Sightseeing: Tee, Sandwiches und Cocktails im „Flaschenöffner“

1-tee-flaschenoeffnerLetzte Woche zeigte ich euch dieses Foto bei Instagram. (Und ja, ich versuche, den Besuch nach und nach aufzubereiten.)

Dazu schrieb ich: „Grüße aus der siebenundachtzigsten (!) Etage des Flaschenöffners, der ja eigentlich offiziell #shanghaiworldfinancialcenter (#swfc) heißt. Wir trinken vorzüglichen Tee in der Lobby vom Hyatt. Könnte schlimmer sein. 😎

Ich war inzwischen ein paar Mal auf dem Flaschenöffner aka „Shanghai World Financial Center“ und ich kann euch die Lobby des Hyatt wirklich nur wärmstens empfehlen.

Man kann einmal auf der Aussichtsebene Getränke zu sich nehmen, in einem fancy Restaurant oder einer fancy Bar. Ich persönlich finde die Lobby des Hyatt Hotels am besten. Die Bezeichnung „Lobby“ klingt blöd, das ist ein großer Bereich mit vielen bequemen Sesseln. Seitlich befinden sich auch noch kleinere Abschnitte, in denen man sehr gemütlich sitzt.

Um dorthin zu gelangen, fahrt einfach umsonst (!) in den 87. Stock hoch. Dort könnt ihr euch in die Sessel fläzen und die Aussicht genießen. Sowohl tagsüber als auch abends einfach ein Erlebnis. Das habe ich nun schon zwei Mal mit grandiosen Cocktails und Tee sowie ein Mal mittags mit Tee getan. Dazu gab es zwei Mal ein köstliches Sandwich, von dem ich euch noch mal separat vorschwärmen werde.

Der Tee ist wirklich ein Erlebnis und sehr lecker. Earl Grey bekommt man in diesem wunderhübschen Service serviert und das ist ja wohl mal echt toll oder nicht? Hierfür bezahlt man 65 RMB (= knapp neun Euro). Tipp: Die „Cups“ von der letzten Seite erstellen und nicht die eigentliche Kanne. Die Cocktails sind ebenfalls top und liegen preislich bei 95 RMB (= etwa 13 Euro). Kein Schnäppchen, aber dafür gut und… Also hallo? Mit einer Knaller-Aussicht! Weiterlesen

2016/03/23: Blumenmarkt und Besuch

Vermutlich erwähnte ich, dass wir Besuch haben: Meine Eltern sind da. Da das mittlerweile ihr dritter Trip hierher ist, haben wir viele der Sachen, die ich mit anderen so unternommen habe, mittlerweile abgehakt. Das ist echt schön, denn so können wir uns ganz entspannt ein paar Dinge ansehen, die ich auch noch nicht kenne oder einfach mal irgendwo einen Kaffee trinken, ohne das Gefühl zu haben, was zu verpassen.

Ursprünglich wollten wir mal nach „Thames Town“ fahren. Das ist quasi ein britisch nachgebautes Viertel. Dann habe ich nachgesehen, wie weit das weg ist. 30 Kilometer vom Zentrum entfernt und ohne Verkehr 50 Minuten von uns aus. Is klar. Denn „ohne Verkehr“ gibt’s hier vielleicht mitten in der Nacht und das wären also locker anderthalb Stunden Fahrt geworden. Für ein ein Mal ein Quadratkilometer großes Areal. Und bei einer schnellen Internetrecherche schienen fast alle dieselben zwei Ecken fotografiert zu haben? „Dann halt nicht.“ dachten wir uns. Das wäre sicherlich mal interessant, aber nicht für den Anfahrtsweg.

Stattdessen waren wir am – ja, „am“, nicht „im“ Yu Garden. Die beiden waren letztes Jahr schon mal alleine da, die kennen den also schon. Eigentlich fuhren wir alle zusammen hin, aber Felix begann, zu fiebern und ich bin mit ihm nach Hause gefahren. Die beiden anderen sind ja schließlich schon groß, haben selber Smartphones und brauchen keinen zum Händchen halten. Also theoretisch. Umso größer übrigens mein Schock, als sie im Herbst fast auf den Teezeremonien-Trick (hier schrieb ich mal darüber *klick*) hereinfielen, aber zum Glück noch rechtzeitig gegangen sind. Mann, Mann, Mann! 

Jedenfalls waren sie mindestens zwei Mal da in der Ecke und haben sich auch die Altstadt drumherum viel genauer angesehen als ich. So war ich heute zum ersten Mal in einem Teil davon, in dem ich bisher noch nie war. Das lag unter anderem daran, dass es relativ leer war. Kein Wunder, denn: Es war unter der Woche und vor allem ganz schön frisch. Letztes Jahr hab ich da an einem der ersten warmen Tage des Jahres in T-Shirt und Rock geschwitzt und heute ärgerte ich mich, meine Winterjacke nicht angezogen zu haben. 13 Grad klingen jetzt nicht sooo kalt, aber der Wind… Brrr.

Hier bekommt ihr einen Eindruck davon:

Ich war übrigens angenehm überrascht, dass es dort viele günstige und schöne Dinge waren, die mit Festpreisen versehen waren. Das hätte ich nicht gedacht.

Im Anschluss an die Altstadt befindet sich ein so genannter „Blumenmarkt“. Die heißen auch im Englischen „flower market“. Warum das so ist, weiß ich immer noch nicht (also falls das wer weiß oder googeln möchte – nur zu! Es interessiert mich tatsächlich!). Den gibt es in mehreren Stadtteilen und ich werde euch nun verraten, dass ich noch nie in einem war. Heute war also mein erstes Mal. ;) Weiterlesen

2016/03/12: Schlachthof und Feta-Obsession

Heute war ein toller Tag. Erst haben Pascal und ich mit Felix gebastelt. Oder eigentlich haben wir für ihn gebastelt und er hat zugesehen. Wobei, zwischendurch hat er auch oft nicht hingesehen. Aber er hat schon geholfen. Hmmmm… Wie formuliere ich es denn jetzt am besten? Die ganze Familie war jedenfalls beschäftigt.

Da die Luft nicht so super war, beschlossen wir, erst einmal zuhause zu bleiben und uns dort zu beschäftigen. Das war entspannend. Nachmittags waren wir mit Freunden im „1933 Slaughterhouse“ verabredet. Pascal und der männliche Part des Pärchens wollten dort Fotos machen.

Ja, ihr dürft jetzt eine Augenbraue – oder auch zwei – hochziehen und verwirrt „Slaughterhouse“ fragen? „Wie Slaughterhouse? Das ist doch ein Schlachthof? Was ist denn da los…?“. Es handelt sich um einen ehemaligen Schlachthof, der von der Architektur her sehr interessant ist. Wir waren letztes Jahr (lustigerweise auch im März, das weiß ich noch) schon mal da und ich möchte euch den gerne noch separat vorstellen. Dafür muss ich aber auf die Foto-Auswahl meines Gatten warten. Die Bilder aus dem letzten Jahr kann ich nicht finden und ich habe nur ein komisches Handyfoto gemacht, auf dem man irgendwie nicht erkennt, wie abgefahren das da aussieht.

Wenn ihr mal länger in Shanghai seid und euch sowas interessiert, dann ist dieses imposante Gebäude definitiv was für euch. Die Straßen drumherum sind alle noch sehr wuselig, klein, vollgestopft und das, was man „authentisch chinesisch“ nennen könnte. Wir sind da nur durch gefahren, aber auch das ist sicherlich für Viele interessant.
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Tipps zum Fliegen mit Kindern

Es gibt ja so Dinge, die man als Eltern erst nach und nach herausfindet. Manchmal auch schon etwas spät. Und das ist ärgerlich. Deswegen schreibe ich meine Tipps auf, damit ihr auch was davon habt. Diese beziehen sich heute auf das Thema „Fliegen mit Kindern“. Hauptsächlich natürlich für die Langstreckenflüge.

Leider ist alles sehr von Airlines und vor allem Flughäfen abhängig. Die unten stehenden Tipps beziehen sich alle auf die Reise mit der Economy Class! Das ist ein wichtiger Hinweis, denn bisher habe ich oft gedacht, dass diverse Features nur für Business Class oder höher gelten. Wenn ich eine Familie gesehen habe, die eher eingestiegen ist, dachte ich bisher immer, das läge daran, dass die einfach viel mehr Kohle bezahlt haben als ich. Und einer kleinen privaten Umfrage nach bin ich damit nicht alleine.


Fast Lanes und Einsteigen im Allgemeinen

Über Weihnachten haben wir dieses Feature das erste Mal genutzt, weil wir von deren Existenz vorher schlichtweg nichts wussten. Mit kleinen Kindern darf man bei diversen Schlangen an sogenannte „Fast Lanes“ stellen. Haaaa! *Hier bitte einen Engelschor singen hören*. Das ist nicht immer hilfreich und kommt stark auf den Flughafen an, aber hier in Shanghai ist die Schlange selbst im Vorweihnachts-Trubel so viel kürzer gewesen – das war ein Segen! Wer schon mal mit einem aufgeregten und/oder müden Kleinkind in einer langen Schlange stand, weiß, was ich meine.

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Adaaaaaaam! – Adam Lambert live in Shanghai

Ich kann manchmal sehr spontan sein. Gestern habe ich zufällig gesehen, dass Adam Lambert nach Shanghai kommt. *kreisch* Und dann auch noch in die Mercedes-Benz-Arena! Die ist auf dem ehemaligen Expo-Gelände und nur eine Auto-Viertelstunde von unserem Compound aus entfernt.

Adam Lambert ist erstaunlicherweise nicht jedem bekannt aber „What do you want from me“ lief ständig um Radio und aktuell hört man oft „Ghost town“. Außerdem hat er quasi American Idol gewonnen, war bei „Glee“ und tritt mit Queen auf.

Ich ärgere mich immer noch, dass ich nicht bei Ed Sheeran oder Katy Perry war. Für Taylor Swift war es nahezu unmöglich, Karten zu bekommen. Und der Robbie Williams hat seine Tour abgesagt. (Pffffft. Alter, dass nehme ich immer noch persönlich!) Im Sommer war ich schon mal alleine bei einem Konzert und das war eigentlich gar nicht so schlimm. Besser als mit wem, der die Musik gar nicht zu schätzen weiß.

Im Flugzeug habe ich Katy Perrys „Prismatic Tour“ gesehen (zumindest teilweise) und da ich die Show so geil fand, beschloss ich, dieses Mal wieder alleine zu gehen, wenn keiner mit will. Und da ich so spontan keinen fand, ging ich eben mit me, myself and I. Weiterlesen

Mein erstes Mal im Transrapid. Oder: Was für ein Tag! Uff.

Neulich bin ich das erste Mal Transrapid gefahren. Wobei der ja hier gar nicht „Transrapid“ heißt, sondern „Maglev“. Das ist übrigens nicht russisch oder so, „Maglev“ steht für „Magnetic Levitation Train“ und wiederum bedeutet „Magnetschwebebahn“. Das habe ich extra für euch recherchiert. Wenn ihr mehr Details wollt, könnt ihr das hier bei Wikipedia selber machen: https://de.wikipedia.org/wiki/Transrapid_Shanghai.

Aber eigentlich heißt er trotzdem „Transrapid“. Hilft euch aber nix, weil auf den Schildern „Maglev“ steht. In Amerika wird das übrigens auch bald so sein, ich habe nämlich gelesen, dass dort eine Strecke gebaut werden soll, die Los Angeles und Las Vegas miteinander verbindet. Eine prima Idee, wie ich finde. Und ein bisschen witzig, dass der dann nicht nur zwei Mal außerhalb Deutschlands gebaut wird, sondern auch noch auf zwei anderen Kontinenten.

Egal. Zurück zur Story. Vorletzte Woche war es mal wieder soweit, ich brachte Besuch zum Flughafen. Mit Viktor habe ich übrigens gleich zwei neue Sachen angeguckt. Darüber muss ich auch noch bloggen, aber wie das halt so ist, hat mein Tag nun mal auch nur 24 Stunden.

Der Weg zum Flughafen Pudong ist, obwohl wir auch in Pudong wohnen, von uns aus relativ lang und dauert bei normalem Verkehr etwa eine dreiviertel Stunde oder etwas mehr. Ich plane immer eine Stunde ein und bin damit bisher gut gefahren. (Einen Euro in die Wortspielkasse, bitte!)

Ich mag unseren Fahrer ansonsten sehr, aber an dem Tag nicht ganz so. Er war nämlich nicht ganz auf der Höhe und  fuhr ziemlich scheiße. Die Brückenbegrenzung kam zwei Mal ganz schön nah. Mir blieb nicht viel übrig, außer ihn ein paar Mal anzuschnauzen, denn ich hoffte auf das Adrenalin. Anhalten und Aussteigen war leider keine wirkliche Option. Streckenweise ist da nicht viel Drumherum und da ein Taxi bekommen, erschien mir eher aussichtslos. Selbst fahren war ebenfalls keine Alternative, ich habe nämlich keinen chinesischen Führerschein. Weiterlesen

Klo-Geschichten

Ich weiß ja nicht, wer von euch so einen Apparat wie auf dem Foto gesehen hat. Für mich fiel das immer in die Kategorie der Dinge, die ich in meinem nicht-chinesischen-Leben noch nie zu Gesicht bekommen hatte.

Die stehen meistens an öffentlichen Toiletten und so. Oft haben die auch einen Münzeinwurf. Daran kann man anscheinend heißes Wasser für seine großen Tee-To-Go-Becher dran zapfen.

Tee wird hier meist mehrfach aufgegossen und die laufen alle mit so großen Becher herum, wo dann auf verschiedene Arten ein Teesieb integriert ist.

klo-1Auf dem Foto sieht man unten rechts auch schon ein blaues Sieb mit Zeugs drin. Das steht auf einem Eimer. Solche ein Konstrukt hatte ich schon mehrfach auf öffentlichen Toiletten gesehen und meist war da ein wenig Schmodder drin.

Sooooo genau wollte ich mir das nie ansehen und ich hatte auch nie das Verlangen, das weiter herauszufinden, was das für einen Sinn haben sollte. Dennoch freute ich mich, als ich am Wochenende endlich mal herausfand, wofür es diese Dinger gibt: Da können die Leute den Inhalt ihrer Teeflaschen ‚reinkippen. Und damit dieses Gekröse weder Waschbecken, noch Toilette verstopft, stellt man diese Dinger auf.

Wenn das wie hier auf dem Fußboden ist, geht das ja auch noch. Ich habe das auch schon auf dem Waschbecken – und damit definitiv zu präsent für mein Gesichtsfeld – erblickt. Börghs.

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