2016/03/14: Ingwer und Heimaturlaub

Ich steh auf Ingwer. (Nicht ganz so sehr wie Feta, aber der steht ja auch auf einem besonders hohen Podest.) Sehr gerne (und sehr oft) trinke ich einen Smoothie aus Apfel- und Karottensaft sowie Ingwer. Dass ich mal Karottensaft nicht nur trinken, sondern lieben würde, hätte ich übrigens auch nicht gedacht. Aber die Mischung macht’s.

Am liebsten schnippele ich mir aber ein paar Scheiben in eine Tasse und schütte heißes Wasser drüber. Hmmmmm! Steh ich total drauf und das soll auch noch ausgesprochen gesund sein. Vor Jahren, als das noch alles andere als hip war, hat eine Freundin mir mal folgende Variante empfohlen: Einen Schuss Milch dazugeben sowie eine ordentliche Prise Zimt. Klingt ein bisschen fies, sieht auch komisch aus, schmeckt aber richtig gut.

Jetzt folgt auch die Begründung, warum ich euch hier davon erzähle: Ingwer ist hier einfach so viel frischer! Wahnsinn! Der ist noch richtig saftig – und zwar so sehr, dass da richtig was ‚rausläuft. Wenn man ihn angeschnitten in den Kühlschrank legt, dann bleibt der auch noch eine ganze Weile so. 

Ich muss immer an mein erstes Ingwer-Einkaufserlebnis denken. Das ist schon ewig her, ich habe für ein Rezept das erste Mal frischen Ingwer gekauft anstatt das Pulver zu verwenden und habe ewig gerätselt, ob man den vielleicht irgendwie schälen muss oder wie eine Muskatnuss reibt oder was man damit macht. Besonders doll roch er auch nicht und ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass der eine gewisse Schärfe mit ins Essen bringen soll. Tja, Kunststück – das war nämlich so ein vertrockneter Wurzelrest. Es war eine absolute Unverschämtheit, den so noch zu verkaufen. Aber ich wusste es damals nicht besser. (Und ja, es ist wirklich schon SEHR lange her, liebe Smartphone-Generation.)

Da das hier aber nun mal kein Food-Blog ist, erzähle ich euch auch noch von anderen Dingen, die ich heute so erlebt habe. Wir haben uns spontan einen Wasserfilter gekauft, den man auf dem Wasserhahn anbringt. Ich weiß aber noch nicht, ob der passt. Die Luft ist schlecht. Und auch ansonsten sind wir hier irgendwie müde und es ist viel zu tun. Nächste Woche kommen meine Eltern und ich freue mich schon sehr. Dann werden wir wieder ein bisschen Sightseeing machen. Vielleicht berichte ich auch über was. Ach ja. Da gäbe es noch so Vieles, über die ich gerne berichten würde. Aber es ist halt alles immer so ne Sache.

Außerdem haben wir nun den Heimaturlaub im Sommer gebucht. Eigentlich waren zwei Wochen geplant. Das hätte mir eigentlich auch gereicht. Denn so schön es da auch ist, da bin ich ab nächstem Jahr ja wieder den ganzen Tag. ;) Außerdem fand ich es über Weihnachten echt anstrengend, wieder zwei Wochen im Hotelzimmer zu wohnen. Wobei das Hotelzimmer (das in dem Fall ja ein möbliertes Appartement war, aber eben auch nur mit einem Zimmer) nicht der springende Punkt ist, sondern dass es eben nicht zuhause ist.

Naja, erstens kommt es aber anders und zweitens als man denkt, sagt man ja so schön. Jetzt sind wir sogar vier Wochen in Deutschland, weil mein Mann arbeiten muss. Alle anderen Expat-Wifes werden jetzt „Hä? Vier Wochen sind aber doch voll kurz?“ fragen. Ja, im Expat-Universum ist das auch ein kurzer Heimaturlaub. Aber ich erfülle nun mal nicht in jeglicher Hinsicht das Klischee, sorry. Deswegen freue ich mich auch nur so mittel.

Natürlich freue ich mich sehr auf diverse Veranstaltungen, die in dem Zeitraum stattfinden und vor allem auf Familie, Freunde und noch so ein paar Sachen. Aber das wird auch ganz schön anstrengend. Felix wird die Jahresabschlussfeier vom Kindergarten verpassen, das macht mich ganz traurig. Dazu ist der Juni hier hitzemäßig eigentlich noch halbwegs erträglich und es wird erst im Juli und August schlimm, das ist für mich eher blöd. Der größte Haken ist aber, dass Felix und ich dann diverse Expat-Freunde über einen langen Zeitraum hinweg nicht sehen werde. Im Extremfall können das sogar drei Monate sein, weil sich unsere Aufenthalte kaum überschneiden. Das ist schon echt schade.

Ich sehe es also mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber gut, so ist das ja meistens. ;)

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2 Gedanken zu “2016/03/14: Ingwer und Heimaturlaub

  1. Irgendwie erschließt sich mir diese ganze Expat-Wife-Szene nicht… Ich habe 15 Urlaubstage pro Jahr. Für mich sind 4 Wochen Heimaturlaub ein Traum…

    Ich finde es übrigens sehr gut, dass du nicht diese ganzen Klischees erfüllst. :)

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    • Danke! ;)

      Das ist recht schnell – die typischen Expat-Wifeys haben ja auch keinen Job. ;) Die meisten Kindergärten und Schulen haben im Sommer lange geschlossen. Einige bieten auch im Sommer was an, das ist aber sehr teuer und wird von den Firmen oft nicht bezahlt. Dazu ist es hier im Juli und August ja sehr heiß – also fahren die meisten dann für mehrere Wochen in die Heimat. Und über Weihnachten übrigens auch über mehrere Wochen. Für mich wäre das gar nix. Ich hab hier schon mal irgendwo geschrieben – ich hab meinen Mann ja schon geheiratet, weil ich dn echt gerne mag. Und so lange ohne ihn wäre für uns beide nix. Allerdings kenne ich auch viele Expat-Männer, die wirklich ständig und über Wochen weg sind. Da ist das dann was anderes.

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