Unser täglich Brot

wpid-img_20150504_100848.jpgViele Deutschen vermissen im Ausland Brot. Toast oder weiche Brötchen sind ja ne feine Sache, aber auf Dauer ist das einfach nix. Und so führt der Heimweg aus dem Urlaub meist am Bäcker vorbei. Ohne will sich dieses „Home, sweet home!”-Gefühl nicht so recht einstellen.

Deswegen werde ich sehr oft besorgt gefragt, ob es denn hier auch „anständiges” Brot gibt. Und nein, „Whole Wheat”-Toast fällt nicht in diese Kategorie.

Ich kann euch alle beruhigen, denn die Antwort lautet: Ja.

Es gibt eine (anscheinend auch bei Asiaten recht beliebte) deutsche Bäckerei, die sogar mehrere Filialen hat. Zwar werden hier vor allem kleine Brötchen gebacken, aber es gibt sogar Mohn-, Sesam-, Roggen- und Laugenbrötchen sowie Brezeln. Und auch typische deutsche Leckereien wie zum Beispiel Käsekuchen oder Schwarzwälder Kirschtorte. Dazu gibt es bei „Baker & Spice”, ebenfalls eine Kette, Brot, das deutschen Wünschen gerecht wird.

Zudem bieten viele etwas internationaler ausgerichtete Supermärkte neben Toast auch Weizenmisch-, Mehrkornbrot oder Roggenbrot an. Es gibt außerdem in mehreren Läden dieses abgepackte, lange haltbare Vollkornbrot an. Ebenfalls Rührkuchen von „KuchenMeister” und nicht den von Bahlsen oder anderen Marken. Ich mag diese fertigen Kuchen ja und finde es unfair, dass der in Deutschland inzwischen eher verpönt ist.

Ich hatte mich in Deutschland schon mental drauf vorbereitet, ab und zu mal Brot zu backen und einzufrieren. Das war bisher aber gar nicht nötig. Preislich lohnt sich das für die eher normalen Sorten auch gar nicht. Denn Brot backt ja relativ lange und verbraucht damit einige Energie. Vor allem kostet hier das passende Mehl wahnsinnig viel Geld. Ich habe nun schon mehrfach gehört, dass welche sich Mehl aus Deutschland mitbringen ließen. Für eine Packung popeliges Dinkelmehl, das nicht mal super-duper-bio ist oder so, zahlt man hier gerne sechs Euro aufwärts.

(Anmerkung: Tonnenweise Mehl mit in die Seefracht zu packen und hier damit reich zu werden, war leider keine Option, da dort jegliche Lebensmittel verboten waren.)

Pascal isst am liebsten Weißbrot und auch gern als Toast, dem wäre die ganze Bot-Thematikrecht egal. Felix mag Mehrkornbrot, ist aber flexibel. Und ich bevorzuge Graubrot wie „Hannoveraner” oder „Paderborner”.  Letztere Varianten habe ich hier bisher nicht gefunden, falls also wer einen Tipp hat, immer her damit. ;) Bisher bin ich jedoch auch mit den anderen Sorten glücklich.

Macht euch also keine Sorgen. An Brot mangelt es uns nicht.