2016/10/03: Vom Bügeln. (Spannender wird’s nicht.)

Ich habe heute gebügelt.

Dazu muss man sagen, dass ich das höchst selten mache. Denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass man die meisten Sachen gar nicht bügeln muss. Das galt allerdings nur für unsere Waschangelegenheiten in der Heimat. Die hiesige Waschmaschine schleudert irgendwie so doll oder keine Ahnung, was die macht – jedenfalls ist alles immer knitterig und man muss überraschend viel glätten. Normalerweise macht das die Ayi, aber die hat ja jetzt frei und wir nicht mehr so viele Klamotten.

Ursprünglich wollte ich nur ein paar Teile bügeln und dann war ich so schön dabei und habe fast alles weggebügelt. Yay!

Bevor ich in diesen Rausch kam, musste ich allerdings noch was erledigen. Anfangs bekam ich nämlich leider einen mittelschweren Tobsuchtsanfall, der sich vor allem darin äußerte, dass ich viele Schimpfworte nutzte. Weiterlesen

Anekdote #71: Die Definition von „schmutzig“

Heute erzähle ich euch mal eine etwas ältere Anekdote dieses Sommers. Ansonsten kann ich nämlich nur über Seefracht-Stress labern und das ist selbst mir gerade schon zu langweilig. ;)

Eventuell habe ich folgende Geschichte schon erzählt, ich verliere da gerne mal den Überblick, wo ich was wann und wem mitgeteilt habe. Sorry, da müsst ihr durch.

Vor einiger Zeit waren wir mal Freunde in einem anderen Compound besuchen und bei denen Schwimmen. „Yanlord Town“, glaube ich, heißt der. Neben dem „normalen“ Schwimmbad hat der noch „Baby Pools“. Das sind drei niedrige Pools, sogar mit Rutsche und so und echt super. Man muss zwar jemanden kennen, der da wohnt, aber dann zahlt man nur läppische 10 RMB Eintritt. Für sich, das Kind kommt umsonst ‚rein. Oder wahrscheinlich fürs Kind und man selbst ist die Begleitperson. So genau weiß ich es nicht mehr. Die Leute finden es eh sehr befremdlich, dass wir alle sehr viel Spaß mit der Rutsche und so weiter hatten und nicht nur maximal bis zu den Knien im Wasser waren und mehr oder weniger zusahen. Weiterlesen

2016/08/23: Müde und melancholisch. Ok, und ein paar Bilder.

Ich bin gerade einfach sehr müde. Erst war Pascal krank, dann war Felix krank und weil aller „guten“ Dinge drei sind, war ich dann auch noch krank. Der Besuch ist mittlerweile wieder weg. Schön war’s, so ist das nicht. Nun bewundere ich bewundere jedoch gerade das Problem zweier Berge, die sich hier mittlerweile aufgestapelt haben, die da heißen „nach-dem-Besuch“ und „nachdem-Kind-und-ich-jeweils-krank-waren“.

Jetzt ist es nicht so, als hätte ich nichts geschafft, aber. ABER! Es ist sehr müßig, weil ich so viele Kleinigkeiten organisiere und alles nicht so richtig rund läuft. Nur mal so als winziges Beispiel: Mein Mann ist ja Anzugsträger und daher brauchten wir hier von Anfang an ein Bügeleisen. Das haben wir also direkt gekauft und das war auch gar nicht mal so billig und ein Markenprodukt. Als dann die Seefracht mit unserem sonstigen Bügeleisen kam, haben wir das andere gut weggelegt, damit wir das am Ende wieder nutzen können. Jetzt haben wir nicht sooooo viele Möglichkeiten, wo das sein könnte, aber ich kann das einfach nicht finden und das ärgert mich fürchterlich.

Kann mir einer von euch verraten, wo ich das Ding hingetan habe? Denn wenn ich das nicht mehr rechtzeitig finde, nutze ich das hier bis zum Schluss und kaufe mir im Zweifelsfall in Deutschland ein Neues. Das hat hier eh gelitten, weil wir (ok, ok, die Ayis…) kein destilliertes Wasser mehr benutzet haben.

Damit ihr nicht denkt, ich habe euch vergessen, hier mal ein paar Fotos, die ich heute beim Durchgehen meines Handys bei Instagram hochlud. Ich weiß ja, dass hier ganz andere Leute lesen. ;)

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Summer in the city. #thechineseway #shanghai #china

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Es sind immer noch relativ konstant 35 Grad und ich kann nicht mehr. Ein paar Grad weniger wären wirklich schön. Weiterlesen

Anekdote #69: Paket oder Päckchen?

Meine Erfahrungen mit der Post sind hier eher gering und beschränken sich normalerweise darauf, dass ich ab und zu zum Briefkasten gehe, da meistens nicht drin ist und dann immer gleich diverse Briefe auf einmal. Liebster Postbote ich schrieb das schon mehrfach, aber: Wenn du keinen Bock hast, dann such dir doch mal einen weniger offensichtlicheren Weg.

Im Briefkasten befinden sich normalerweise Rechnungen und ganz selten mal ein persönlicher Brief. Außerdem bekommen wir viel Pakete, weil wir jede Menge Zeug online bestellen.

In die Verlegenheit, selbst was zu verschicken, kam ich bisher aber nicht. Wenn es mal eine Retour gab, kam meistens ein Bote, um das wieder abzuholen. Und als wir einmal Postkarten verschickten, als Besuch da war, gaben wir die einfach dem Fahrer, damit der sich darum kümmert.

Jetzt kam ich die Tage aber mal in die Verlegenheit, selbst was verschicken zu wollen, Hier gibt’s halt diverse Kurierdienste, der bekannteste heißt wohl „Kuaidi“ oder so, damit verschicken die meisten in den Verkaufsgruppen hier. Da kann man wohl anrufen und es kommt wer vorbei.

Man kann aber auch was am Empfang unten abgeben und das über die abwickeln. Das war mir lieber und das sollte ganz einfach sein. Hatte ich gehört. (An dieser Stelle kann man jetzt schon ahnen, dass es einen Haken gab!) War es allerdings tatsächlich auch, zumindest relativ.

Ich setzte also mein charmantestes Lächeln auf und ging zu der Rezeptzionistin, die mich eigentlich nicht besonders mag, deutete auf mein Paket und sie kramte direkt einen Auftragsblock aus der Schublade heraus, auf den ich die Daten notieren sollte. Begann schon mal prima, denn der Stift, den ich zu solchen Zwecken in meine Tasche mitführe, war ausgelaufen und ich saute erstmal alles voll. Also wirklich alles. ALLES! Mit so einer Tinte, die man kaum wieder abgewaschen bekommt.  Weiterlesen

Anekdote #68: Tatütata!

Manchmal weiß ich auch nicht. Heute Morgen hörte ich Sirenen und das hat mich aufschrecken lassen. Denn obwohl wir in dieser Millionenstadt wohnen, nimmt man sehr selten Sirenen wahr. Ich habe keine Ahnung, woran das liegt und wie das statistisch sein kann.

Ich versuchte also, das Tatütata zu orten und guckte überall aus den Fenstern. Irgendwann bemerkte ich, dass sich das Geräusch gar nicht mehr zu bewegen schien und das machte mich direkt nervös. Normalerweise bedeutet das, dass Krankenwagen, Polizei oder die Feuerwehr vor der Tür steht und das ist selten gut.

Zwar war ich alleine zu Hause und musste mir nur um mich Gedanken machen, aber ich brauche vermutlich ganz schön lange, bis ich zu Fuß die ganzen Stockwerke heruntergerutscht bin und das wäre im Brandfall eher schlecht.

Endlich fand ich die Quelle dann. Das Sirenengeheul stammte tatsächlich von der Feuerwehr, die in der Straße neben dem Compound stand. Im Stau.

Ich wiederhole das noch mal, damit ihr euch das auf der Zunge zergehen lassen könnt: Die Feuerwehr stand mit eingeschaltetem Blaulicht im Stau. Und kam nicht vorwärts.

Sollte man da als anderweitiger Verkehrsteilnehmer nicht vielleicht mal alles daran setzen, Platz zu machen…? Aber was weiß ich schon.

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

Anekdote #66: Kleine und große Kinder

Hier ist es so, dass Kinder bis zum Alter von mindestens vier Jahren ziemlich konsequent als „Babys“ bezeichnet werden. Oft auch länger. Wo genau da die Grenze ist, weiß ich nicht genau, ich habe schon spekuliert, dass es bis zum Schuleintritt und dem „Ernst des Lebens“ zusammenhängt. Eigentlich habe ich jedoch keine Ahnung.

In den Umkleidekabinen unseres Schwimmbads – und das ist bei anderen Compounds und öffentlichen Bädern wohl auch so – ist die Geschlechtertrennung sehr strikt. Das klingt jetzt nicht sonderlich überraschend, ist aber im Detail ein Problem. Das gilt nämlich auch für Kinder. Die Grenze liegt meist bei einer Körpergröße ab 80 Zentimetern.  Weiterlesen

2016/07/26: Happy Housewife.

Als ich gerade das Datum schrieb, fiel mir auf, dass der Juli ja schon fast ‚rum ist. Huch? Es ist – ja, das mag überraschen – immer noch warm. Die Nachrichten aus Deutschland waren in den letzten Tagen eher schwierig, um das mal so auszudrücken. Zwar bleibe ich bei meinem trotzigen „Das Leben ist schön!“, aber… Nun ja.

Kommen wir daher zu den weniger ernsten Themen und beginnen mit etwas Fröhlichem:

Ist das nicht niedlich? Ich mag dieses Liedchen so und macht die Hausarbeit gleich viel fröhlicher!

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