2016/10/14: Ups, falsch verbunden

…twitterte ich gestern und wie versprochen folgt jetzt noch die Story dazu.

Ich erzählte euch bei meinem letzten Tagebucheintrag davon, wie ätzend diese ganze Papierkramscheiße in meinen Augen ist und dass das mit dem Telefonieren so ne Sache ist. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank für eure Genesungswünsche!

Da ich ja momentan im Ausland lebe, bin ich anders versichert als sonst. Meine Mitgliedschaft bei der deutschen Krankenversicherung liegt so lange auf Eis. Im Schriftdeutsch heißt das „auf Anwartschaft“. Jetzt dachte ich, bevor ich da jetzt dreitausend Blätter und viertausend Internetseiten durchlese, ruf ich da einfach mal kurz an und frage nach, wie ich das wieder aktiviere.

Außerdem hatte ich noch eine Frage, da ich ja in Elternzeit war, die während unseres Aufenthaltes endete und ich im Anschluss erstmal keinen festen Job habe. Das bedeutet, dass Felix und ich dann erstmal bei Pascal versichert wären und – ja, ihr seht, es ist etwas kompliziert.

Also versuchte ich eines Abends, in Ruhe ein Telefonat zu führen. Felix machte laute Sirenengeräusche und ließ sich auch nicht davon abbringen. Ich sagte ihm, dass ich mal ungestört telefonieren müsse, ging in Arbeitszimmer und schloss die Tür. Das wiederum wurde von lauten Kommentaren („Guck mal Papa, die Mama hat die Tür zugemacht!“ und so weiter) begleitet. Laut deswegen, damit ich das auch durch die Tür noch verstehen konnte.

Ideale Voraussetzungen also.

In der Hotline der Krankenkasse hatte ich dann auch schnell jemanden sehr Nettes am Telefon, der sich meine kurze Geschichte anhörte und mich in die Fachabteilung weiterverbinden wollte. Also hing ich in der Warteschleife und hörte dudelnder Musik zu. Irgendwann hatte ich meinen ursprünglichen Gesprächspartner wieder am Telefon und der sagte „Ja, ähm, also ich habe gerade noch mal in ihre Daten geschaut, Sie sind ja mittlerweile gar nicht mehr bei uns, sondern bei der *XY*.“.

Oh.

Äh.

Ups!

Da war ja was!

Ich schämte mich also in Grund und Boden und gleichzeitig fiel mir auch der ganze Rest wieder ein.

Die Elternzeit endete nämlich bereits ein paar Wochen VOR dem Umzug und deswegen mussten Felix und ich noch „mal eben“ (weil, ich hatte ja Langeweile vor so nem Umzug ins Ausland, man kennt das…) die Krankenkasse wechseln, um über Pascal familienversichert zu sein.

„Eigentlich hätte sie das auch selbst bemerken können, weil sie ja hoffentlich weiß, wann ihr Sohn Geburtstag hat!“ werdet ihr nun augenrollend denken. Aber so einfach ist das nicht. Ich kenne viele, die ihre Elternzeit nicht auf ein, zwei oder drei Jahre festgesetzt haben, sondern quasi mittendrin wieder eingestiegen sind. Und wir hatten die Möglichkeit in Betracht gezogen, die zu verlängern. Das geht, man bekommt halt nur kein Geld mehr. Außerdem – hey, ich mache halt Fehler. Jeder macht die, ich gebe die immer nur offen zu.

Weil ich wirklich mal mit einer wortwörtlichen SERVICEkraft sprach, hatte sie mir sogar schon die Nummer der anderen Krankenkasse herausgesucht. Ich fand es so niedlich, dass meinem Gegenüber das fast genauso unangenehm war wie mir, dass er das nicht von Anfang gesehen hatte, dass ich da gar nicht mehr bin, als sie meinen Infos aufriefen.

Im Anschluss telefonierte ich dann mit der RICHTIGEN Krankenkasse und damit dieser Beitrag auch noch mal konstruktive Infos enthält, für euch folgender Hinweis: Der Haupversicherte muss nur kurz mitteilen, ab wann er wieder bei welchem Arbeitgeber beschäftigt ist. Und das war’s auch schon. Tadaaaaa!

So hatte ich das – zu meiner Verteidigung, ganz doof bin ich nun auch wieder nicht – auch noch im Hinterkopf gehabt. Aber da wollte ich lieber noch mal auf Nummer sicher gehen. Nicht, dass ich am 1.1. zum Feuerwerk-Gucken rausgehe, mich lang lege und im Krankenhaus noch ein zusätzliches Drama habe, weil meine Versicherungsunterlagen nicht korrekt sind.

Meine Eltern sind ab morgen bei uns, das Oktoberfest findet endlich statt und weil das vom Timing her einfach so schlecht passt, bin ich immer noch fett erkältet. Naja, irgendwie war das ja klar. Da haben wir EIN MAL einen vertrauensvollen Babysitter, dass wir getreu dem Motto „Wir machen durch bis morgen früh und singen Bummsfallera!“ lange Party machen könnten und dann bin ich krank. -.- Egal, ich freu mich sehr und bis dahin schone ich mich noch so gut es geht und für ein Bier und vor allem das Ausführen des Dirndls wird’s schon reichen.

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

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