2016/10/28: Uff

Ich hätte euch so viel zu erzählen und habe Texte begonnen und wieder aufgehört. Aber diese Woche ist ziemlich vollgepackt und ich bin Strohwitwe. Das bedeutete, dass ich auch abends keine richtige Ruhe habe, weil Felix immer erst sehr spät schläft. Falls ihr mich vermisst, könnt ihr mal auf meinem Twitter-Account vorbeischauen, da bin ich schon mal öfter.

Und auf Instagram findet man mich auch immer mal wieder, so habe ich zum Beispiel gestern folgendes Bild gezeigt:

Meine wenige verbleibende „richtige“ Freizeit habe ich vorhin zum Beispiel für ein spontanes Frühstücksdate mit einer Freundin genutzt. Getreu dem Motto „so jung kommen wir nicht mehr zusammen“ und schließlich muss man das Leben ja auch mal genießen. Und gleich gehe ich nochmal Hosen umtauschen, die Felix nicht gepasst haben, obwohl wir von derselben Marke in derselben Größe und dem angeblich gleichen Schnitt perfekt sitzende haben. A neverending story, die mich in Deutschland schon wahnsinnig macht.

Ach so und vielleicht hab ich ab Montag keine Ayi mehr. Hier ist also alles wie immer. ;)

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

2016/10/21: Regen, Regen, Regen… Und Pakete.

Heute vormittag hatte ich so’n bisschen den „After-Besuchs-Blues“ und überhaupt war ich ziemlich ko. Ich bin körperlich immer noch nicht wieder richtig aufm Damm, hing zuhause herum und genoss die Stille. Ich war alleine, niemand bohrte… Schön war das.

Ich ging also auch nicht zum Supermarkt, um etwas abzuholen, das ich bestellte hatte. Dabei hatte ich aus Versehen „Convenient Pickups Location“ ausgewählt. Zwar hatte ich schon verstanden, dass die der Supermarkt gegenüber ist – aber der ist groß mit Unterlädchen. „Das wird ein Spaß. Also für euch.“ twitterte ich gestern noch. Und: „Eigentlich hab ich das nur angeklickt, um an ’ne neue bizarre Story für euch zu kommen.“

Anstatt da morgens alleine hinzugehen, wollte ich das mit Felix zusammen nach dem Kindergarten machen. Beide Sendungen enthielten Sachen für ihn und da er schon nicht mit mir in einen Laden „musste“, sondern alles bequem online aussuchen konnte, fand ich, dass er da auch mal was für tun kann.

Naja, genau genommen, hatte ich da gar nicht so genau drüber nachgedacht. Aber ich achte tatsächlich drauf, dass er ab und zu bei sowas Alltäglichem dabei ist, was nicht unbedingt total Spaß macht. Man tendiert ja doch dazu, Einkaufen und sowas zu erledigen, wenn das Kind im Kindergarten oder mit Papa zuhause ist oder so und das finde ich schwierig. Weiterlesen

2016/10/14: Ups, falsch verbunden

…twitterte ich gestern und wie versprochen folgt jetzt noch die Story dazu.

Ich erzählte euch bei meinem letzten Tagebucheintrag davon, wie ätzend diese ganze Papierkramscheiße in meinen Augen ist und dass das mit dem Telefonieren so ne Sache ist. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank für eure Genesungswünsche!

Da ich ja momentan im Ausland lebe, bin ich anders versichert als sonst. Meine Mitgliedschaft bei der deutschen Krankenversicherung liegt so lange auf Eis. Im Schriftdeutsch heißt das „auf Anwartschaft“. Jetzt dachte ich, bevor ich da jetzt dreitausend Blätter und viertausend Internetseiten durchlese, ruf ich da einfach mal kurz an und frage nach, wie ich das wieder aktiviere.

Außerdem hatte ich noch eine Frage, da ich ja in Elternzeit war, die während unseres Aufenthaltes endete und ich im Anschluss erstmal keinen festen Job habe. Das bedeutet, dass Felix und ich dann erstmal bei Pascal versichert wären und – ja, ihr seht, es ist etwas kompliziert. Weiterlesen

2016/10/12: Chaos

Aaaaaaaaaaaaaaaah! Ich bin voll genervt. Die Erkältung, die sich schon seit Tagen anbahnte, ist nun über Nacht ausgebrochen. Ich bin hundemüde und würde am liebsten den ganzen Tag nur schlafen.

Es gibt da einen Haufen Papier- und Orgakram, um den ich mich kümmern muss. Das ist aber so nervig, weil ich überall noch Fragen habe. Vormittags habe ich hier Ruhe. (Wobei, naja, es wird momentan dauernd gebohrt.) Dann bin ich alleine, die Ayi kommt erst später und ich könnte also in Ruhe telefonieren. Dank Zeitverschiebung erreiche ich aber keinen. Und auch wenn ich nicht gerne telefoniere und E-Mails ganz wunderbar finde, ist es bei vielen Dingen wesentlich unkomplizierter, wenn man einfach einmal kurz telefoniert. Einige Fragen sind auch so komplex, das ist per Mail total umständlich. Weiterlesen

2016/09/26: Dies und Das sowie Ups and Downs

Beginnen wir mit den wirklich wichtigen Neuigkeiten: Ich habe heute endlich mal ein Tsingtao getrunken. Das ist quasi DAS Bier hier. Ja, doch… Ist schon gut! Also ich mag es. :)

Die „Golden Week“ steht vor der Tür und wir fahren schon wieder nicht in den Urlaub. Auch, wenn ich das immer wieder gefragt werde und verwirrte Blicke ernte: Wir machen Urlaub auf Balkonien. Ach nee. Nicht mal nen Balkon haben wir! Schlimm! Dazu kommt, dass wir während besagter Woche kein Auto haben, weil der Fahrer tatsächlich mal Urlaub hat und sogar nicht mal in der Stadt ist.

Wir haben eh nichts Besonderes geplant und wollen einfach mal ein bisschen entspannen. Ist ja nicht so, als wüssten wir sonst vor Langeweile weder ein noch aus. Damit wir aber nicht nur in unserer Hood bleiben „müssen“, werden wir wahrscheinlich das eine oder andere Mal mit Uber fahren. Aufregend! Wobei, streng genommen hoffe ich einfach, dass es völlig unspektakulär ist.

Ich hatte mich total auf den Mittwoch nach der Seefracht gefreut und wollte den Vormittag über mal ein bisschen relaxen. Tja. Das war vor genau einer Woche und seitdem habe ich das immer noch nicht in die Tat umsetzen können, weil ständig was anstand. Weiterlesen

Eine Bootsfahrt, die ist lustig…

Im letzten Tagebuchsbeitrag (*klick*) erzählte ich, ich müsse nun gehen, weil ich zum Essen verabredet war. Danach waren wir noch ein bisschen draußen am Fluss spazieren und als wir da so standen und aufs Wasser guckten, seufzten wir beide ein bisschen und sprachen darüber, dass wir es hier ganz schön vermissen werden. Als wir eines der Boote sahen, die abends bunt beleuchtet sind, kamen wir darauf, dass wir es einfach nie geschafft hatten, damit zu fahren. Das ist mit kleinen Kindern halt auch immer so ne Sache. Die mitzunehmen geht abends auch nicht immer und man nimmt sich ja auch nicht für alles nen Babysitter.

Ich sagte, mit der Fähre zu fahren wäre immerhin ein bisschen vergleichbar und dann kam raus, dass sie das noch nicht gemacht hatte. Nicht, dass ich da jetzt wahnsinnig routiniert wäre, ich bin da auch nur zwei oder drei Mal mit hin und zurück gefahren. Aber das war echt schön und eines der Sachen, die man viel zu selten macht.

Dann folgte einer dieser Momente. Ich sah auf die Uhr und stellte fest: „Also wir hätten noch Zeit, bis wir die Kinder aus dem Kindergarten abholen müssen…? Das können wir schaffen!“ und grinste. Weiterlesen