2016/07/20: Mit zweierlei Maß

Offensichtlich habe ich einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, denn ich könnte ausflippen, wenn mit zweierlei Maß gemessen wird. Das passiert einem hier als Expat schon mal öfter.

Mir war vorher klar, dass ich hier der Ausländer bin und in dem kurzen Zeitraum auch nicht integriert sein werde. Mir auch klar, dass ich hier wahrscheinlich verhältnismäßig oft abgezockt werde und überhaupt. Ich war darauf vorbereitet, dass Chinesen rassistisch sind. Und dass sie sich nicht um Fremde scheren (also auch gegenüber anderen Chinesen), dafür aber sehr loyal seien, wenn man sich gut kennt.

Weil ich nicht ganz doof bin, war mir auch bewusst, dass man das alles nicht verallgemeinern kann. Und dass es Ausländern gegenüber immer Vorbehalte gibt, egal, in welchem Land man sich befindet.  Weiterlesen

Anekdote #65: Von Snacks, aber eventuell abgelaufenen…?

Imme, wenn wir nach Deutschland fahren, bringen wir jede Menge Süßigkeiten und Knabberkram mit. Die Herren stehen besonders auf allerlei Chips mit Fleischgeschmack, die es hier in zig Sorten gibt.

Was fast alle lieben und ich seitdem in rauen Mengen dabei habe: Oreos in ungewöhnlichen Sorten. Ich weiß nicht ob ich schon mal darüber schrieb, aber: Hier gibt es viele unterschiedliche Sorten. Manche schmecken sehr künstlich, manche sehr lecker.

Dazu gibt es welche, die ganz dünn sind. In Deutschland gibt es die wohl auch manchmal, hier aber immer. Die mit Zitrone habe ich glücklicherweise zuerst probiert, denn die sind der absolute Megahammer. Echt, wenn ihr könnt, probiert die! UNBEDINGT! Die sind sooooo gut! Und, äh, liebe Oreo-Verantwortlichen: Verkauft die doch auch bitte in Deutschland. Eine Provision fürs Anfixen nehme ich gerne entgegen. ;) Weiterlesen

Anekdote #64: Diese unangenehm laute Natur

Letzten Sommer habe ich dieses Geräusch das erste Mal vernommen. Ich stieg am Kindergarten aus dem Auto und plötzlich hörte ich es. Dabei bin ich mir sehr sicher, dass es am Tag davor nicht da gewesen war.

*Pschr-r-r-r-r-r-r-r-r-r-r-r, pschr-r-r-r-r-r-r-r-r-r-r-r, pschr-r-r-r-r-r-r-r-r-r-r-r* machte es in einer Tour.

(Ok, diese Lautschrift wird euch vermutlich nicht wirklich helfen. Aber es war ein Versuch. Der Wille zählt schließlich.)

 

Ich vermutete erst, dass wäre eine Sprinkleranlage, die so ein komisches fließendes Geräusch macht. Dann dachte ich an ein Problem mit den Elektroleitungen. Oder vielleicht irgendwie sowas? Es war nervtötend und laut und vor allem klang es überhaupt nicht nach etwas mit natürlichem Ursprung. Das hätte ich echt nicht für möglich gehalten!

Lange Rede, kurzer Sinn: Kurz darauf fand ich dann heraus, dass es sich im Zikaden handelt.  Weiterlesen

Anekdote #63: Alles im Lack

Ich wäre nicht ich, wenn ich mich ab und zu total aufregen würde. (So viel zum Fazit meines letzten Posts. Haha.). Und ich habe euch noch gar nicht die Story erzählt, was mir auf dem Flug nach Deutschland abgenommen wurde. Das habe ich nur mal grob als Notiz festgehalten.

Wir waren rechtzeitig am Flughafen in Shanghai angekommen und erstaunlich gut in der Zeit. Wenn man die Koffer aufgibt, werden die erst durch so ein Röntgengerät (oder sowas) geleitet, bevor die aufs Band fahren. Koffer eins geht also durch und ich zeige dem aufgeregten Felix, wie der weiter aufs Gepäckband transportiert wird, Koffer zwei geht durch, Koffer drei geht… ‚rein… und… braucht ’ne gefühlte Ewigkeit. Irgendwann leuchtet dann eine Signallampe auf. Rot. Äh… Was ist denn da los?

Der Koffer wird erst noch mal zurückgenommen und Pascal muss mit einem Sicherheitsbeamten mitkommen und verschwindet in einem abgetrennten Zimmer. Mir wird erstmal heiß und kalt und ich stehe da verdattert mit Felix auf dem Koffertrolley und überlege fieberhaft, was denn da bloß drin ein könnte und was überhaupt da drin ist.

Mir fällt nichts Schlimmes ein und ich sehe unseren wunderbaren Zeitplan verpuffen und überhaupt, unsere ganze Reise. Ich tendiere da ein klitzekleines bisschen zum Drama, auch wenn ich in dem Moment weiß, dass das albern ist. Oder es zumindest hoffe. Weiterlesen

2016/07/15: Das Leben ist schön!

Ich muss seit Stunden immer wieder an diese Situation hier denken und grinse deswegen immer wieder bis über beide Ohren:

Ansonsten war ich heute Mittag lecker essen und habe danach wunderhübsche Teepackungen angehimmelt: Weiterlesen

Von den großen Nachteilen des Expat-Daseins

Die Tage kam ich ins Grübeln. Wir versuchen ja immer, einen Nachtflug zu ergattern, damit vor allem Felix den Großteil der Fluges schlafen kann. Und auch ansonsten achten wir darauf, dass wir eine möglichst gute Verbindung haben und nicht mehrfach (also mehr als ein Mal) umsteigen müssen, große Schlenker über andere Länder fliegen oder neun Stunden an irgendsoeinem Zwischenstopp verweilen müssen. Dazu würden wir gerne alle nebeneinander sitzen. Bei drei Personen geht das zwar noch, aber das gestaltet sich schwieriger, als man denkt. Und es wäre natürlich schön, wenn der Flug nicht allzu teuer wäre.

Das geht aber nur, wenn man das im Voraus plant.

Manchmal geht das jedoch nicht.

Wenn es einem Familienmitglied schlecht geht, zum Beispiel.

(Bevor ihr euch nun Sorgen macht: Keine Sorge, hier geht es allen gut!!)

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2016/07/10: „Das ist aber komisch, Mama!“

Eigentlich ist das Zitat aus der Überschrift völlig aus dem Zusammenhang gerissen, aber Felix verwendet momentan gerne die Beschreibung „komisch“, wenn er noch nicht weiß, wie er etwas einordnen soll. Deswegen fand ich das ganz passend.

Aber zuerst zu etwas völlig anderem: Ich habe vorgestern mal wieder ein paar Foto bei Instagram (*klick*) hochgeladen und wollte euch die noch zeigen:

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