Vom Haare färben

Ich war hier vor einiger Zeit mal beim Frisör und habe euch davon erzählt. Danach war ich so beflügelt, dass ich wenige Wochen später beschloss, mir die Haare färben zu lassen. Kurz gesagt: Es war ein traumatisches Erlebnis und ich bin noch nicht bereit dazu, da ausführlich drüber zu sprechen. Dazu muss man wissen, dass ich nicht besonders eitel bin, aber das Ergebnis war unter aller Kanone, hat meine Haare total kaputt gemacht und war dazu noch so teuer, dass ich immer noch… Nein. Ein- und ausatmen… Ich bin ganz ruhig

* Bitte hier Geste denken, wie ich demonstrativ-gestresst meine Nasenwurzel massiere. Danach fächele ich mir beidhändig Luft zu, als wäre ich Darstellerin einer amerikanischen Reality Soap, die nicht weinen möchte. *

Ihr seht schon, es ist ein sehr schwieriges Thema für mich und wird mich viele Sitzungen beim Therapeuten kosten. ;)

Völlig angenervt färbte ich meine Haare beim nächsten Mal also wieder selbst. Und zwar mit einer Packung Farbe, das ich sicherheitshalber per Seefracht mitgebracht hatte. Zack, sah ich wieder gewohnt super aus. ENDLICH!

Nun gibt es auch in China Haarfärbemittel. Überraschend, ich weiß. Was viele aber wahrscheinlich nicht gedacht hätten: Hier gibt es unter anderem diverse Varianten von Schwarzkopf. Ein Stück Heimat, hurra! Denen vertraue ich außerdem, dass die nicht irgendeine x-beliebige Pampe zusammenmischen.


Trotzdem war ich ein bisschen skeptisch, denn die Farben werden für den asiatischen Markt produziert. Von der Beschreibung her schien die Anwendung gleich. Soweit ich das anhand der Bilder erkennen konnte, den die chinesischen Schriftzeichen sind für mich böhmische Dörfer.

Nun haben die meisten Asiaten schwarze Haare und die meisten Europäer nicht. Ich hatte mal gehört, in China würde oft ein Blondierungsmittel beigemischt, damit man überhaupt eine andere Farbe erzielen kann. Meine Haare wurden beim Frisör definitiv leicht aufgehellt. Das wollte ich denen nicht noch mal antun. Zwar ist mir klar, dass beim Färben oder Intensivtönen immer die Haarstruktur geöffnet wird, aber es ist noch mal was anderes, wenn die gebleicht werden. Ein weiteres Experiment wollte ich nicht riskieren. Hmmm. Was sollte ich also tun…?

Da ich es nicht eilig hatte, schrieb ich an den Schwarzkopf-Kundenservice, der mir sehr bald antwortete. Ich behaupte mal, dass einige sicherlich an der Antwort interessiert sind. Und dieser Blog hat ja auch einen Service-Charakter. Deswegen hier deren Text:

„Der asiatische Colorationsmarkt ist tatsächlich nicht dem Europäischen gleichgestellt.

Die Farbrichtungen und die Rezepturen sind dem asiatischem Haar (vorwiegend schwarz) angepasst, das heißt speziell für dieses entwickelt worden. Der Hinweis, dass allen Farben Blondierungen beigemischt sind, ist falsch. Jedoch sind die Rezepturen speziell konzipiert, um auf asiatischem Haar hellere Farbergebnisse erzielen zu können.

Sie können die Colorationen natürlich verwenden, diese sind qualitativ sowie gesundheitlich  selbstverständlich unbedenklich. Jedoch müssen Sie berücksichtigen, dass das Farbergebnis auf Ihrem europäischen Haar (europäisch = heller vom Ausgangsfarbton und andere Haarstruktur) dunkler ausfallen könnte. Vielleicht probieren Sie es einmal vorab mit einer Probesträhne.“

Das hört sich doch mal prima an! In Kürze werde ich also ein einheimisches Haarfärbemittel kaufen. Natürlich ist das viel teurer als daheim – dass in China alles so viel mehr kosten würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen! – und dann werde ich das mal ausprobieren. Meist variiere ich eh und kaufe nicht immer dieselbe Nuance und werde dann einfach eine etwas hellere aussuchen, als ich erzielen möchte.

Ich bin optimistisch. :) Hoffentlich bereue ich das später nicht.
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2 Gedanken zu “Vom Haare färben

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