2016/08/10: „Stand der Dinge: Augenringe!“

Ich bin ko. Unser Besuch ist da und wir machen Sightseeing. Es sind aber immer noch knapp 35 Grad und schwül. Das ist anstrengend für mich und mir läuft die Suppe nur so runter. Schweiß brennt übrigens sehr, wenn man ihn ins Auge bekommt, das wollte ich mal erwähnt haben. Es macht trotzdem Spaß und wir haben schon viele Sachen angesehen.

Wir waren schon am Bund, im Century Park (und da Bötchen fahren), auf dem Shanghai Tower (Wahnsinn!!!, Bericht folgt!), im Konfuzius-Tempel (da war ich zum ersten Mal), im Yu Garden, am Pool,…

Dazu alles in fantastischer Luft. Es ist so schön.

Gestern wollten wir eigentlich auf den Pearl Tower, da gingen aber solche Massen an uns vorbei, als wir uns auf die Ticketschalter zubewegten, dass es uns zu heikel war. Das schein voll zu sein. Stattdessen waren wir im Disney Store und Dumpings essen. Da ging es mir schon nicht so gut und ich habe unseren Besuch alleine weitergeschickt.

Und heute sitze ich hier, während er im Jing’an-Tempel ist und sich danach in der Tea Mall Tees zeigen lässt und wahrscheinlich auch einige kaufen wird. Hoffentlich geht’s mir nachher besser, dass ich noch mal mit kann. So gerne ich mal ein bisschen Ruhe auf der Couch sitze, desto lieber würde ich ja mitkommen. Naja. Wird schon.

Fotos vom Tower habe ich noch nicht für euch, aber dafür schon mal welche aus dem Century Park:

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2016/08/05: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ #WMEDGT

Mir ist beim Schreiben des Datums eingefallen, dass es eine Aktion gibt, in der man immer am fünften eines Monates bloggt, was man so macht. Da passt mein heutiges Tagebuchbloggen ja ganz gut.

Der Mädelsabend war gestern (man beachte dazu meinen gestrigen Text) übrigens sehr lustig und ich hatte nur ein (echt kleines, aber nun ja) Gläschen Wein. Ich hätte theoretisch problemlos die Tür aufschließen können. ;)

Eigentlich hatte ich für heute diverse Sachen vor, weil ich ja ab morgen knapp zwei Wochen im Ausnahmezustand bin. Besuch und Kindergartenferien stehen an, da werde ich nicht so viel schaffen, wie sonst. Schätze ich.

Statt irgendwo hinzufahren, erledigte ich am Vormittag allerlei Kram zuhause. Ich kümmerte mich um Wäsche – also wusch, hing welche auf und sortierte welche ein, räumte noch mal etwas im Gästezimmer – das ja sonst auch unser Arbeitszimmer ist – herum, engt- und belud die Spülmaschine  und was man halt so an Haushaltszeugs so macht. Außerdem erledigte ich ein paar Sachen am Rechner, was eben alles immer so ansteht: Ein paar Mails beantworten, einen Onlinesupermarkt-Einkaufswagen füllen und so weiter.

So gesehen genoss ich es, noch mal die Wohnung für mich alleine zu haben und ungestört herumwuseln zu können.  Weiterlesen

2016/08/04: Yeah! Und sonst alles wie immer.

Beginnen wir mit den richtig guten Nachrichten:

Praktisch, denn heute ist Girl’s Night Out und ich muss später im Suff nur die Karte vorhalten anstatt die richtige Taste für unsere Etage zu finden und zu drücken und den Schlüssel im Dunklen ins Schloss zu friemeln. Weiterlesen

Vom Aufzug

Jaaaaaaa, ich weiß, es klingt nach einem totalen Luxusproblem, aber es nervt so sehr!

Und damit ihr mein Problem versteht, muss ich erst einmal weit ausholen.

Das Haus, indem wir wohnen, ist ja riesig und es gibt diverse Aufgänge. Pro Aufgang kommt man zu zwei Wohnungen. (Bis auf den ganz links, da sind mehrere „kleinere“.) Wenn man zu uns will, steht man vor drei Aufzügen. Der linke ist ein Privataufzug für die Wohnungen auf der linken Seite, der rechte… Na? Genau für die auf der rechten Seite. Diese beiden kann man nur mit Zugangskarte nutzen, die muss man vor so ein Feld halten und dann fährt einen der Aufzug nur in die entsprechende Etage. Da landet man nicht direkt in der Wohnung, sondern einem kleinen Vorflur mit separater Tür zum Wohnraum.   Weiterlesen

Anekdote #68: Tatütata!

Manchmal weiß ich auch nicht. Heute Morgen hörte ich Sirenen und das hat mich aufschrecken lassen. Denn obwohl wir in dieser Millionenstadt wohnen, nimmt man sehr selten Sirenen wahr. Ich habe keine Ahnung, woran das liegt und wie das statistisch sein kann.

Ich versuchte also, das Tatütata zu orten und guckte überall aus den Fenstern. Irgendwann bemerkte ich, dass sich das Geräusch gar nicht mehr zu bewegen schien und das machte mich direkt nervös. Normalerweise bedeutet das, dass Krankenwagen, Polizei oder die Feuerwehr vor der Tür steht und das ist selten gut.

Zwar war ich alleine zu Hause und musste mir nur um mich Gedanken machen, aber ich brauche vermutlich ganz schön lange, bis ich zu Fuß die ganzen Stockwerke heruntergerutscht bin und das wäre im Brandfall eher schlecht.

Endlich fand ich die Quelle dann. Das Sirenengeheul stammte tatsächlich von der Feuerwehr, die in der Straße neben dem Compound stand. Im Stau.

Ich wiederhole das noch mal, damit ihr euch das auf der Zunge zergehen lassen könnt: Die Feuerwehr stand mit eingeschaltetem Blaulicht im Stau. Und kam nicht vorwärts.

Sollte man da als anderweitiger Verkehrsteilnehmer nicht vielleicht mal alles daran setzen, Platz zu machen…? Aber was weiß ich schon.

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

2016/08/02: August

Getreu dem Motto „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“, hatte ich überlegt, mir heute schon mal die Stoffe und so für das Dirndl auszusuchen. Am Wochenende kommt nämlich mal wieder Besuch, der geht in Kindergartenferien über und zack, dann ist auch schon Ende August. Obwohl der ja gerade erst begonnen hat. (Übrigens: Es ist schon August! AUGUST!).

Das Oktoberfest ist hier tatsächlich im Oktober und dann auch noch erst in der Mitte, aber ihr seht ja selbst, wie die Zeit rast. Dann kommen auch die anderen Expats alle aus dem Urlaub zurück und bestellen nicht nur ebenfalls ihre Dirndl, sondern werden dann auch ihre Projekte mit mir fortführen, die momentan alle wegen der Urlaubszeit so vor sich hinschleifen. Dazu zieht meine liebste Freundin weg und ich möchte ihr helfen, ein Abschiedsgeschenk basteln und dann auch noch so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen. Und unsere Seefracht kommt dann vermutlich auch schon bald. Ach so, und wir überlegen noch, ob wir dann nicht noch mal ein verlängertes Wochenende in Hong Kong verbringen.

Die nächste Zeit wird also echt stressig. Yay! Endlich mal wieder. -.-

Was ich aber ursprünglich erzählen wollte, als ich auf das Dirndl zu sprechen kam: Ich ging kurz in unseren Waschraum, der null isoliert ist und bei dem die meiste Zeit das Fenster halb offen steht, um was dort abzulegen und als ich die Tür öffnete, dachte ich nur: Hahahaha. Heute werde ich sowas von nicht zum Fabric Market gehen! Es ist nämlich gar nicht mal solo heiß, doch dafür widerlich schwül. Das tu ich mir nicht an.

Aber es ist ja nicht so, als sei mir langweilig, ich habe genug anderes zu tun. Und ja, ok, das gehe ich dann jetzt mal an.

Anekdote# 67: A little misunderstanding

Kürzlich war ich bei der Massage und wollte mich spontan durchkneten lassen. Die Leute an der Rezeption dort sprechen gut Englisch, die sonstigen Angestellten meistens nur wenige Schlagworte, aber das reicht ja völlig aus.

 

Die Dame sagte mir, ich solle doch bitte kurz warten, es hätte jemand Zeit, aber sie müsse nur eben checken, wer genau.

Plötzlich beugte sie sich vornüber und sagte „méiyǒu!“. Das ist Chinesisch und bedeutet sinngemäß so viel wie „weg” oder „nicht (mehr) da“. Das ist eines der Schlagworte, die fast alle Expats beherrschen.

Ich guckte sie verwirrt an. Und sie betonte ihre Silben überdeutlich „mé-i-yǒ-u“!

Hä?

Wenn doch niemand Zeit hätte, wäre das ja ok gewesen, aber warum schwang sie denn nun auf einmal auf Chinesisch um?

Dann sagte sie „Is a male person also ok?“.

Ach so! Ich musste grinsen.

Sie hatte „Male?“ gefragt. Das klingt so ähnlich wie „meiyou“.

Hätte ich natürlich auch von selber drauf kommen können. ;)