Anekdote #72: Lowered Expectations

Kennt einer von euch „Mad TV“? Das kam früher samstags nachts auf RTL und ich habe das oft gesehen, wenn ich nach Hause kam. Da gab es eine wiederkehrende Rubrik namens „Lowered Expectations“, in dem Videos einer fiktiven Partnervermittlungen für, nun ja, Leute mit besser eher niedrigen Erwartungen, gezeigt wurden.

Das war nicht immer richtig witzig, hatte aber ein sehr ohrwurmigen Titelsong. Immer mal wieder sing ich (und mittlerweile auch Pascal) also hingebungsvoll „Lowered Expectations“, wenn die Gelegenheit stimmt. Nein, davon habe ich euch kein Video gemacht. Sorry. Aber hier könnt ihr den schnulzigen Jingle anhören – und auch eines der Videos sehen, wenn ihr wollt. Ich war gerade bei der Suche erstmal abgelenkt und musste ein paar angucken.

Ja, äh, nun also zur Anekdote. Zusammengefasst fielen vorhin bei uns folgende Sätze:

„Meinst du die bringen Werkzeug mit, um die Möbel auseinanderzuschrauben?“.
„Meinst du, die bringen Kisten mit?“.
„Meinst du, die beschriften was?“.

Und so weiter. Ihr seht, unsere Erwartungen sind nicht sonderlich hoch. Eventuell sitzt das Trauma der Seefracht-Ankunft doch tiefer, als gedacht. Aber so lange wir unseren Galgenhumor noch haben, ist alles prima, also macht euch keine Sorgen. ;) Wir haben alles sehr gut vorbereitet, doch naja, da ist halt noch der Faktor „Umzugsleute“. Die waren letztes Mal wirklich erbärmlich. Deswegen bin ich einfach mal optimistisch, dass es nur besser werden kann. Wobei ich weiß, dass es noch schlimmer ginge.

Jetzt habe ich die eigentliche Anekdote immer noch nicht erzählt. Man könnte ja meinen, wir denken, das läge nur an den Chinesen, doch das ist weit gefehlt. Eine meiner liebsten Fails beim letzten Umzug geschah nämlich noch in Deutschland. „Liebsten“ deswegen, weil ich mittlerweile drüber lachen kann. Damals fand ich das allerdings nicht besonders witzig und war ganz schön angefressen, auch wenn ich das nicht so zeigte.

Unsere Seefracht wurde da Mitte Dezember gepackt. Wir hatten auch Einiges markiert und vorbereitet, allerdings nicht alles. Unter anderem hatten wir eine großen Adventskalender im Flur hängen, bei dem man selber Kleinigkeiten und Süßkram in so Säckchen hängen kann. Da es ja noch eindeutig vor Weihnachten war, gingen wir einfach mal davon aus, dass das keiner weiteren Worte bedarf und man das erstmal hängen lässt. Doch Pustekuchen. Das war eins der ersten Sachen, das die in einem unbeobachteten Moment so tief wie möglich in eine Kiste betteten.

Zum Glück war Felix da ja noch klein und das Konzept des Adventskalenders ihm nicht ganz so geläufig. Stattdessen freute er sich im März dann über die Sachen, die noch drin waren. Nicht auszumalen, wie groß die Krokodilstränen gewesen wären, die er mittlerweile deswegen weinen würde!

Doch ich bin einfach mal optimistisch. Oder eher… naja… wie gesagt, ich summe „lowered expectaaaaaatiooooons2.

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

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