Anekdote #44: Alle haben frei. Alle. ALLE? Ok: Fast alle.

Ich muss noch mal was zu Chinese New Year loswerden. Da haben nämlich alle frei. Mindestens drei Tage, an denen alles geschlossen hat und auch die Ayis und Fahrer nicht arbeiten müssen. (Oder aber sehr viel mehr Geld bekommen als sonst.) Die meisten Firmen haben auch die ganze Woche zu.

„Ja, wie…?“ fragen die meisten daraufhin und sind ganz fasziniert. „Und dann haben die alle frei und alles ist geschlossen? Aber wie geht denn das?“.

Tja nun.

„Und was ist mit Taxis? Öffentlichen Verkehrsmitteln? Restaurants? Das geht ja gar nicht!“ sagen viele und triumphieren dann „Aber die Krankenhäuser? Die haben doch bestimmt geöffnet!“.

Leute… Lasst mich mal kurz mit den Augen rollen.

Wie ist das denn bei uns an Weihnachten? Na? Jetzt denkt mal ganz scharf nach. Krankenhäuser haben geöffnet, es werden aber keine geplanten Operationen gemacht. Es fahren Busse und Bahnen, einige Restaurants haben eingeschränkt geöffnet… Es läuft halt alles auf Sparflamme.

„Ja, gut. Aber dann haben die meisten Angestellten noch die ganze Woche frei? Das KANN ja gar nicht gehen!!“

Nicht? Und in Deutschland ist „zwischen den Tagen“ jedes Büro komplett besetzt? Betriebsferien hat auch keiner? Ach doch? Eben.

Eindrücke: Chinese New Year 2015

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Die beiden Figuren haben die Deko etwas gruselig gemacht.

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So, die diesjährigen Chinese New Year-Feierlichkeiten hätten wir auch geschafft. Also eigentlich schon länger, aber ich habe es verpeilt, den Artikel zu schreiben. Eigentlich wollte ich euch so viel Wissenswertes übermitteln, aber das können andere so viel besser und deswegen gibt es nur ein paar Eindrücke. Also „ein paar viele”… ;)


wpid-photogrid_1426340778848.jpgIm Zuge der Integration hatten wir schon im Vorfeld (siehe Foto rechts) wunderschöne Deko aufgehangen und ich grübele noch, wann man die wohl wieder abnimmt und ob ich die nicht einfach lassen soll. Die Fische machen sich als Girlande nämlich sehr hübsch. Ich glaube, ich lasse die noch eine Weile und hänge vorerst nur die Schilder an der Tür ab.

Dekoration aller möglichen Varianten (alle möglichen Materialien wie Stoff, Pailetten, Glitzer, Holz, Filz, Fensterbilder, Handyanhänger, Girlanden, große Drachen und Lampions aus Papier und was der Krimskramsmarkt so hergibt) konnte man in Hülle und Fülle käuflich erwerben und ich sollte noch erwähnen, dass die meisten Verkaufsstände nicht so merkwürdig aussahen wie auf dem Foto oben. Aber das Bild ist so schön kurios und über den Witz von @drachenkatz, dass die da nicht mehr alle Latten am Zaun haben, muss ich jedes Mal lachen.


Die Feiertage an sich waren ruhig und entspannend, denn es war kaum einer da und man sah das Tumbleweed wie im Western durch die Straßen fliegen. Das war eine ganz eigene Atmosphäre und hatte was. So friedlich und ruhig und vor allem leer hatte ich Shanghai noch nicht gesehen.

Manchmal war es fast ein bisschen unheimlich.

Alles in allem waren es aber ein paar schöne Tage, denn Felix hatte anderthalb Wochen Kita-Ferien und Pascal auch ein paar Tage frei.


Es gab jede Menge Feuerwerk, aber vor allem an zwei Abenden und nicht an jedem Tag der immerhin zwei Wochen, so wie wir das im Vorfeld gehört hatten. Junge, das war wirklich eine Menge Raketen! Wir sahen uns das von unseren Fenstern aus an und es war ziemlich verrückt, dass wir uns das Spektakel VON OBEN ansehen konnten.

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