Anekdote #51: Aua!

Diese Dreisprachigkeit hat öfter ein paar Tücken. Dabei fällt mir ein, dass ich generell ein paar Dinge zu dem Thema anmerken wollte. Hier aber erst einmal eine amüsante Anekdote dazu.

Wie ich hier (*klick*) schon mal erwähnte, hat Felix ein „communication book“. Dort finden sich immer Infos über den Tag. Wenn wir nach Hause fahren, lese ich ihm immer vor, was darin steht und so sprechen wir ein bisschen über den bisherigen Tag. Da das in englischer Sprache gehalten ist, lese ich ihm das natürlich auch so vor. Allerdings besprechen wir den Rest drumherum auf Deutsch.

Unter anderem gibt es dort auch die Info, ob man was mitbringen muss, oder ob die Kinder sich vielleicht verletzt haben und ein Feld für den Mittagsschlaf. Der dauert bei ihm meistens eine Stunde. Da steht dann also „1 hour“. Manchmal variiert das aber auch und dann steht da eine Angabe in Minuten.

Ein paar Wochen lang las ich jedoch immer „1 hour“ vor und bekam jedes Mal dieselbe energische Antwort: „Ich nicht ein Aua hab‘, Mama!“.

Er hat also kein Aua. Nicht mal eins, sondern gar keins. ;)

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We’ll do it the chinese way #16: Hält nicht so gut!

motorradIch habe eine Freundin hier in Shanghai, deren Sohn gestern etwas mit Duplo gebaut hat. Sie hat das Ergebnis auf Facebook gepostet (und ja, ich habe natürlich die Erlaubnis, das hier zu veröffentlichen!) und ich MUSS euch das einfach zeigen. 

Die Bildunterschrift ist nämlich folgende:

„Oh, hmmm…. Der Turm auf dem Motorrad hält nicht so gut. Egal.“ – Integration abgeschlossen. Kein Zweifel.

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. :D

Er leider auch nicht, denn man berichtete mir, er wäre eine wenig enttäuscht gewesen, dass er keine weiteren Bausteine mit Essens-Motiven hatte. Sonst hätte er noch fröhlich weiter gestapelt.

Anekdote #30: Reis

Pascal und ich sind keine besonders großen Fans von Helge Schneider. Dennoch zitieren wir ihn des Öfteren, wenn wir den Reiskocher in Betrieb nehmen oder Reis auspacken, der zu einem bestellten Essen gehört. Dann rufen wir schwungvoll „Es gibt Reis, Baby!“.

Nun steht Felix total auf Reis. Und hier werden Kinder in seinem Alter immer noch als „Babys“ bezeichnet. Daher fühlt er sich dabei also wohl oft angesprochen.

Als ich gestern den Reiskocher anstelle und verkündete, was es zu Mittag geben würde, jubelte er „REIS BABY!“ und betonte es genauso wie wir. Beziehungsweise wie Helge.

Ups. ;)


Anekdote #2: Sprachverwirrung hoch drei

Es wird jetzt ein bisschen kompliziert, aber ich versuche, es so gut wie möglich niederzuschreiben.

Felix wächst momentan dreisprachig auf. Das war so nie geplant, hat sich aber nun aufgrund unseres Auslandsaufenthaltes so ergeben. Ob ihr das bemitleidenswert oder supergeil findet, dürft ihr selbst entscheiden. ;)

In der Kita wird Chinesisch und Englisch gesprochen. Zuhause – beziehungsweise natürlich auch, wenn wir als Familie unterwegs sind – kommunizieren wir auf Deutsch. Mit der Ayi (*klick*) spricht Felix zuhause Chinesisch und wenn wir alle drei miteinander reden, wechseln wir zu Englisch. Mama kann halt kaum Chinesisch.

Der Kurze redet prinzipiell noch nicht sooo viel, dafür plappert er fröhlich vor sich hin und versteht alle drei Sprachen soweit gut.

So viel zur Vorgeschichte. Manchmal machen besagte Sprachen auch einen flotten Dreier. Und ich sage bewusst nicht „Ménage-à-trois„, um nicht noch eine weitere mit ins Spiel zu bringen.

Eines der Worte, die Felix schon lange und gerne exzessiv verwendet ist das deutsche „mehr„. Ich denke, es spricht für sich, warum. Das ist im Alltag sehr vielseitig einsetzbar. ;)

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