Papierkram: Von (Kinder-)Reisepässen

Wir drei haben alle einen Reisepass. Was nicht weiter verwunderlich ist, sonst hätten wir in China gar nicht einreisen dürfen.

Damit gibt es aber nun zwei Probleme.

Zuerst habe ich beim Zoll erfahren, dass es nicht reicht, dass wir jeweils ein Visum in den Pass geklebt bekamen. Nein,  auch der darin eingetragene Wohnort muss von Düsseldorf nach Shanghai geändert werden. Derzeit sind wir nämlich nicht mehr in Deutschland gemeldet.

Gut, das klingt logisch. Aber ich habe nicht darüber nachgedacht. Hätte uns ja vielleicht auch mal einer von der (von Pascals Firma beauftragten) Agentur sagen können. Die haben uns sonst auch alles Mögliche erklärt. Das werde ich auf jeden Fall noch mal zur Sprache bringen, damit die anderen Expats, die nach uns kommen, keinen Ärger bekommen.

Diese Modifizierung kann ich bei der Deutschen Botschaft vornehmen lassen. Ich freu mich ja so! Nicht. Denn ich hasse Papierkram, Behördengänge noch mehr und das wird sicher wieder ein Riesenaufwand und kostet sicherlich auch nicht wenig.

Das zweite Problem ist ein anders. Felix hat seinen eigenen Reisepass schon, seit er etwa ein halbes Jahr alt ist. Seit 2012 sind Einträge im Reisepass der Eltern nicht mehr zulässig und das Kind braucht einen eigenen, sobald es Deutschland verlässt. Auch im europäischen Ausland. Also auch, wenn man mal eben nach Roermond zum Shoppen fährt, was kurz hinter der niederländischen Grenze liegt.

Auf dem Foto sieht er also noch recht babyhaft aus. Aber es ist biometrisch und das ist ja eigentlich mit der Witz an den biometrischen Bildern, dass man das Kind angeblich dennoch im weiteren Wachstumsprozess erkennen kann.

Bei einer Passkontrolle in Frankfurt wurde uns allerdings näher gelegt, ein neues Foto machen zu lassen. Dafür wären die Seiten im Reisepass vorgesehen. Ich war etwas verwirrt, weil ich im Kopf hatte, dass der Kinderreisepass mehrere Jahre gültig ist. Allerdings sollten gerade die Beamten aus Frankfurt wissen, was gängige Praxis ist. Weiterlesen

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