2016/09/01: Aaaaaaaaaah! Atmen, atmen, atmen.

Aaaaaah! Panik! Das Wissen um den neuen Monat macht alles so viel greifbarer. Der September wird anstrengend, siehe meinen Ausblick hier *klick*.

Gestern hatte ich ein schlimmes Tief. Kennt ihr dieses Gefühl, für jeden kleinen popeligen Schritt vorwärts, fünf zurückzufallen? So erging es mir. Ich hatte zum Beispiel Dinge auf dem Boden sortiert und war seit einer Woche nicht dazu gekommen, das zu Ende zu machen, weil mir noch was fehlte. Die Ayi bat ich eindringlich, das bitte nicht anzufassen. Nach zwei Tagen räumte sie es an die Seite, als ich nicht da war. Da schnaubte ich schon innerlich, aber es war noch alles beisammen, was zueinander gehörte und dann sollte es mir egal sein. Vorgestern bekam ich dann endlich das fehlende Puzzleteil und was sah ich? Die Ayi hatte alles ordentlich auf dem Gästebett gestapelt und alle Dinge thematisch sortiert.

Ich war gar nicht sauer, aber ich hätte wirklich ausgiebig heulen können, denn nun kann ich alles noch mal machen. Und ja, das ist so ’ne fummelige Kleinarbeit. Und wenn ich Sachen über eine Woche auf dem Boden ausgebreitet liegen haben will, kann ich das ja wohl in meiern Bude machen oder nicht? Grrrr.

Es war sehr frustrierend und ich gab mir Mühe, mich davon nicht zu sehr herunterziehen zu lassen. Manchmal klappt das aber nicht. Wenn es nur die Sache gewesen wäre, ja. Aber solche Sachen habe ich momentan am laufenden Band.

Dazu stritten Felix und ich nachmittags wegen tausend Kleinigkeiten. Das war so müßig. Abends alberten wir aber vor dem ins Bett bringen noch herum und ich las ihm einen Stapel Bücher vor. Das war schön und hat mich mit dem Tag versöhnt.

Heute Morgen war ich dann das personifizierte „Kevin allein zuhaus“-Gesicht, weil gestern kam ich ja gefühlt nicht zu Potte. Dann fragte die Freundin, die Ende des Monats zurückgeht, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr einen Kaffee zu trinken. Hatte ich. Eigentlich hätte ich einige andere Dinge machen müssen, aber nachdem ich gestern dieses Desaster hatte, dachte ich mir erst recht: Ach, was soll’s. Der ganze Scheiß kann warten. Das klappt auch so noch, aber diese gemeinsame Zeit, die nicht. Und wenn ich an Shanghai zurück denke, werde ich nicht seufzend sagen „Ach, weißt du noch, damals, als ich meinen Schrank aufgeräumt habe? Das war schön!“.

Also waren wir mit ihrem kleinen Nicht-Kindergartenkind frühstücken und quatschten. Das tat gut. Danach waren wir noch kurz einkaufen und ich in der Metro. Danach habe ich noch Sachen zur Post gebracht.

Geht doch! So kann es weitergehen! :)

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

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