2016/01/19: Feinstaub und Fernsehen

Einst schrieb ich davon, dass ich abends gerne mal „Shopping Queen“ gucke. Seit die Zeitverschiebung wieder sieben anstatt sechs Stunden beträgt, käme das live für uns erst ab 22:00 Uhr, aber das wäre ab und an ok für mich. Doof nur, dass sämtliche TV-Streaming-Anbieter VOX gerade mal wieder nicht im Programm haben. VOX – beziehungsweise die gesamte RTL-Mediengruppe sträuben sich gegen Streamen und das nervt mich sehr.

#ibes, also das Dschungelcamp können wir leider auch nicht gucken. Das ist von der Zeitverschiebung her live einfach verrückt und im Nachhinein ansehen geht auch nicht, weil man diese Sachen wie RTLnow und so nur gucken kann, wenn man sich über VPN in Deutschland einwählt. Diese Verbindung ist aber normalerweise so derartig langsam, dass Videos nahezu unmöglich sind.

Tja.  Weiterlesen

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Anekdote #41: Von Smog und Selbstironie

Quelle: Screenshot der App „Shanghai Air Quality“, http://aqicn.org

Naja, eigentlich ist es eher eine ganze Sammlung kleiner Anmerkungen, aber was soll’s. ;)

Die Air Quality ist, gelinde gesagt, beschissen. Es ist der höchste Wert seit vier Jahren oder so langem (Danke an Fledermama für die Korrektur). Wir hatten heute Werte im Bereich „300+“. Danach geht die Skala nicht mehr weiter (siehe Screenshot).

Im Laufe des Tages sank der Wert immerhin in den violetten Bereich, aber das ist immer noch miserabel. Normalerweise schränken wir unsere Aktivität draußen schon ab roten Werten stark ein. Die beginnen bei 150. Heute hatten wir über 300, also mehr als doppelt so schlecht. Die Luft ist gelbgrau und man kann sie wahrscheinlich wortwörtlich schneiden. Und von Luft und Liebe allein leben. Hahaha.

Ihr seht, der Galgenhumor ist mir noch erhalten geblieben. Das liegt aber auch daran, dass es über Weihnachten nach Hause geht und ich die Tage herunterzählen kann.

Da ist der belegte Geschmack auf der Zunge, als ob man letzte Nacht sehr lange in verrauchten Bars auf den Tischen getanzt und gesoffen hätte, noch erträglich. Den Brummschädel gibt’s – zumindest bei mir – gratis dazu. Bisschen doof ist es nur, das mir die Partynacht im Vorfeld fehlt. Und damit meine ich keine alkoholbedingte Erinnerungslücke. Buuuh! Weiterlesen

Anekdote #28: FÜNF!

Ich MUSS diesen Tweet einfach noch mal hervorheben, weil er so unfassbar sensationell ist. Heute Nacht lag die Air Quality bei fünf. Fünf!! Also nochmal für alle: FÜNF!!!

Das ist so sensationell wenig! Wahnsinn!

Neulich gab es mal einen Wert von dreizehn, ich dachte, der wäre das Rekordtief.

Luftqualität: Ein Auf und Ab innerhalb 24 Stunden

Luft

Bildquelle: „Shanghai Air Quality“, App von http://aqicn.org, Screenshot am 3.6.2015 um 10:00 Uhr

Heute Nacht um vier Uhr war die Luftqualität sensationell. Der Wert war bei 13. DREIZEHN! Das ist sensationell! Vor zwei Wochen oder so lag der mal bei etwas über zwanzig, da erstaunte ich schon ehrfürchtig.

Und was habe ich um diese Zeit gemacht? Geschlafen. Mit geschlossenem Fenster. Na toll. Davon haben wir also alle nicht profitiert.

Warum die Werte zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens nicht angezeigt werden, weiß ich nicht, bei anderen Mess-Stationen waren dieser ebenfalls gering.

An diesem Screenshot sieht man mal schön, wie unberechenbar der Wert sich teilweise verhält. Die roten Bereiche sind zwar nur ganz knapp rot (ab 150 beginnt Rot, ab 200 dann Lila), aber dennoch Rot.

Gestern morgen war die Luft super gut, es war aber sehr schwül. Der Screenshot ist aus der App, beim herunter scrollen könnte man die Luftfeuchtigkeit einsehen. Zwischendurch lag die immer mal wieder bei 100%. Puh, Waschküchen-Wetter, ich sag’s euch.

Der Ausreißer zwischen 11 und 12 wundert mich kaum. Doch dann schnellt der Wert gegen Mittag in die Höhe und am frühen Abend ist die Luft plötzlich eher schlecht, doch auch das wechselt recht spontan bis zu diesem superguten Tiefstand. Faszinierend.

Gestern hat es mehrfach geregnet. Interessanterweise war die gute Luft aber nicht während oder kurz nach dem Regen. Man sagt ja immer, der wüsche die Luft rein. Das musste ich erst lernen, dass es hier nicht unbedingt der Fall ist. Teilweise scheint der Regen auch Schadstoffe aufzuwirbeln.

Es gibt so viele Faktoren, die die Luftqualität beeinflussen und bisher kann sie leider keiner vorhersagen. Schade, das wäre nämlich echt praktisch, wenn man Aktivitäten plant. Normalerweise schwankt die nicht so sehr, aber ein paar Stunden im Voraus wäre das manchmal schon nett.

Wetterwarnung vor „gelbem Nebel“

wetterwarnung.jpgIch habe nun endlich ein neues Smartphone mit viel mehr Speicherplatz und einer viel geileren Kamera. Das habe ich hier in China gekauft. (Billig war es leider trotzdem nicht.)

Die Sprache ist auf Deutsch eingestellt und in den meisten Bereichen funktioniert das auch wunderbar.

Das Wetter-Symbol zeigte vorhin eine rote Wolke mit einem Ausrufezeichen und als ich drauf klickte, erschien der Text vom Screenshot. „Ach so!“ dachte ich belustigt. Weiterlesen

50 Shades of Smog

Vorhin bekam ich folgenden Artikel zugeschickt: „Feinstaub-Fotos aus China: Ist da noch Licht am Ende des Smogs?“. Der ist heute erschienen und somit brandneu. Ich möchte hier gerne ein paar Gedanken dazu loswerden.

Die Fotos sind super, keine Frage. Sie vermitteln eine gespenstische Atmosphäre und verfehlen ihre Wirkung nicht. Die meisten davon sollen Shanghai zeigen und ich gehe mal davon aus, dass das auch der Fall ist. Man sieht ja meistens nicht so viel. ;)

Mir persönlich fehlt eine Angabe, in welchem Zeitraum die entstanden sind. Ich wohne seit Dezember hier und wir haben nun Mitte April. Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die Bilder alles andere als repräsentativ. Klar ist die Air Quality nicht die Allerbeste. Aber es ist nun wirklich nicht so, als würde es hier ständig so aussehen wie auf den Fotos. Das wird mit dem Artikel aber suggeriert und ich finde das nicht fair. Weiterlesen