2016/07/10: „Das ist aber komisch, Mama!“

Eigentlich ist das Zitat aus der Überschrift völlig aus dem Zusammenhang gerissen, aber Felix verwendet momentan gerne die Beschreibung „komisch“, wenn er noch nicht weiß, wie er etwas einordnen soll. Deswegen fand ich das ganz passend.

Aber zuerst zu etwas völlig anderem: Ich habe vorgestern mal wieder ein paar Foto bei Instagram (*klick*) hochgeladen und wollte euch die noch zeigen:

Pretty Cinema. #shanghai

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Trägt man Bodys jetzt so…? 😅 #trendsetter #shanghai

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Aber ich habe tatsächlich auch noch Dinge erlebt, die ich „komisch“ finde.

So twitterte ich gestern über folgendes Phänomen:

„Jedes Mal, wenn es so grau und regnerisch ist wie heute, denke ich, dass ich mich nicht dran gewöhnen kann, dass es trotzdem heiß ist. Als wir in Deutschland waren und es einen Tag regnete, war ich dennoch überrascht, wie sehr das abkühlte. Ich bin offensichtlich kaputt.“

Mir ist schon klar, dass ich da gerade etwas überdramatisch reagiere, aber ich fühle mich ein wenig so, als wäre ich weder hier noch dort richtig zuhause. Das ist ein sehr merkwürdiges – und komisches – Gefühl.

A propos „Zuhause“: Unsere Bleibe in Deutschland ist momentan vermietet und wir haben aber unsere direkten Nachbarn besucht. Das war SEHR komisch. Auf unsere Straße zu fahren und nebenan ‚reinzugehen, hat sich äußerst bizarr angefühlt. Es war schon ein wenig wie nach Hause kommen, aber eben auch nicht. Dazu kommt, dass das Haus unserer Nachbarn fast genauso geschnitten ist wie unseres, nur natürlich völlig anders eingerichtet. Das hat es noch mal verstärkt. Wir konnten auch einen Blick in unseren Garten werfen.

Es war auch verschiedenen Ebenen äußerst komisch, weil wir ja eher selten sehen, aus welcher Perspektive die Nachbarn in unseren Garten gucken. Und dann war das da schon unser Garten, aber eben auch nicht UNSER Garten. Klar, die Bäume und Sträucher und überhaupt die äußeren Rahmenbedingungen waren wie immer, aber im Detail… Puh. Wir haben sehr viel Arbeit in diesen Garten gesteckt, auch wenn man dem das nun mal wirklich nicht ansieht und da und „Boah!“ sagt, wenn man ‚reinkommt, aber… Es hat sehr viel Zeit, Schweiß, Nerven, Herzblut und auch ’ne ordentliche Stange Geld gekostet, ihn so hinzubekommen. Die jetzigen Mieter kümmern sich da eher wenig drum. Das ist völlig in Ordnung, ich würde in einer vorübergehenden Mietwohnung auch nicht Stunden um Stunden mit Gartenpflege verbringen und ich hatte das auch so erwartet, aber… Den Garten so zu sehen, hat mir schon einen kleinen Dämpfer verpasst. Da kommt noch mal sehr viel auf uns zu. Ich freu mich drauf, denn ich leide immer noch ab und an an „akuter Gartenvermissung“ (*klick*). Dennoch.

Ich bin realistisch genug, zu wissen, dass da gerade alles blüht und so viel vertuscht und weichgezeichnet wird. ;) Von den Nachbarn aus sprang mir der Johannisbeerstrauch direkt ins Auge (sinnbildlich gesehen, haha). Der trug gerade richtig schöne knallrote Früchte. Als wir fort zogen, war der noch ein kleines Sträuchlein, an dem im ersten Jahr wenig wuchs.

Einerseits freute ich mich sehr, dass der sich anscheinend prächtig entwickelt (also soweit ich das mit meinen mageren gärtnerischen Kenntnissen erkennen konnte). Doch andererseits konnte ich diese Beeren nicht ernten und das war… Tja… Komisch.

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4 Gedanken zu “2016/07/10: „Das ist aber komisch, Mama!“

  1. Wir sind gerade dabei, unser Haus zu vermieten. Und es fühlt sich schon jetzt irgendwie komisch an, dabei hatten wir noch nicht einmal eine Besichtigung! Ich sehe in jedem Eckchen etwas, das wir gemacht haben oder haben machen lassen. Und ich fürchte mich schon davor, dass mir die Leute sagen, dass ihnen dass nicht gefällt… Und ich hatte auch schon den Gedanken, dass es dann zwar immer noch unseres ist, aber bene doch nicht mehr „so richtig“. Das ist schon jetzt eine schräge Gefühlsgemengelage!

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    • Das ging mir ganz genau genauso! Ich hatte ewig überlegt, ob es nicht Sinn machen würde, einige Möbel wie zum Beispiel die Garderobe da zu lassen, weil es ja gar keinen Sinn macht, die aus der Wand zu nehmen, da Löcher zu haben, die zu schließen und der nächste dann zeitweise wieder eine in die Wand bohrt und wir die Löcher davon dann schließen und so. So eine völlig bekloppte Kleinigkeit, aber mir war das wichtig.

      Und ich war echt froh, dass ich bei den Rundgänge nicht dabei war und wir das abgegeben haben. Das wäre höchst komisch gewesen.

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      • Ich mache jetzt mal ein paar Besichtigungen, aber wenn mir das zu doof ist, dann lassen wir das auch in der Zeit passieren, in der wir nicht mehr hier sind. Aber da wir – genau wie ihr – hierher zurückkehren wollen, fände ich es gar nicht so schlecht, die künftigen Mieter kennen zu lernen. Aber wenn es mich zu sehr belastet, dann eben nicht. Ist ein Test der eigenen Gefühle ;-)

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      • Aber auch da gilt: Du kannst den Leuten nur vor der Kopf gucken, da kann man sich auch täuschen.

        Wir hatten ja selbst keine Mieter gefunden, aber es war schon total komisch, die ganzen Infos aufzuschreiben und ein Exposé zu machen.

        Ich bin ganz froh, dass die ganze konkrete Vermietung dann mein Onkel abgewickelt hat. Der kennt sich da ein bisschen aus.

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