Anekdote #79: WeChat Payment

Eines der geilsten Features von WeChat ist, dass man da Geld verschicken und empfangen kann. Ich kann also an diversen Stellen damit bezahlen, aber wir können uns auch einfach so transferieren. Wenn du Das ist so unfassbar praktisch! Gerade für Kleinbeträge und weil man das auch gut nachvollziehen kann. Wenn zum Beispiel einer einer Sammelbestellung Bastelpapier macht und von jedem Dreieurofuffzig kriegt, dann muss man da nicht herumhantieren oder dran denken, wenn man sich sieht oder so, sondern überweist das schnell. Theoretisch kann man auch seine Rechnungen bezahlen und so, aber ich kann da nur mein Handyguthaben mit aufladen. Denn, und jetzt kommt’s: Meine Bankkarte ist nicht verbunden. Alles, was da drauf ist, bekam ich von Pascal oder Freunden überwiesen.

Soweit wäre das ja egal, könnte man meinen. Ist es aber nicht. Denn durch das Verknüpfen seiner Bankkarte bestätigt man seine Identität. Einigen Gruppen darf man gar nicht beitreten. Und vor allem ist diese Transferfunktion limitiert. Mit Beschränkungen, die man so nicht nachvollziehen kann.

Vorvorgestern habe ich 500 RMB per WeChat an überwiesen, das sind etwa 70 Euro. Ich glaube, das ist auch fast der höchste Betrag, den ich auf einmal transferieren kann. Vorgestern Abend habe ich etwas bei „Baopals“ bestellt und die fälligen 71,65 RMB gezahlt. Das sind knapp zehn Euro, also kein großer Betrag. Am Morgen darauf wollte ich eine Bestellung beim Online-Supermarkt bezahlen und das ging schon nicht mehr. Da musste ich dann Pascal nerven, dass der sich da einloggt und das macht. Außerdem musste ich eine kleine Handwerkerrechnung begleichen: Ging nicht. Abends musste ich noch mal was bestellen: Ging nicht.

Gnaaaaaaaaaaaaah!!! Manchmal kann man mehrere kleine Beträge bezahlen, manchmal nicht… Das nervt so! Und ich habe keine eigene Bankkarte, die ich verknüpfen kann und könnte auch Pascals nicht beim ihm entfernen und bei mir hinterlegen, weil das nicht funktioniert. Das muss alles korrekt sein.

Ich fühle mich so abhängig, weil ich dann immer meinen Mann fragen muss. Der Aufwand ist einfach so unnötig und außerdem mag ich das Gefühl überhaupt nicht.

Momentan habe ich 2.687,25 RMB in meiner virtuellen Brieftasche. Das sind fast 354 Euro. Ich fand es gerade für den Online-Supermarkt so praktisch,nicht jedes Mal Bargeld hinterlegen zu müssen. Gerade, wenn die Lieferung kommt und ich nicht zuhause bin.

Jetzt hab ich da so viel geld drauf und komme da schlecht dran. Es. Ist. So. Nervig. Grrrrrrr!!!!

(Mir fällt gerade auf, dass ich das eventuell schon mal erklärt haben könnte und mir nun völlig umsonst Arbeit gemacht habe. Mist!)

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

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6 Gedanken zu “Anekdote #79: WeChat Payment

  1. Oh, dass kann ich so gut verstehen! Hier in Polen musste jeder Antrag – auch bei der Bank – über meinen Mann laufen, denn ich bin ja von ihm abhängig! Zur Bank hätte ich noch nicht mal mitgehen brauchen, es hätte gereicht, dass er meinen Perso mitnimmt. Ich saß da nur daneben wie ein kleines Kind. Aber am Ende hatte ich wenigstens eine eigene Bankkarte😉!

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  2. Ich bin überrascht dass du überhaupt noch was transferieren konntest ohne die Bankkarte zu verbinden: seit einigen Monaten (September?) geht das nämlich bei mir (und auch bei Bekannten) nicht mehr. Noch nicht mal Geld annehmen ging, die Angabe der Karte war zwingend notwendig, und ich habs mal einfach hingenommen als Kampf gegen Geldwäsche.

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