Ein Weihnachtsmarkt in Shanghai

christkindlmarkt2015In Shanghai gibt es nicht nur einen, sondern gleich mehrere Weihnachtsmärkte. Manchmal frage ich mich schon, was es hier nicht gibt. Also wenn man nur lange genug sucht und das eine oder andere Auge zudrückt. Aber ich will nicht abschweifen. ;)

Ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass diese Weihnachtsmärkte was taugen. Letztes Jahr habe ich ein bisschen was von dem am Kerry Center in Pudong mitbekommen. Ob der auf- oder abgebaut wurde, weiß ich schon gar nicht mehr. Jedenfalls ist der eher klein, ihm fehlte der Flair und alles in allem haute er mich nicht vom Hocker. Da wusste ich schon, dass man für die Märkte hier einen nicht unerheblichen Eintritt zahlen muss und das wäre es mir in dem Stadium, das ich da sah, nicht wert gewesen. Zumindest nicht, um echte Weihnachtsstimmung aufleben zu lassen.

Meine Begeisterung hielt sich dann auch in Grenzen, als Pascal mir einen Artikel mit den diesjährigen Weihnachtsmärkten und deren Beschreibung zusandte. Aber naja, warum nicht?

Unsere (beziehungsweise seine) Wahl fiel auf den „Christkindlmarkt“ im Paulaner in der French Concession in Puxi. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war der nur am Nikolauswochenende und wir wollten erst Freitagabend hin, verschoben unser Vorhaben aufgrund des Wetters und einer Erkältung meinerseits aber auf Sonntagvormittag.

Der Paulaner soll kulinarisch (ich war in dem noch nie drin) nicht sooo gut sein wie die andere Filialen, aber das Gelände ist relativ groß und ein bisschen wie ein verwinkelter, verwunschener Garten angelegt und hat einen ordentlichen Bestand an hohen Bäumen. Gerade, wenn man die Lage beachtet. Das gefällt mir gut.

In diesem Garten waren um die sechzig Buden aufgebaut. Eine ordentliche Menge also. Und alle Buden waren richtig nette Holzhäuschen, wie man das vom Weihnachtsmarkt eben so kennt. Ich hoffe, die Fotos fangen das so halbwegs ein. Weiterlesen

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Mein erstes Mal im Transrapid. Oder: Was für ein Tag! Uff.

Neulich bin ich das erste Mal Transrapid gefahren. Wobei der ja hier gar nicht „Transrapid“ heißt, sondern „Maglev“. Das ist übrigens nicht russisch oder so, „Maglev“ steht für „Magnetic Levitation Train“ und wiederum bedeutet „Magnetschwebebahn“. Das habe ich extra für euch recherchiert. Wenn ihr mehr Details wollt, könnt ihr das hier bei Wikipedia selber machen: https://de.wikipedia.org/wiki/Transrapid_Shanghai.

Aber eigentlich heißt er trotzdem „Transrapid“. Hilft euch aber nix, weil auf den Schildern „Maglev“ steht. In Amerika wird das übrigens auch bald so sein, ich habe nämlich gelesen, dass dort eine Strecke gebaut werden soll, die Los Angeles und Las Vegas miteinander verbindet. Eine prima Idee, wie ich finde. Und ein bisschen witzig, dass der dann nicht nur zwei Mal außerhalb Deutschlands gebaut wird, sondern auch noch auf zwei anderen Kontinenten.

Egal. Zurück zur Story. Vorletzte Woche war es mal wieder soweit, ich brachte Besuch zum Flughafen. Mit Viktor habe ich übrigens gleich zwei neue Sachen angeguckt. Darüber muss ich auch noch bloggen, aber wie das halt so ist, hat mein Tag nun mal auch nur 24 Stunden.

Der Weg zum Flughafen Pudong ist, obwohl wir auch in Pudong wohnen, von uns aus relativ lang und dauert bei normalem Verkehr etwa eine dreiviertel Stunde oder etwas mehr. Ich plane immer eine Stunde ein und bin damit bisher gut gefahren. (Einen Euro in die Wortspielkasse, bitte!)

Ich mag unseren Fahrer ansonsten sehr, aber an dem Tag nicht ganz so. Er war nämlich nicht ganz auf der Höhe und  fuhr ziemlich scheiße. Die Brückenbegrenzung kam zwei Mal ganz schön nah. Mir blieb nicht viel übrig, außer ihn ein paar Mal anzuschnauzen, denn ich hoffte auf das Adrenalin. Anhalten und Aussteigen war leider keine wirkliche Option. Streckenweise ist da nicht viel Drumherum und da ein Taxi bekommen, erschien mir eher aussichtslos. Selbst fahren war ebenfalls keine Alternative, ich habe nämlich keinen chinesischen Führerschein. Weiterlesen

Sightseeing: Neues und Bekanntes

Hier passiert gerade nicht so viel im Blog. Das liegt daran, dass ich einfach keine Zeit habe. Im Real Life passiert so viel. Wenn ich Zeit habe, fehlt mir die Muße. Und dann ist da noch die Tatsache, dass ich meine Krankenversicherung dieses Jahr so richtig ausreize und von einem gesundheitlichen Desaster ins nächste schliddere sowie ein arbeitsintensives Ehrenamt. Momentan hatten beziehungsweise erwarten wir zudem viel Besuch. Was schön ist, aber eben auch wieder Zeit in Anspruch nimmt. ;)

Letzte Woche war eine Freundin zu Besuch. Mir ihr war ich mal wieder auf dem Oriental Pearl Tower, im Ocean Aquarium, im Disney Store, und auch an Orten, an denen ich war und noch nicht drüber berichtet habe, wie The Bund, dem Jing’an Tempel und dem einen, bei dem ich endlich weiß, wie der heißt: Dem „City God Temple of Shanghai“. Der ist neben dem Yu Garden. Oh, und a propos: Auch da war ich endlich mal drin. Der war es mir bisher immer viel zu voll. Wir hatten aber Glück und es war echt schön.

Dass ich einige Orte nun zum widerholten Mal besuche, macht mir gar nichts, im Gegenteil. Im Jing’an Tempel waren zum Beispiel mehrere Sachen offen, die letztes Mal geschlossen waren und auch ansonsten machte es mir Spaß. Oft besuche ich die Sehenswürdigkeiten ja mit Kleinkind und auch wenn Pascal sich viel um Felix kümmert – ich bin dann zwischendurch doch oft abgelenkt.

Meine Freundin und ich haben den Trend mitgemacht, über den sogar Spiegel Online schon berichtet hat und wir trugen lustige Blumen im Haar. Da ich hier keine Bilder von mir zeige, müsst ihr auf diesen grandiosen Anblick verzichten. Sorry.

Dafür zeige ich euch ein super Foto aus dem 87. Stock. Ja genau, dem SIEBENUNDACHTZIGSTEN STOCK!

Ich war ja schon auf der – noch um einiges höher gelegenen (!) – Aussichtsplattform des Flaschenöffners, aber der hat auch eine Bar sowie ein Restaurant, für das man dann keinen Eintritt zahlt, sondern nur Verzehr. Anstatt 160 RMB (knapp 23 Euro) für die Plattform zahlt man dann 105 pro Cocktail. Oder auch mehr, wenn man es sich so gut gehen lässt wie wir. Aber es lohnt sich! Es ist nicht so voll und man kriegt was für seine Kohle. Dort aß ich ein Sandwich, das mich zu Freudentränen rührte, aber darüber blogge ich noch mal separat. Irgendwann.

Dazu war ich fast bei einer Massage, aber unser Tag hatte auch nur 24 Stunden und das hat nicht mehr hingehauen. Was nicht ist, kann aber noch werden. Kaum zu glauben, dass ich als Expat Wife noch nicht ein einziges Mal in einem Spa war, oder? Keine Massage, keine Maniküre, keine Pediküre… Was mache ich hier eigentlich den ganzen Tag? Auf jeden Fall bin ich viel zu billig. ;)


Von Abzockern auf der Nanjing Lu

Ich bin nicht gerne auf der Nanjing Road. Erstaunlich eigentlich, da ich als bekennende Macchiato-Mom ja auch gerne shoppen gehe. Könnte man denken. So leicht ist es aber nicht.

Da das aber die größte Einkaufsstraße der Welt und damit einer DER Attraktionen in Shanghai ist, muss da quasi jeder Touri einmal gewesen sein und ich gehe auch mit allen Besuchern hin. Und manchmal eben auch so, weil es da nun mal diverse Läden gibt, in die ich gerne möchte. Allerdings bin ich halt nicht gerne in der Ecke.

In der Anekdote „Wanna watch? Wanna bag?“ habe ich schon mal einen Einblick in die Gründe gegeben. Ich kann es nicht ab, belagert und bedrängt zu werden.

Letzte Woche wollte ich ein paar Geschenke in der „M&M World“ kaufen. Es war ein heißer und sonniger Tag. 38 Grad und kurz vor der Mittagshitze, also so gar nicht mein Wetter. Als ich an der entsprechenden Ecke ausstieg, fand ich es aber aus unerfindlichen Gründen gar nicht so heiß und ich dachte, ach, wenn ich schon mal hier bin, dann kann ich ja auch eben noch da und da hin und vielleicht auch noch nach dort.

Ich ging zuerst zu „Costa Coffee“ und erstand einen sehr leckeren eisgekühlten Hibiscus-Ginger-Tea. Der hatte mich bei den letzten beiden Besuchen schon so angelacht, als ich allerdings dringend was mit Koffein benötigte. Generell kann ich euch diese Kette nur allerwärmstens ans Herz legen. So viele leckere Sachen haben die! Und sind oft nicht ganz so voll wie Starbucks. Dazu kommt, dass deren Hygienesiegel (darüber muss ich unbedingt noch mal schreiben!) bisher in allen von mir besuchten Filialen Grün ist, einige Starbucks-Filialen (gerade die an besonders beliebten Plätzen) haben nämlich nur Gelb. (So, Costa Coffee, jetzt könntet ihr mich eigentlich mal zum Dank auf ein Gratis-Getränk einladen! Hihi.)

Mit dem köstlichen Eistee in der Hand schritt ich beschwingt die Straße herunter und wurde auch kaum genervt. Stattdessen war für sonstige Verhältnisse kaum was los, im Schatten war es ganz erträglich, keiner rotzte, die Leute hielten mir keine Selfie-Sticks/Zettel/Uhren/Hubschrauber/whatever unter die Nase und es war einfach ein schöner Tag. Hach!

„Guck mal an, die Nanjing Road!“ dachte ich. „Vielleicht wird das ja doch noch was mit uns!“ und freute mich. Weiterlesen

Drachenboot-Festival 2015

Am Montag ist hier Feiertag. Dann steigt nämlich das Drachenboot-Festival. Ausnahmsweise kann ich jetzt mal ganz lässig abwinken und sagen „Jaja, kenne ich schon lange. Gähn.“

Denn: Das kenne ich tatsächlich schon. In Düsseldorf gibt’s das auch. Da gibt es einmal das Drachenboot-Festival am Unterbacher See sowie den Dragon Boat Cup Düsseldorf, der im September bereits zum 19. Mal im Becken vom Medienhafen stattfindet. Warum im September anstatt jetzt bald, weiß ich auch nicht. Ich meine, früher wäre das mal im Juni gewesen.

Letztes Jahr waren wir zu dritt da und wussten da noch nicht, dass wir das nächste Dragonboat Festival in China erleben würden. So verrückt! Weiterlesen

Der Disney-Store in Shanghai ist eröffnet!

Vor gar nicht langer Zeit – genauer gesagt am 4. Mai – entdeckte ich zufällig, dass in Lujiazui ein Disney Store gebaut wird. Lujiazui ist eine Gegend von Pudong und meine Hood, wie ich immer so schön sage. Zwar hatte ich die Baustelle schon mehrfach gesehen, aber die Disney-Hinweise wurden dann erst deutlich.

Ich war völlig aus dem Häuschen. Der weltgrößte Disney Store sollte es werden und einen Vorgeschmack auf den Park geben, der nun 2016 fertig werden soll. Whoaaaah! Wie geil!

Letzten Mittwoch wurde der Laden auch schon feierlich eröffnet. Mir war klar, dass es mega voll werden würde und ich wohl keine Chance haben würde. Als ich am nächsten Tag las und sah, wie voll es tatsächlich war, verschob ich meinen Besuch in einen Tag in der näheren Zukunft. Ist ja nun nicht so, als würde ich nicht hier wohnen und so. ;)

Heute Morgen entschloss ich spontan, es zu versuchen und siehe da: Die Schlange war gar nicht so lang. Der Weg in diese gestaltete sich allerdings etwas schwierig. Der Eingang ist quasi schräg gegenüber einem Ausgang der Super Brand Mall. Dort kann man aber nicht die Straße überqueren, sondern muss oben auf eine ringförmige Fußgängerbrücke. Es wurden extra Rolltreppen und ein Aufzug gebaut, damit man von da aus direkt runter zum Disney Store gelangen kann, aber der Zugang ist noch nicht eröffnet. Also nahm ich den Abgang zum Oriental Pearl Tower, lief daran vorbei, eine ganze Ecke weiter zum Fußgängerüberweg und dann wieder zurück. Das ist zwar nicht so weit, aber vom Weg her irgendwie albern.

Da stand ich also in der Phantasialand-Schlange (wie ich diesen mit Bändern abgetrennten Wartebereiche immer nenne) in der grellen Vormittagssonne und… Schwitzte. Aber ich wusste ja, wofür. ;)

Wie aufregend! Gleich würde ich im weltweit größten Disney Store sein! Ich träumte von einem Merchandising-Paradies mit all meinen liebsten Disney-Figuren und war voller Vorfreude.

Zum Glück ging die Schlange recht zügig voran und ging nach einigen Metern auch überdacht und damit im Schatten weiter. Insgesamt wartete ich vielleicht 20 Minuten, ich habe nicht auf die Zeit geachtet.

Im Vorfeld hatte ich schon ein paar verheißungsvolle Bilder gesehen. Die könnt ihr euch hier angucken (*klick*).

Am Eingang bekamen alle ein Körbchen in die Hand gedrückt und los ging’s!

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Fundstück: Deutscher Flyer zum Polizeichor

wpid-img_20150509_101813.jpgShaoshi und ich waren neulich zusammen im Polizei-Museum, das ja eigentlich „Shanghai Museum of Public Security“ heißt. Das war sehr lustig. Hier geht’s zu ihren Eindrücken und hier zu meinem, als ich schon mal mit Felix und Pascal da war.

Bei meinem Besuch mit Shaoshi habe ich auch das Foto links aufgenommen. Die Qualität ist leider furchtbar schlecht. Es zeigt zwei Flyer. Der rechte ist auf Chinesisch (und hat auch ein kleineres Format) und auf dem linken steht groß „Der Polizeichor Shanghai der Volksrepublik China“. Es war nicht das einzige Exponat mit deutscher Aufschrift, aber das sprang mir ins Auge. Weiterlesen