Von Schafskäse und Schampus

Diese Alliteration im Titel musste sein. Herrlich, wie dekadent das klingt! :D

Die Tage wurde hier im Hause Peters ordentlich geschlemmt:

Ich hatte nämlich das hier, Champagner-Trüffel von Heinemann! Whooooohoooooooooooo! Mittlerweile sind die natürlich alle schon aufgefuttert.

Also ehrlich, wenn ihr da mal ‚rankommen könnt: Ergreift die Chance! Die sind einfach sooooo gut! Sie kosten etwas, aber sie sind jeden einzelnen Cent wert.

Uuuuuund, dann hatte ich das hier:

ICH HABE GEILEN UND BEZAHLBAREN FETA GEFUNDEN! Weiterlesen

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Der erste Besuch back in Germany

Nach acht Monaten Shanghai waren wir nun für ein paar Tage in Deutschland. Das war schön, anstrengend und vor allem eins: Komisch. Bisher habe ich den Besuch noch nicht so richtig verarbeitet, aber lasst mich meine Gedanken stichwortartig, alles andere als vollständig und völlig willkürlich zusammenfassen:

  • Düsseldorf ist immer noch schön.
  • Düsseldorf hat drölfzig tausend Baustellen, die mich nach wie vor wahnsinnig machen.
  • Düsseldorf ist plötzlich klein.
  • In Düsseldorf gibt es wirklich so leckeres Essen, wie ich es in Erinnerung hatte.
  • Deutsche Drogeriemärkte sind ebenfalls so super, wie ich sie in Erinnerung hatte.
  • Ich habe die frisch gepressten Säfte vermisst. Früher hätte ich es nie für möglich gehalten, dass ich mal regelmäßig einen Mix namens „Mama said“ trinken würde, der aus Apfel-, Karottensaft (!!) und Ingwer besteht. Ich kaufte einen fertigen Smoothie mit Karotte und Mango. Der war auch ganz lecker, aber nicht dasselbe. Machste nix.
  • Alles ist so günstig! Ich war in einem Bio-Supermarkt, der eigentlich eher kostenintensiv ist. Mir kamen alle Produkte wie Schnäppchen vor. Shanghai ist einfach so teuer!
  • Ich bin eh nicht so der Fleisch-Esser, hier in Shanghai habe ich mir das jedoch weitestgehend abgewöhnt. In Deutschland aß ich plötzlich relativ viel: Schweine- und Rinderfilet (wenn schon, denn schon!), Bifi (als Kontrast, ähem), Currywurst, kalten Braten als Brötchenbelag (hmmmm!), Leberwurstbrot… Und wahrscheinlich noch mehr.
  • Ich habe unbewusst immer nach einem Hygiene-Smiley gesucht, wenn ich in ein Restaurant oder so ging. Das habe ich mir hier so angewöhnt.
  • So viele tolle Leute habe ich getroffen.
  • Natürlich hat sich einiges verändert, das ich nicht mitbekommen habe. Aber im Großen und Ganzen waren alle Widersehen gar nicht komisch oder so. Hach! Davor hatte ich wirklich Schiss!
  • Es ist trotzdem scheiße, wenn Familie und Freunde so weit weg sind.
  • Felix liebt seine Familie sehr und vermisst sie schrecklich.
  • Mir war nicht klar, dass ich Small Talk beim Einkaufen vermissen würde.
  • Plötzlich verstehen einen alle und ich verstehe auch alle anderen.
  • In Düsseldorf wohnen mehr Chinesen als es mir vorher bewusst war und ich hatte ständig (ehrlich!) Chinesen hinter mir in der Schlange und so, die sich in ihrer Sprache unterhalten haben.
  • Gefühlt war mindestens jeder Zweite auch mal in China. Zumindest habe ich drölf Millionen Small Talks darüber gehalten, wenn das zur Sprache kam.
  • Felix und ich sind viel Bahn gefahren und auch mal Bus. Das fand er toll!
  • Außerdem waren wir auf deutschen Spielplätzen. Die sind schon toller.
  • Überall ohne VPN surfen! Voll gut!
  • Was es aber auch überall gab: Wespen. So viele! Die vermisse ich echt mal so gar nicht!
  • Eine Vielfalt an belegten Brötchen und Kuchen ist was Tolles.
  • Ich habe Leitungswasser zu mir genommen.
  • Ich musste mir nie Gedanken über die Luftwerte machen.
  • …Wohl aber, ob das alles überhaupt in die Koffer passt, was ich eingekauft habe.
  • China ist zwar sehr kinderfreundlich, aber Deutschland hat sich in der Hinsicht von seiner allerbesten Seite gezeigt.
  • Dass die Chinesen im Pyjama auf die Straße gehen, mag uns zwar befremdlich erscheinen, aber…. Also wenn man sieht, was die Deutschen manchmal tragen… Da fällt mir auch nichts mehr ein. ;)
  • Wenn ich aus meinem Leben in China erzählte, fühlte sich das surreal an. An so Vieles habe ich mich gewöhnt und an Manches nicht. Es ist so, wie ich fürchtete: Die Probleme sind hier andere, die kann man nur verstehenm wenn man auch gerade hier wohnt.
  • Das Wetter war unglaublich wechselhaft. Von langer Hose, langem Oberteil, Socken, geschlossenen Schuhen und Jacke bis Flip Flops mit ärmellosem Kleid war alles dabei. In dem kurzen Zeitraum!
  • Wenn es heiß war, fand ich das unangenehmer als hier in Shanghai. Dass ich das mal sagen würde!! Durch die Klimaanlagen kann ich das hier besser aushalten. Ich weiß, dass spätestens, wenn ich nach Hause komme, es kühl sein kann. In Deutschland fand ich es drinnen dann dagegen unerträglich heiß und stickig.
  • Deutsche wissen es oft gar nicht zu schätzen, wie gut sie es haben.
  • …to be continued.

Und die wichtige Erkenntnis: Ich freue mich, wieder zuhause zu sein. :) Das hatte mir im Vorfeld nämlich ein wenig Sorgen gemacht. Es hätte ja auch sein können, dass ich am liebsten in Deutschland bleiben wollen würde.

Akute-Drogeriemarkt-Vermissung

Neulich hatte ich schon mal einen Anfall von Garten-Vermissung, nun sind es die Drogeriemärkte.

Konkret sind das dm und Rossmann. Ich liebe es dort, kann mich da stundenlang aufhalten und stöbern. Besonders oft war ich seit der Geburt meines Sohnes da, denn irgendwas braucht man immer. Wirklich. Und auch Dinge, die man eigentlich nicht braucht, kann man da gut kaufen. Lasst es euch gesagt sein. ;)

Reinigungsmittel, Lebensmittel, Kosmetikprodukte, Hygieneartikel,… Es ist alles dabei.

Heute Morgen war ich bei „Watsons“, das ist eine Kette, die man hier oft findet. Der im Kerry Parkside in Pudong ist nun endlich fertig renoviert. Klar gibt’s da viel Kram und ich kaufe da auch Allerlei, aber… ABER! Es ist bei Weitem kein vergleichbares Einkaufserlebnis.  Weiterlesen

Anekdote #17: From Sarah With Love

Wer mir auf Twitter folgt, hat es vermutlich mitbekommen:

Freitag war ich unterwegs und als wir gerade den Rückweg von Puxi antraten, schaltete der Fahrer eine CD an. Ich war etwas verwirrt. Das macht er nämlich sonst nicht. Ab und zu macht er mal das Radio an, aber ich bin immer ganz froh, wenn er das bleiben lässt. Er hört nämlich gerne eine Diskussions-Sendung, in der die Leute sich im Studio unterhalten und hin und wieder Leute anrufen.

Es wird euch nicht überraschen, dass diese Sendung komplett auf Chinesisch ist. Und auch nicht, dass diese mich daher überhaupt gar nicht interessiert.

Musikalisch sind wir auch nicht gerade auf einer Wellenlänge. Er mag chinesische Schnulzen. Ich nicht. Ich mag internationale Pop-Songs. Er nicht.

Also bleibt das Radio meist aus und ich dachte, damit haben wir einen guten Kompromiss gefunden.

Bis Freitag. Da startete er besagte CD und ich dachte bei den ersten Klängen noch „Ach, guck an, klingt wie From Sarah With Love.“ Nach ein paar Takten war klar: Es war besagtes Lied.   Weiterlesen

Warum ich den Sommer nicht in Deutschland verbringe

Ich habe diesen Text schon vor Wochen geschrieben und als ich fast fertig war, ergab es sich spontan, dass wir doch für ein paar Tage nach Deutschland fliegen werden. (Allgemein gesehen: „Hurra!“. In Hinsicht auf diesen Text: „Gnaaaaah!“)

Da wir allerdings nur kurz in die Heimat zurückkehren, passt der Text trotzdem. Denn hauptsächlich geht es ja darum, warum ich nicht den ganzen Sommer in Deutschland verbringe wie so viele andere.

Es wird wärmer und wärmer und die Schulen und Kindergärten haben bald (beziehungsweise jetzt inzwischen schon seit über zwei Wochen) Sommerferien. Die sind hier ganz schön ausufernd, in unserem Fall sind es neuneinhalb Wochen. (Und haben nichts mit dem gleichnamigen Film zu tun. Sie sind nur ewig lang. Hihi.)

Zum Glück findet acht Wochen davon ein „Summer Camp“ statt. Nein, das bedeutet NICHT, dass die Kinder wegfahren, sondern da gibt es extra Gruppen. Diese sind anders zusammengewürfelt als sonst und man kann sie wochenweise buchen. Jede Woche wird ein anderes Thema behandelt. Ich bin dafür so unendlich dankbar, denn ohne Kita ist der Kleine absolut nicht ausgelastet. Egal, was wir unternehmen und wie viele Stunden am Stück er Laufrad fährt und überhaupt. In den letzten Wochen hat er noch mal einen Schub gemacht und ist seitdem wie ein kleines Duracell-Häschen. Unglaublich. Ich bin etwas neidisch. So viel Kaffee könnte ich gar nicht trinken, als dass ich da mithalten könnte!

Naja, wie dem auch sei, die heiße Sommerzeit hält ganz langsam Einzug. Meine Begeisterung hält sich arg in Grenzen und ausnahmsweise teilen auch mal viele andere meine Meinung, dass Hitze doof ist und schwitzen solidarisch mit. Das ist ein schönes Gefühl. Kenne ich sonst nur wenig.

Die meisten Expat-Frauen packen ihre Kinder und ihre Siebensachen und fliegen nach Hause. Für mindestens vier Wochen, die meisten aber für sechs oder acht oder sogar mehr. Und im Anschluss hängen sie noch einen gemeinsamen Urlaub mit dem Vater dran.

Das ist natürlich insofern blöd, dass es hier wahrscheinlich ziemlich ausgestorben sein wird. An Chinese New Year war es hier teilweise so ruhig wie in einer Geisterstadt (*klick*). Das war krass. Es kommen aber auch einige Neue, weil im August die Schule anfängt und der Sommer für den Umzug und die Umgewöhnung genutzt wird. Weiterlesen

Anekdote #12: Gesperrte Accounts sind doof

Ich weiß nicht, wer von euch schon mal das Lexikon auf diesem Blog gelesen hat. Aber darin erkläre ich auch, was „VPN“ ist. Der Einfachheit halber kopiere ich den Text mal hierher:

VPN ist eine Software, die uns trotz der Zensur erlaubt, auf Webseiten wie Facebook, Google, YouTube und Twitter zuzugreifen. VPN bildet einen Tunnel und wir gehen so in einem anderen Land online. Leider werden Schnelligkeit und Akkuleistung dadurch verringert, was gerade unterwegs ganz schön nerven kann. Aber besser als ohne. ;) China mag das nicht und deswegen werden die Anbieter oft attackiert und die Verbindung funktioniert entweder gar nicht oder ist sehr langsam.

Am Wochenende hatten wir mal wieder arge Probleme damit und immer mal wieder ging fast nichts. Das war ätzend. Wir wechselten also ständig das Land und hofften auf Besserung. Zwar nur virtuell, aber das wäre in Echtzeit gar nicht machbar gewesen.

Das fällt aufmerksamen Technologien auf und so kam es, dass Twitter meinen Account sperrte, weil die Anmeldungen verdächtig aussahen und sie befürchteten, dass jemand den für irgendwas Illegales verwendet. Gnaaaaaaaaaaah!

Die Intention dahinter ist ja toll, aber… Grmpf. Zum Glück ließ sich das relativ schnell wieder beheben.

Akute Gartenvermissung

Ich leide an einem akuten Fall von „Gartenvermissung“. Und ja, das Wort heißt so. ;)

In Deutschland hatten wir einen Garten. Hier nicht, nicht mal einen Balkon. Letzteres ist gar nicht mal so schlimm, denn wir wohnen relativ weit oben in einem Hochhaus und auch wenn andere Wohnungen einen Balkon haben – mir wäre ein wenig zu mulmig dabei. Vor allem mit Kleinkind. Zu unserem Compound gehört ein weitläufiger Park mit viel Rasenfläche, einen Spielplatz, einem Schwimmbad und so weiter… Aber das ist nicht dasselbe wie ein Garten.

Wir hatten uns bewusst gegen ein Häuschen mit eigener kleiner Grünfläche und für eine Wohnung in einem Hochhaus entschieden. Entweder ist es zu heiß oder die Luftwerte sind zu schlecht, dachte ich mir. Die Tage, in denen wir den Garten wirklich nutzen würden, wären zu wenige als dass es sich lohnen würde. Momentan sind aber solche Tage, an denen es sich lohnen würde.

Dazu kommt, dass das Wetter nun auch in Deutschland sommerlich wird und mich nun über diverse Social-Media-Kanäle Bilder aus Gärten erreichen. Und ein paar Newsletter preisen mir auch noch cooles Spielzeug an, das man da super verwenden könnte.

Überall sehe ich nun Kinder, die in ihren Sandkästen herumbuddeln. Im Planschbecken planschen. Den Kinderrasenmäher herumschieben. Mit dem Waterplay spielen. Seufz. Gerade Letzteres trifft mich. Googelt mal in der Bildersuche „Waterplay Niagara“. Wenn ihr da nicht völlig begeistert seid, weiß ich auch nicht. Wir haben das vergangenes Jahr gekauft, Felix war hin und weg und konnte sich stundenlang damit beschäftigen.

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