2016/08/05: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ #WMEDGT

Mir ist beim Schreiben des Datums eingefallen, dass es eine Aktion gibt, in der man immer am fünften eines Monates bloggt, was man so macht. Da passt mein heutiges Tagebuchbloggen ja ganz gut.

Der Mädelsabend war gestern (man beachte dazu meinen gestrigen Text) übrigens sehr lustig und ich hatte nur ein (echt kleines, aber nun ja) Gläschen Wein. Ich hätte theoretisch problemlos die Tür aufschließen können. ;)

Eigentlich hatte ich für heute diverse Sachen vor, weil ich ja ab morgen knapp zwei Wochen im Ausnahmezustand bin. Besuch und Kindergartenferien stehen an, da werde ich nicht so viel schaffen, wie sonst. Schätze ich.

Statt irgendwo hinzufahren, erledigte ich am Vormittag allerlei Kram zuhause. Ich kümmerte mich um Wäsche – also wusch, hing welche auf und sortierte welche ein, räumte noch mal etwas im Gästezimmer – das ja sonst auch unser Arbeitszimmer ist – herum, engt- und belud die Spülmaschine  und was man halt so an Haushaltszeugs so macht. Außerdem erledigte ich ein paar Sachen am Rechner, was eben alles immer so ansteht: Ein paar Mails beantworten, einen Onlinesupermarkt-Einkaufswagen füllen und so weiter.

So gesehen genoss ich es, noch mal die Wohnung für mich alleine zu haben und ungestört herumwuseln zu können. 

Dummerweise hatten wir was zuhause liegen lassen, dass Felix dringend im Kindergarten brauchte. Ich entschied mich dazu, den Fahrer alleine hinzuschicken, sobald er vom Büro wieder da wäre und ihn das bringen zu lassen. Denn ob ich das nun selbst abgebe oder er ist ja auch irgendwie egal, ’ne? Da muss man sich das Leben ja auch nicht unnötig kompliziert machen und Zeit verplempern.

Während allerdings doch etwas Zeit ins Land ging, als ich auf ihn wartete, beobachtete ich folgende Szene:

Gegen ein Uhr fuhr ich doch noch weg. Die Prepaid-SIM-Karte, die wir sonst immer für Besucher haben, ist uns anscheinend abhanden gekommen. Vielleicht war die aber auch nur einige Monate gültig und abgelaufen. Da bin ich mir gerade nicht mehr sicher. Wie dem auch sei, ich musste los, um eine neue zu besorgen. Eigentlich kann man das auch mit dem Besuch gemeinsam machen, aber Pascal war irgendwie der Meinung, das wäre total wichtig, die vorher zu kaufen. Und da verrate ich euch mal ganz nebenbei das Geheimnis einer guten Ehe: Verwendet das (auch allgemein betrachtete gute) Motto: „Choose you battles wisely“. Überlegt euch also, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Wenn der Herr das als so wichtig erachtet, dann gehe ich die eben schnell besorgen und verschwende meine Zeit nicht für eine müßige Diskussion.

Der Fahrer wusste schon, wo ich hinwollte, als ich mit den Händen „ein paar mal um die Ecke fahren“ andeutete und auf die Rückseite meines Handys tippte. Ich mag das, wenn wir uns so verständigen. Ein paar Mal um die Ecke ist hier so eine Art Büdchen, wo man eben so Zeug rund ums Handy bekommt. Zum Glück habe ich dran gedacht, mir endlich eine neue kartierte Folie fürs Display zu kaufen, das habe ich nämlich in letzter Zeit immer vergessen beziehungsweise da, wo wir waren, hatten die keins. Und online bestellen wollte ich das nicht, das ist dann mit der Rückgabe immer so nervig. Und der Typ vom Büdchen ist echt günstig und auch nett, der hätte mir die bestimmt drauf gemacht, aber ich hab vergessen, zu fragen. Da muss wohl Pascal ‚ran. ;) Sowas kann ich nämlich gar nicht gut, da rege ich mich immer furchtbar auf.

Anschließend fuhr ich in die Super Brand Mail, um was zu Essen und ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Ich aß ein leckeres Sandwich, das ich so noch nie hatte, kaufte Kaffee, Brot und wie das manchmal so läuft, machte ich aus Versehen auch noch einen halben Großeinkauf im Supermarkt, anstatt wie geplant nur einen Sechserpack Eier zu kaufen.

Danach ging es auch schon zum Kindergarten, um Felix abzuholen. Wir fuhren nach Hause und verbrachten einen eher langweiligen, aber entspannten Nachmittag daheim. Mit Spielen, Filmchen gucken und mehr gibt es da eigentlich nicht zu erzählen. Manchmal muss das einfach sein und das war echt schön.

Abends machte ich noch was zu Essen und ich räumte noch weiter herum und kümmerte mich weiter um Wäsche. Das Fassungsvermögen der Trommel ist echt klein und der Trockner braucht so lange, manchmal ist es eine never ending Story.

Ich stellte unserem Besuch alles bereit. Die Reiseführer, Straßenkarten und sonstiges Infomaterial liegen auf dem Tisch, ebenso Desinfektionsmittel, die Schlüsselkarte für den Aufzug und die SIM-Karte. Das Bett ist auch bezogen, Handtücher bekommt er dann morgen noch. Da hat es sich als praktisch herausgestellt, den Besuch zu fragen, welche Handtuchgrößen er bevorzugt. Ist ja nicht so, als hätten wir hier keinen Service. ;)

Pearl Tower, Shanghai Tower und Flaschenöffner erstrahlen heute einheitlich in Gelb. Das habe ich so noch nicht gesehen und ich weiß nicht, warum. Wir wüssten es aber gerne. Also falls das einer von euch zufällig mitbekommen hat, bitte sagt Bescheid!

Gleich werde ich noch duschen. Und weil heute „Tag des Bieres“ ist, werde ich hoffentlich noch eins trinken. Allerdings ist es schon relativ spät, mal sehen.

Morgen früh fahren wir unseren Besuch vom Flughafen abholen und ich werde sehen, wie gut ich zum bloggen komme. Entweder krieg ich ne Erkältung oder das Wetter bereitet mir solche Kopfschmerzen. das wäre natürlich ein tolles Timing, wenn Besuch kommt. Aber ich bin mal optimistisch. Denn das werden sicherlich tolle zwei Wochen. Ich hoffe nur, es wird nicht zu heiß oder schwül.

Viele Grüße aus Shanghai,
Mareike

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2 Gedanken zu “2016/08/05: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ #WMEDGT

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