine Bankkarte ist nicht verbunden. Alles, was da drauf ist, bekam ich von Pascal oder Freunden überwiesen.

Soweit wäre das ja egal, könnte man meinen. Ist es aber nicht. Denn durch das Verknüpfen seiner Bankkarte bestätigt man seine Identität. Einigen Gruppen darf man gar nicht beitreten. Und vor allem ist diese Transferfunktion limitiert. Mit Beschränkungen, die man so nicht nachvollziehen kann. Weiterlesen

2016/10/29: Reizüberflutung bei Carrefour

Wir haben heute die Klimaanlage umstellen lassen. Theoretisch ist das wohl nicht schwer, aber wir dürfen das nicht selbst machen und das geht auch ziemlich schnell und unbürokratisch. Hiermit habe ich also offiziell den Herbst in Shanghai beschlossen. Pünktlich dazu ist mir kalt. Bisher finde ich das immer noch voll gut.

Ein Highlight des Tages war, dass WordPress mir mitteilte, dass ich schon 1.000 Likes auf meinem Blog erhalten habe. WOW!!! Dankeschön! (Nachtrag vom 31.12.: Und mit den Kommentaren zu diesem Text sind es genau 800 Kommentare!)

Außerdem war ich bei Carrefour. Das erste Mal seit Monaten und mir ist dann auch wieder eingefallen, warum. Zwar möbeln die den Laden immer mehr auf und anstatt irgendwelcher siffigen Reissäcke haben die in der Haushaltswarenabteilung jetzt sogar von hinten mit LEDs beleuchtete Schüsseln. Wie fancy das mal in so verhältnismäßig kurzer Zeit aussehen kann, hätte ich Anfang letzten Jahres niemals für möglich gehalten.

Dafür stank es in der Tiefgarage wieder widerlich, dieses Mal nach sehr totem und sehr altem Fisch. In Kombination mit einem super düsteren und super engen Parkhaus ist es eine Wonne, dort hereinzukommen, quasi ein Einkaufserlebnis erster Güte. ;)

Auch andere Dinge ändern sich nie:

Weiterlesen

Netz-Fundstücke #3: 12 Things You Should NEVER Give a Chinese Person

Ich bin die Tage gefragt worden, ob das wirklich (noch) so ist, dass man Chinesen dieses und jenes nicht schenken sollte, weil das einfach mega unhöflich ist. Darauf antwortete ich (es war auf Twitter, das fasse ich hier mal zusammen):

„Also alles mit der Zahl vier ist schwierig, hier gibt’s zum Beispiel nie eine vierte Etage. Die bedeutet nämlich auch „Tod“. Von den Farben her würde ich Weiß vielleicht vermeiden, Rot geht aber eigentlich immer und für alles. Alles andere ist mir persönlich nicht geläufig, aber hier hat man als Expat ja auch meistens mit Leuten zu tun, die international ausgerichtet sind und da nicht so empfindlich sind. So gesehen wäre ICH da jetzt recht entspannt.“

In diesem Zusammenhang schickte Frau Zeitlos (*klick* zum Blog) einen Link zu einem YouTube-Video, in dem zwei Chinesen auf englisch erklären, was man besser alles nicht schenken sollte. Das kann ich euch nicht vorenthalten, denn das ist äußerst unterhaltsam.

Weiterlesen

Anekdote #76: Kommen Sie, gucken Sie!

Dies ist eine dieser Geschichten, die ich immer schon mal aufschreiben wollte, aber nie tat. Weil ich auch noch mal ein Foto machen wollte und überhaupt. Nun habe ich immer noch kein Foto gemacht und werde das wohl auch nicht mehr tun. Weil ich das irgendwie eh nicht hinbekomme, wie ich es haben möchte und außerdem habe ich immer noch Hemmungen, dass man da Leute drauf erkenne kann. Deswegen gibt’s den Text nun einfach so. Man muss auch mal Fünfe gerade sein lassen können. ;)

Vor diversen Compound-Einfahrten – und dann besonders oft vor Ampeln – stehen meistens Leute. Diese tragen einen Anzug und stehen bei Wind, Wetter und Luft da. Wobei, naja, meistens nur bei halbwegs gutem Wetter.

Sie tragen große Pappschilder in der Hand, auf die jemand Zettel draufgeklebt hat. Dabei handelt es sich um schlechte Kopien. Wisst ihr, wie das aussieht, wenn man von einem Fax eine Kopie macht und diese dann noch mal kopiert und dann auch noch der Toner zur Neige geht? So ungefähr sieht das aus. Und weil man die Autofahrer ja auf seine Mitteilungen aufmerksam machen möchte, aber nur einen A4-Drucker hat, stückelt man die dann so zusammen, dass man mehrere Blätter auf einem Karton unterbekommt. Das muss aber nun nicht perfekt aussehen, so sind diese Zettel oft versetzt und man sieht Lücken dazwischen hervorblitzen und guter Kleber wird auch oft überbewertet. Weiterlesen

2016/10/03: Vom Bügeln. (Spannender wird’s nicht.)

Ich habe heute gebügelt.

Dazu muss man sagen, dass ich das höchst selten mache. Denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass man die meisten Sachen gar nicht bügeln muss. Das galt allerdings nur für unsere Waschangelegenheiten in der Heimat. Die hiesige Waschmaschine schleudert irgendwie so doll oder keine Ahnung, was die macht – jedenfalls ist alles immer knitterig und man muss überraschend viel glätten. Normalerweise macht das die Ayi, aber die hat ja jetzt frei und wir nicht mehr so viele Klamotten.

Ursprünglich wollte ich nur ein paar Teile bügeln und dann war ich so schön dabei und habe fast alles weggebügelt. Yay!

Bevor ich in diesen Rausch kam, musste ich allerdings noch was erledigen. Anfangs bekam ich nämlich leider einen mittelschweren Tobsuchtsanfall, der sich vor allem darin äußerte, dass ich viele Schimpfworte nutzte. Weiterlesen