2016/09/26: Dies und Das sowie Ups and Downs

Beginnen wir mit den wirklich wichtigen Neuigkeiten: Ich habe heute endlich mal ein Tsingtao getrunken. Das ist quasi DAS Bier hier. Ja, doch… Ist schon gut! Also ich mag es. :)

Die „Golden Week“ steht vor der Tür und wir fahren schon wieder nicht in den Urlaub. Auch, wenn ich das immer wieder gefragt werde und verwirrte Blicke ernte: Wir machen Urlaub auf Balkonien. Ach nee. Nicht mal nen Balkon haben wir! Schlimm! Dazu kommt, dass wir während besagter Woche kein Auto haben, weil der Fahrer tatsächlich mal Urlaub hat und sogar nicht mal in der Stadt ist.

Wir haben eh nichts Besonderes geplant und wollen einfach mal ein bisschen entspannen. Ist ja nicht so, als wüssten wir sonst vor Langeweile weder ein noch aus. Damit wir aber nicht nur in unserer Hood bleiben „müssen“, werden wir wahrscheinlich das eine oder andere Mal mit Uber fahren. Aufregend! Wobei, streng genommen hoffe ich einfach, dass es völlig unspektakulär ist.

Ich hatte mich total auf den Mittwoch nach der Seefracht gefreut und wollte den Vormittag über mal ein bisschen relaxen. Tja. Das war vor genau einer Woche und seitdem habe ich das immer noch nicht in die Tat umsetzen können, weil ständig was anstand.

Das ist auch in etwa so anstrengend wie es klingt, allerdings handelt es sich größtenteils nicht um unangenehmen Sachen. Es sind natürlich auch Termine, die einfach mal erledigt werden sollen. Allerdings waren da auch so großartige Aktivitäten wie ein Konzert bei. Montag war ich bei „Queen with Adam Lambert“. (Wie ungefähr gefühlt jeder zweite Expat in Shanghai.)

Adam Lambert war im Winter schon mal da, aber für Queen – beziehungsweise den beiden verbleibenden Mitgliedern – war es das erste Mal in China und ich glaube schon, dass das tatsächlich was Besonderes für sie war. Vor allem war es das aber für mich. I took a trip down memory lane. Darauf war ich ehrlich gesagt nicht vorbereitet, dieses Gefühl trat mich während des Konzerts einfach so. Mir war gar nicht so klar, dass Queen mich ja schon über viele Jahre begleitet hat. Nicht, dass ich in mega Fan wäre, aber ich meine hallo…? Das läuft ja im Radio, auf Partys und überhaupt und dann war da ja noch Freddy Mercurys Tod, der nun mal ein großes Thema war und überhaupt.

Ich finde, Mr. Lambert hat sich super eingefügt, er hat eine Wahsinns-Stimme, ist ein extravaganter Typ und war an dem Abend außerdem in Topform. Bryan May und Roger Taylor sind ja auch nicht mehr die Jüngsten und haben mich echt beeindruckt. Ich habe das extra nachgesehen, die gehen straff auf die Siebzig zu und man hat das gar nicht gemerkt. Der Schlagzeuger hat seinen Sohn mitgebracht, der auch gespielt hat und – Achtung, Fun Fact! – Mitglied der Band „The Darkness“ ist. Hihi. Kennt ihr die? Das sind die mit dem abgedrehten Video zu dem Glamrock-Song „I Believed In A Thing Called Love“.

Äh, ja. So viel wollte ich nicht mal ansatzweise dazu schreiben, aber ich geriet nun doch ins Schwärmen. Das war so toll!

Und wo wir gerade schon mal bei Stars sind: Orlando Bloom und Katy Perry sind in der Stadt. Leider habe ich noch keinen von beiden getroffen. Wobei mich Katy da definitiv mehr interessieren würde.

Das war ein ganz klares Hoch. Aber ein ganz klares Tief gab es auch, gestern haben wir eine befreundete Familie verabschieden müssen und ich bin gleichzeitig traurig und dankbar für die schöne gemeinsame Zeit. Vom Timing her ist das für Felix leider recht schlecht, weil er diesen Schwebezustand, in dem wir uns gerade seit Abholung der Seefracht befinden, nicht so gut auffasst. Er schläft unruhig und weint schnell. Der arme kleine Kerl. Seufz.

Ich versteh ihn da völlig. Das ist nicht Halbes und nichts Ganzes und auch für uns Erwachsene irgendwie surreal. Zumal sein Freund nach Deutschland zieht und das land ja groß ist und das nicht automatisch bedeutet, dass wir uns demnächst dann oft sehen können. Es ist schwierig. Zu diesem Thema könnte ich ganz weit ausholen, aber ich habe gerade keine Lust, darüber zu schreiben, weil mich das nur ‚runterziehen würde. Und ich glaube, langsam wird es wieder. Hoffentlich.

Nun aber mal etwas konkreter zum heutigen Tag: Dieser war sehr gemischt und verlief anders, als gedacht. Letztlich war er aber super schön, siehe mein Hinweis auf das Bier im ersten Satz. Und weil ich finde, dass ich diesen Beitrag damit so schön rund machen kann, lasse ich euch nun mit dem Gedanken an ein kühles Bier alleine. ;)

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

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