2016/03/17: Verpackungsverwirrungen und Vermischtes

Zuerst muss ich euch noch ein Bild von gestern Abend zeigen. Ich habe im Supermarkt kleine Snack-Tütchen gekauft, die gar nicht mal so teuer waren.

Was mich hier übrigens ein bisschen kirre macht: Ich bin so’n Zutatenlisten-Leser. Und entweder kann ich das hier nicht, weil die – überraschend, ich weiß! – in chinesischen Schriftzeichen gehalten sind und ich dafür die Übersetzungs-App anschmeißen müsste, oder es ist ein importiertes Produkt. Und dann werden hier sehr gewissenhaft Aufkleber über die Zutaten geklebt, auf denen diese dann eben auf Chinesisch aufgelistet werden. Und dann käme wieder die App ins Spiel und die braucht Internet und überhaupt, ist das nicht so einfach.

Neben den Snack-Tütchen mit „Crunch-Bites“ aus getrockneten Früchten, Nüssen und sowas hing eben auch diese Tüte vom Foto. Ich dachte, da wären halt gebackene Cashews drin. Was anders ist da ja nicht abgebildet. Und auf den anderen Packungen war ziemlich deutlich zu erkennen, dass da so eine Art quadratische Müsliriegel-Häppchen drin sind. Man HÄTTE natürlich wegen der Aufschrift „Cashew CRUNCH“ drauf kommen können. Aber hier wundert mich in Sachen Verpackungsbeschriftung eh nix mehr. Egal, wie stylish das aussieht.

Dazu möchte ich gerne einen passenden Tweet zitieren, den Shashi gestern postete:

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie der aufmerksame Leser bereits auf dem Beitragsbild erkannt hat, handelte es sich gar nicht um gebackene Cashewkerne, sondern müsliriegelartige Quader. Lecker und so, aber nun mal keine Nüsse, auf die ich mich eigentlich gefreut hatte. Buuuuuuuh!

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2016/01/17: Bimmelbahn und Feta

Heute waren wir auf der Nanjing Lu unterwegs. Die mag ich wegen ihrer aufdringlichen Verkäufer immer noch nicht besonders. Aber heute Vormittag war wenig los und deswegen war es ganz schön. Wir waren auf der Suche nach neuen Sneakern für Pascal, blieben aber bisher erfolglos. Dafür amüsierte ich mich prächtig über die Kleidung der Schaufensterpuppe auf dem Foto. Ja, ich weiß, viele Chinesen haben im Schlafzimmer keine Heizung und deswegen ist die Notwendigkeit vermutlich gegeben. Aber trotzdem, hihihi!

Dafür sind wir endlich mal mit einer dieser kleinen Bimmelbahnen gefahren, die dort auf und ab tuckern. Wir versuchen nämlich, Mister Fußfaul den Buggy abzugewöhnen und hatten keinen mit. Den ersten Teil der Strecke hat er auch super mitgemacht, aber dann war er tatsächlich müde und so haben wir das ganz gut überbrückt. Anstehen mussten wir nicht, denn wie gesagt, war es wenig los und da fahren diverse Bahnen. Die Fahrt war echt schön, besonders für Felix war das natürlich ein Highlight. Für dieses Erlebnis haben wir sehr tief in die Tasche gegriffen und pro Person ganze fünf RMB berappt. Das sind etwa siebzig Cent. Hier ist zwar vieles teuer, aber zum Glück nicht alles. ;) Weiterlesen

Ein Weihnachtsmarkt in Shanghai

christkindlmarkt2015In Shanghai gibt es nicht nur einen, sondern gleich mehrere Weihnachtsmärkte. Manchmal frage ich mich schon, was es hier nicht gibt. Also wenn man nur lange genug sucht und das eine oder andere Auge zudrückt. Aber ich will nicht abschweifen. ;)

Ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass diese Weihnachtsmärkte was taugen. Letztes Jahr habe ich ein bisschen was von dem am Kerry Center in Pudong mitbekommen. Ob der auf- oder abgebaut wurde, weiß ich schon gar nicht mehr. Jedenfalls ist der eher klein, ihm fehlte der Flair und alles in allem haute er mich nicht vom Hocker. Da wusste ich schon, dass man für die Märkte hier einen nicht unerheblichen Eintritt zahlen muss und das wäre es mir in dem Stadium, das ich da sah, nicht wert gewesen. Zumindest nicht, um echte Weihnachtsstimmung aufleben zu lassen.

Meine Begeisterung hielt sich dann auch in Grenzen, als Pascal mir einen Artikel mit den diesjährigen Weihnachtsmärkten und deren Beschreibung zusandte. Aber naja, warum nicht?

Unsere (beziehungsweise seine) Wahl fiel auf den „Christkindlmarkt“ im Paulaner in der French Concession in Puxi. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war der nur am Nikolauswochenende und wir wollten erst Freitagabend hin, verschoben unser Vorhaben aufgrund des Wetters und einer Erkältung meinerseits aber auf Sonntagvormittag.

Der Paulaner soll kulinarisch (ich war in dem noch nie drin) nicht sooo gut sein wie die andere Filialen, aber das Gelände ist relativ groß und ein bisschen wie ein verwinkelter, verwunschener Garten angelegt und hat einen ordentlichen Bestand an hohen Bäumen. Gerade, wenn man die Lage beachtet. Das gefällt mir gut.

In diesem Garten waren um die sechzig Buden aufgebaut. Eine ordentliche Menge also. Und alle Buden waren richtig nette Holzhäuschen, wie man das vom Weihnachtsmarkt eben so kennt. Ich hoffe, die Fotos fangen das so halbwegs ein. Weiterlesen

Mein erstes Mal im Transrapid. Oder: Was für ein Tag! Uff.

Neulich bin ich das erste Mal Transrapid gefahren. Wobei der ja hier gar nicht „Transrapid“ heißt, sondern „Maglev“. Das ist übrigens nicht russisch oder so, „Maglev“ steht für „Magnetic Levitation Train“ und wiederum bedeutet „Magnetschwebebahn“. Das habe ich extra für euch recherchiert. Wenn ihr mehr Details wollt, könnt ihr das hier bei Wikipedia selber machen: https://de.wikipedia.org/wiki/Transrapid_Shanghai.

Aber eigentlich heißt er trotzdem „Transrapid“. Hilft euch aber nix, weil auf den Schildern „Maglev“ steht. In Amerika wird das übrigens auch bald so sein, ich habe nämlich gelesen, dass dort eine Strecke gebaut werden soll, die Los Angeles und Las Vegas miteinander verbindet. Eine prima Idee, wie ich finde. Und ein bisschen witzig, dass der dann nicht nur zwei Mal außerhalb Deutschlands gebaut wird, sondern auch noch auf zwei anderen Kontinenten.

Egal. Zurück zur Story. Vorletzte Woche war es mal wieder soweit, ich brachte Besuch zum Flughafen. Mit Viktor habe ich übrigens gleich zwei neue Sachen angeguckt. Darüber muss ich auch noch bloggen, aber wie das halt so ist, hat mein Tag nun mal auch nur 24 Stunden.

Der Weg zum Flughafen Pudong ist, obwohl wir auch in Pudong wohnen, von uns aus relativ lang und dauert bei normalem Verkehr etwa eine dreiviertel Stunde oder etwas mehr. Ich plane immer eine Stunde ein und bin damit bisher gut gefahren. (Einen Euro in die Wortspielkasse, bitte!)

Ich mag unseren Fahrer ansonsten sehr, aber an dem Tag nicht ganz so. Er war nämlich nicht ganz auf der Höhe und  fuhr ziemlich scheiße. Die Brückenbegrenzung kam zwei Mal ganz schön nah. Mir blieb nicht viel übrig, außer ihn ein paar Mal anzuschnauzen, denn ich hoffte auf das Adrenalin. Anhalten und Aussteigen war leider keine wirkliche Option. Streckenweise ist da nicht viel Drumherum und da ein Taxi bekommen, erschien mir eher aussichtslos. Selbst fahren war ebenfalls keine Alternative, ich habe nämlich keinen chinesischen Führerschein. Weiterlesen

Anekdote #36: Herbst und H&M

Tari-tara, der Herbst ist da. Es ist zwar mit 17 Grad schon ein bisschen kühl geworden, aber für die dicken Winterjacken, die einige Chinesen – und besonders die chinesischen Kinder – schon tragen (müssen), nun auch noch ein bisschen warm. Aber das kenne ich ja schon.

Wie dem auch sei, da es abends schon mal ein wenig auskühlt, haben wir die Klimaanlage von „kalt“ auf „warm“ umgestellt. Wir heizen ja auch damit. Was hier nicht ungewöhnlich ist. Und eher suboptimal. Die hängt nämlich unter der Decke und warme Luft steigt bekanntlich nach oben. Die Nachbarn über uns haben also eine Fußbodenheizung. Die unter uns halten vom Heizen anscheinend nichts, sind nie da oder vielleicht haben die ihre Klimaanlage auch auf kalt eingestellt. Man weiß es nicht. Von unten ist es nämlich immer arschkalt, wir haben also quasi eine Fußbodenkühlung anstatt -heizung. Gerade mit Kleinkind, das – und mit dem – man viel auf dem Boden spielt, natürlich ganz großes Kino.

Naja. Ich trage zuhause gerne Jogginghosen, äh, Yogapants, äh… Homewear. Nun sind die aber unten offen und für die richtig winterlichen dicken Kuschelhosen ist es noch zu warm. Um diesem wirklich dramatischen Problem entgegenzuwirken, entschloss ich mich, dass ich – genau wie die beiden Herren in diesem Haushalt – eine Jogginghose mit Bündchen an den Knöcheln brauche. Dringend.

Gestern nahm ich mir vor, das heute in der kindfreien Zeit kurz zu erledigen. Bei H&M hatte ich die Tage welche in der Herrenabteilung gesehen, aber da hatte ich keine Zeit, eine anzuprobieren. Mir war schon klar, dass ich hier größenmäßig keine andere Chance haben würde und gar nicht erst woanders hingehen brauche.

Als ich diesen Entschluss fasste, las ich etwa zeitgleich, dass heute bei H&M der große Verkauf von Balmain-Klamotten starten würde. Bei den Designer Editions ist es dann gerne mal rappelvoll. Mir war gar nicht klar, dass Balmain so bekannt ist. Aber ich hab ja auch keine Ahnung. ;)  OK, die Firma sagte mir was, aber ich kannte die von der Arbeit her. Weiterlesen

Ausprobiert: „Matcha Latte“

Matcha

Bevor ich hierher kam, dachte ich, es könnte schwierig werden, an anständigen Kaffee zu kommen. Hahaha! Süß. Hier gibt’s tausende Filialen von großen und kleinen Kaffee-Ketten. Und dann auch noch eine viel größere Vielfalt als in Düsseldorf.

Heute war ich endlich mal in einem „Gloria Jean’s Coffee“. Die kommen aus Australien und die Dependance in der Seite der Super Brand Mall ist echt schön aufgemacht.

Pascal wollte eigentlich eine Art Saft-Slushie trinken, aber der Mixer war wohl kaputt oder was auch immer. Jedenfalls konnten wir aus der Kategorie nichts ordern. Stattdessen teilte er sich mit Felix eine fertige Saftschorle. Die stelle ich euch noch separat vor.

Ich war von den zahlreichen Kaffee-Varianten sehr angetan, fragte mich heimlich, warum ich vorher noch nie hier war und liebäugelte ein wenig mit Espresso im Stile von „Crème brûlée“. Ich meine: Hallo? Klingt das geil oder was?

Allerdings las ich auch „Matcha Latte“ auf der Karte und den wollte ich schon lange mal testen. Ich bin heimlicher Instagram-Hipster, dass ich das bisher noch nicht getrunken habe, ist eh unglaublich.

Matcha ist fein gemahlenes Grüntee-Pulver, deswegen voller Antioxidantien und überhaupt, es ist der heiße Scheiß. Ich hatte schon mal bei der Konkurrenz Käsekuchen damit gegessen. Bei Starbucks gab es da vorletzten Monat oder so eine Aktion mit ganz viel Matcha-Kuchen und -Gebäck. Da mochte ich das und fand den Geschmack von grünem Tee lecker. Hier ist der dauerhafter Bestandteil des Sortiments und ich hielt das für ein gutes Zeichen.

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Ausprobiert: Vapiano

Gestern waren wir bei Vapiano essen.

Moment… Was? Nein, wir sind nicht klammheimlich nach Deutschland geflogen. Wir waren in unserer gewohnten Hood in Lujiazui. In der Nähe vom Paulaner, direkt neben dem „TGI Friday’s“ und gegenüber der Super Brand Mall.

Rund um unseren Look and See im November erfuhr ich, dass dort ein Vapiano gebaut werden würde. Als wir dann herkamen, stand an dem riesigen Bauzaun nur der Hinweis „Cooking soon“ (haha) und die Jahreszahl 2015. Sehr konkret. Das Twitter-Team vom Vapiano konnte mir auch keine Details nennen.

Die Zeit verstrich und man konnte manchmal durch die geöffnete Tür im Bauzaun erkennen, dass da ordentlich gearbeitet wurde. Vor zwei Wochen oder so, war es endlich so weit und dieser wurde abgebaut. Für chinesische Verhältnisse dauerte es also quasi ewig, bis der Laden fertig war. ;) Whohoooo! Am Folgeabend sahen wir sogar, wie darin die Mitarbeiter geschult wurden.

Wie aufregend!

Es sollten aber noch ein paar Tage vergehen, bis wir es endlich dorthin schafften. Gestern war es soweit. Es war ein bisschen merkwürdig. Wie man oben auf dem ersten Bild erkennen kann, sieht es halt aus wie… Ein Vapiano. Nur eben mit zusätzlichen chinesischen Schriftzeichen. Weiterlesen