2016/10/03: Vom Bügeln. (Spannender wird’s nicht.)

Ich habe heute gebügelt.

Dazu muss man sagen, dass ich das höchst selten mache. Denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass man die meisten Sachen gar nicht bügeln muss. Das galt allerdings nur für unsere Waschangelegenheiten in der Heimat. Die hiesige Waschmaschine schleudert irgendwie so doll oder keine Ahnung, was die macht – jedenfalls ist alles immer knitterig und man muss überraschend viel glätten. Normalerweise macht das die Ayi, aber die hat ja jetzt frei und wir nicht mehr so viele Klamotten.

Ursprünglich wollte ich nur ein paar Teile bügeln und dann war ich so schön dabei und habe fast alles weggebügelt. Yay!

Bevor ich in diesen Rausch kam, musste ich allerdings noch was erledigen. Anfangs bekam ich nämlich leider einen mittelschweren Tobsuchtsanfall, der sich vor allem darin äußerte, dass ich viele Schimpfworte nutzte.

Ich habe dieses Bügeleisen, das wir anfangs hier gekauft hatten, gefunden. Es sah soweit ganz normal aus, aber ich probierte es nicht aus und stellte es der Ayi hin. Die nutzte das auch und ich ging davon aus, dass alles lief. Als ich das allerdings verwendete, stockte das und glitt überhaupt nicht über den Stoff. Es fühlte sich an, als wolle ob man Gummi bügeln und es bremste. Das Bügeleisen ist von Philips und nicht das allertollste, was es gibt, aber schon gut. Also sah ich mir die Metallfläche an und bemerkte, dass da leichte Schlieren drauf waren.

Eine kurze Internetrecherche ergab, dass es verschiedenen Möglichkeiten gab, das wieder sauber zu kriegen. Da die Seefracht ja schon weg ist, sind meine Möglichkeiten begrenzt, einige Möglichkeiten habe ich also außer Acht gelassen. Man kann zum Beispiel über Alufolie bügeln. Das brachte aber nicht mal ansatzweise den gewünschten Effekt. Ich ließ die Bügelfläche des (ausgeschalteten und vom Strom getrennten) Gerät auf einem mit Essig getränkten Handtuch einweichen und bearbeitete diese dann noch etwas mit einem Spülschwamm. Damit ging alles super ab und zack, glitt das Teil wie gewünscht über den Stoff.

(Ok, nicht ganz wie gewünscht, aber immerhin schon ziemlich gut.)

Jetzt könnte man davon ausgehen, dass die Ayi ja eine Haushaltshilfe ist und sich mit sowas auskennt. Und sich nicht mit diesem offensichtlich kaum nutzbaren Teil abmüht und selbst mal auf die Idee kommt, das zu reinigen. Das funktioniert in China aber nun mal leider nicht besonders gut. Diese Ayi ist wirklich prima und nett und alles – und sie ist halt nun mal Chinesin und würde daher nicht ihr Arbeitsgerät kritisieren. Seufz.

Manchmal ist es so unnötig kompliziert.

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

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