Anekdote #53: Vom Waschen

Ich habe diese Geschichte bestimmt schon tausend Mal erzählt, aber euch bisher noch nicht. Glaube ich zumindest. Es ist nämlich super kompliziert, weil ich so viele kleine Dinge drumherum erklären muss, damit man die ganze Geschichte überhaupt versteht. Momentan ist das Thema gerade wieder sehr aktuell, weil ich wieder auf die kurzärmeligen Sachen umsteige, die ich schon lange nicht mehr an hatte. Aber der Reihe nach…

Unsere jetzige Ayi (*klick*) ist zum Glück ganz fantastisch. Ich möchte das nicht zu laut sagen und eigentlich auch nicht aufschreiben, weil man ja weiß, was dann passiert – aber ich freue mich immer noch so, dass wir seit Februar oder so endlich wieder eine tolle haben.

Die eine Ayi, die wir übergangsweise hatten, hat – wie alle anderen Ayis auch – sich auch um unsere Wäsche gekümmert. Zwischendurch wasche ich auch selbst, aber eigentlich ist das ihre Aufgabe.

Immer, wenn die Klamotten aus der Wäsche kamen, waren die irgendwie komisch. Die Ayis hängen herumliegende Klamotten gerne einfach wieder in den Schrank. Das kann ich gar nicht haben, denn ich lege Sachen, die man zwar getragen, aber durchaus noch mal anziehen kann, normalerweise außerhalb des Schrankes ab. Oder wenn, dann hänge ich die in eine bestimmte Ecke. Das ist jetzt meiner Meinung nach kein besonders ungewöhnliches System, aber nun gut. Eine andere Ayi hat zum Beispiel alles immer direkt gewaschen, wenn da was lag. Ich habe aber eben das erwähnte System. Oder, anderes Beispiel: Ich ziehe zuhause immer gerne meine normalen Klamotten aus und eine Jogginghose an. Die lege ich nicht jedes Mal gefaltet in den Schrank, aber man muss die nun auch nicht jeden Tag waschen. In beiden Fällen haben wir geklärt, dass ich das nicht mag und fertig.

Die eine Ayi hat das aber auch mit getragenen Socken gemacht und das fand ich schon… Tja… Nicht so geil. Ich laufe ungern barfuß und habe im Sommer immer gerne Socken an, wenn ich in der Wohnung herumlaufe. Als ich dann schnell zum Kindergarten bin, habe ich die an der Tür liegen lassen, um dort in die Flip Flops zu steigen. Als ich wieder kam, lagen die nicht mehr da und ich dachte, gut, die sind dann in der Wäsche, was soll’s. Aber nein, die waren zusammengerollt zwischen den frischen Socken. 

Das Problem mit den Klamotten war aber… anders. Ich konnte es einfach nicht sagen. Die Sachen waren schon alle gewaschen worden und auch größtenteils gebügelt. Alles duftete leicht nach Weichspüler, dennoch roch die Grundnote irgendwie muffig. Es war sehr komisch und ich fühlte mich nicht wohl. Ich konnte mir aber auch nicht erklären, was das Problem war. Vielleicht war die Waschmaschine kaputt? Oder irgendein Ventil kaputt und das Wasser war verunreinigt? Ich rätselte vor mich hin, kam aber auf keine Lösung.

Da ich mit der Ayi generell sehr unzufrieden war, hatten wir dann nach wenigen Wochen eine Neue. Als ich ihr zeigte, wo alles steht, zeigte ich auch auf Waschmittel, Weichspüler und Wäschedesinfektion. (Letzteres ist hier recht üblich, weil wir eine einheimischen Maschine nutzen, die kalt wäscht. Beziehungsweise mit der Temperatur des Wassers aus der Leitung. Dazu ein anderes Mal mehr.)

Sie dachte, der Weichspüler wäre das Waschmittel. Und ich dachte erst so „Hä?“, aber dann ging mir ein Licht auf: Auf der weißen Weichspülerflasche ist nämlich ein Baby drauf. Weil das Zeug „Sensitive“ ist. Und hier gibt es aus Gründen, die ich bisher noch nicht verstanden habe, gefühlte vierzig Milliarden verschiedenen Baby-Waschmittel. Die scheinen jedoch oft gar nicht besonders sanft zu sein, sondern einen Fleckenentferner integriert zu haben und sind teilweise sogar wesentlich aggressiver als normales Waschmittel. Da bin ich anfangs nämlich mehrfach drauf ‚reingefallen. (Auch hier: Andere Länder, andere Sitten. Und dazu ein anderes Mal mehr.)

Die Ayi davor hat also offensichtlich dasselbe gedacht (obwohl sie eingearbeitet war…) und deswegen war die Wäsche auch so komisch! Wenn man nur mit Weichspüler wäscht, riechen die Sachen zwar schon ganz gut, werden aber nun mal nicht sauber.

Warum die Ayi, die durchaus Lesen kann, die Beschriftung auf der Flasche ignoriert hat, weiß ich aber nach wie vor nicht. Das ist auch nicht importiert oder so, da steht das groß in chinesischen Schriftzeichen mitten drauf….?

Da ich natürlich nicht mehr auf dem Schirm hatte, welche Klamotten ich in den Wochen davor anhatte, warf ich also danach alle Sachen, die nicht richtig frisch waren, direkt wieder in den Wäschekorb. Und da ich anschließend auf mehr langärmelige Klamotten umstieg, fische ich nun immer noch ab und zu welche davon heraus.


Falls ihr überhaupt nicht folgen konntet, tut mir das sehr leid. Zumindest ein bisschen.

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2 Gedanken zu “Anekdote #53: Vom Waschen

  1. Ich verstehe was Du meinst und muss sagen, dass fände ich auch nicht so doll. Nur mit Weichspüler gewaschen ist im Prinzip nur über duftet :(
    Das ist nicht schön!
    Ich drücke Euch die Daumen, dass ihr bald alle Weichspülerteile erwischt habt :)

    Liebe Grüße
    Nala

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