Anekdote #73: Da sind wir safe. Haha.

Auf Twitter (*klick*) erzähle ich schon fleißig, wie die Seefracht läuft. Keine Sorge, ein ausführlicher Bericht folgt hier noch. Prinzipiell ist alles super, aber ein paar kleinere Klopper passieren natürlich trotzdem. So haben wir uns auch einen richtig blöden Patzer geleistet, von dem ich euch berichten möchte. Achtung, ihr werdet vermutlich die ganze Zeit den Kopf schütteln.

Wir haben vor Jahren spontan einen kleinen Safe geschenkt bekommen. Der funktioniert mit einer Zahlenkombination und einem Schlüssel. Eigentlich gibt es von Letzterem wahrscheinlich zwei, aber einem geschenkten Gaul… Ne? Genau. Außerdem wollten wir ja weder den Stein der Weisen, noch Vergleichbares drin aufbewahren und fanden das nicht weiter schlimm.

Diesen Safe kann, nein SOLLTE, man eigentlich im Boden oder der Wand befestigen, denn sonst kann man sich den ja mehr oder weniger untern Arm klemmen. Natürlich geht das nicht mal so eben, der ist halt schwer. Aber man KÖNNTE ihn relativ einfach mitnehmen, wenn man stark genug ist. Der ist nicht allzu groß, ich würde mal sagen, wie ein kleinerer Windelkarton. Das Befestigen hatten wir in der alten Wohnung allerdings nie gemacht, weil wir uns noch nicht final entschieden hatten, wo genau – und wie das halt so läuft, vergaßen wir das. 

Als dann ‚rauskam, dass wir hierherzogen, beglückwünschten wir uns für unsere Trantütigkeit, schließlich wäre das sonst ganz schön blöd geworden, ihn wieder abzumontieren. In besagtem Sicherheitsdings befand sich sowieso nicht viel. Wir besitzen keine Reichtümer, hielten es aber für eine gute Idee, Pässe und so Zeug darin aufzubewahren, weil das Ding feuerfest ist und man weiß ja nie. Bis dahin hatten wir für sowas immer eine 08/15-Geldkassette.

Naja. Es war alles nur so mittelgut durchdacht.

Als wir den hier hatten, befestigten wir ihn natürlich wieder nicht, das ist ja nicht unsere Wohnung. Dennoch fanden wir es erst recht gut, unsere Pässe an einem halbwegs sicheren Ort aufzubewahren. Anfangs konnte ich den Schlüssel nicht finden, aber ich dachte mir, das wird noch, den hab ich vermutlich gut versteckt. Dann fiel mir irgendwann ein, dass ich den tatsächlich an einem wirklich cleveren Ort deponiert hatte. Dummerweise ist das, worin ich den aufbewahrte… Na? EINGELAGERT!

– Und alle jetzt bitte so *Tusch*, *Fanfare*, *Applaus* und ein gemeinschaftliches *Facepalm*. –

Wir stellten uns also darauf ein, dass wir das Teil einfach unverrichteter Dinge wieder mit zurücknehmen würden und dachten nicht mehr daran. Streng genommen vergaß ich die Existenz dieses Safes sogar weitestgehend.

Bis gestern. Da sollte der nämlich eingepackt werden.

Betonung auf „sollte“. Denn da der abgeschlossen ist, darf der so nicht durch den Zoll. Und muss… hierbleiben. Das Umzugsunternehmen ist nicht nur richtig gut, sondern auch sehr genau.

Ich weiß gar nicht, ob „Fail“ noch ausreicht, um diesen überaus blöden Umstand zu umschreiben. Mir fällt nichts ein, was nur annähernd diese unglaubliche Dummheit trifft. Aber nun ja. Hilft ja alles nichts, denn ändern kann ich nun auch nichts mehr.

Also versuche ich einfach, nicht weiter drüber nachzudenken. Von der Dämlichkeit an sich mal abgesehen, ist so ein Ding ist nämlich schweineteuer. Grrrrr!

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

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