Jetlag. Gäääääääääääähn…

Hier könnte ein Beitrag über Jetlag stehen. Wenn ich nicht so müde wäre.

Zzzzzzzzzz……….. *auf die Tastatur sabber*

Ups!

Da bin ich wieder! ;)

Wir waren über Weihnachten für zwei Wochen in der Heimat. (Nicht „Zuhause“, denn das ist ja hier in Shanghai.) Das war toll und es hat sich gelohnt. Allerdings haben wir uns als Souvenir leider massiven Jetlag mitgebracht. Der betrifft hauptsächlich Felix und mich, Pascal irgendwie nicht so sehr.

Im Winter beträgt der Zeitunterschied zwischen Düsseldorf und Shanghai sieben Stunden. Das ist schon ziemlich viel. Kann man auch nicht schön reden. Als wir im Sommer schon mal in der Heimat waren, war der Jetlag irgendwie nicht so krass. Ich behaupte, das lag nicht an der Stunde weniger Zeitunterschied. Vielleicht eher daran, dass es abends noch länger hell war. Oder vielleicht ist dieses Mal auch einfach irgendwo in China ein Sack Reis umgefallen und es hat gar keine richtigen Grund. Ich tippe da ja auf Letzteres.

Tja. Nach einem ziemlich guten Flug war die erste Nacht zuhause ganz schön mies. Denn nachdem Felix den ganzen Abend schon super müde gewesen war, schlief er gut ein. Dann weinte er ein paar Mal im Halbschlaf auf und schließlich wachte er nach ein paar Stunden Schlaf wieder auf und… Naja… War halt wach. Puh.

Ich hatte damit gerechnet. Aber nicht in dem Ausmaß. Bevor er richtig wach war, brüllte er sich nämlich mehrfach die Seele aus dem Leib. Das hat er schon mal und ist wirklich sehr anstrengend. Man darf dann nämlich gar nichts machen, nicht trösten, nicht anfassen, gar nichts. Aber ihn einfach schreien zu lassen ist natürlich auch keine wirkliche Option. Mal davon abgesehen, dass dabei keiner weiterschlafen kann, blutet sowohl mein Mutter- als aus Pascals Vaterherz. Auch Wecken funktioniert nur schlecht und hat sich erst nach einer gewissen Dauer als gute Lösung herausgestellt. Wir kennen das mittlerweile schon.

Schätzungsweise musste er da die ganzen Erlebnisse des Urlaubs verarbeiten und litt sehr unter der Trennung von den Omas und Opas. Was ich ja auch durchaus verstehen kann. Es wäre nur für uns als Eltern leichter, wenn wir etwas machen dürften, um ihn zu trösten. Und für mich im Speziellen, wenn der Papa nicht die bevorzugte Anlaufstelle ist.

Nachdem wir das also mehrfach gehabt hatten, war Felix wach und spielte im Bett mit Autos. Immerhin ruhig. Yay.

Das ging dann zwei Nächte so und wir Eltern waren am nächsten Tag wie gerädert. Felix war auch tagsüber müde und war in der Kita kaum aus dem Mittagsschlaf zu wecken, abends früh müde, aber im Großen und Ganzen ging er mit dem wenigen Schlaf am besten um.

Pascal musste allerdings ab dem ersten Tag wieder arbeiten und für ihn war die Müdigkeit echt ein Problem. Ich kam am nächsten Tag einfach nur nicht in die Pötte und war abends früh müde, aber das war soweit noch ok.

Also beschlossen wir, dass Pascal die nächste Nacht im Gästezimmer verbringen würde. Damit wenigstens einer halbwegs schlafen und am nächsten Tag was leisten kann. Er muss schließlich die Brötchen verdienen. Ich kann das ja am Vormittag nachholen, wenn ich will.

Die folgenden beiden Nächste liefen eher so semigut für mich. Felix brüllte und tobte, weil Papa nicht da war, weinte zwischendurch deswegen und das war ganz schön ätzend. Sobald er aber immer richtig wach war, ging es gut. Ich schaffte es sogar, dass er die meiste Zeit wenigstens bei mir lag und zur Ruhe kam. Wir lasen viele Bücher. Also wirklich viele. Er erzählte mir sehr viel über das, was man in den Büchern sah und was da passierte und dass er sowas ähnliches schon mal erlebt hatte und so weiter. Das war sehr niedlich. Aber noch niedlicher hätte ich es gefunden, wenn er geschlafen hätte. ;)

Zwischendurch mussten wir immer noch mal aufstehen und noch mal was zu trinken holen, eine Windel wechseln und so weiter. Ein Mal pro Nacht mussten wir auch nachsehen, ob Papa auch wirklich im Gästezimmer ist und schläft. Nun ja. Es ging eigentlich und irgendwann schlief Felix immer über den Büchern ein.

Leider konnte ich dann meist nicht in den Schlaf finden und war am nächsten Morgen völlig fertig. Denn so richtig gut kann ich den Schlaf vormittags auch nicht nachholen und das war ganz schön doof. Abends war ich dann entsprechend früh müde.

Die anderen Expat-Mütter hatten alle gesagt, dass es etwa eine Woche dauert, bis sich der Schlafrhythmus wieder eingependelt hat. Das konnte ich aus meine persönlichen Erfahrung heraus auch bestätigen. Nur dieses Mal nicht. Gefühlt wurde es jede Nacht schlimmer anstatt besser.

Nach einer guten Woche schlief Felix weitestgehend normal. Ganz plötzlich. Dafür hatte ICH dann Jetlag hoch zehn. Ich war abends super früh total im Eimer und war nachts ewig wach und konnte nicht wieder einschlafen. So ein Mist!

Jetzt sind seit unserer Rückkehr etwa anderthalb Wochen vergangen und nun hat sich alles wieder eingependelt. Mann, Mann, Mann. Zwei Wochen Urlaub und anderthalb Wochen Jetlag… Das Verhältnis gefällt mir nicht. In Deutschland war er wenigstens nur früh müde und schlief nachts immer direkt wieder ein, wenn er aufwachte.

Ich freue mich schon auf den zweiwöchigen Sommer-Urlaub. Also die Nachwirkungen. Nicht.

Und weil ich so Jetlag-Geschädigt war und der Alltag ja dennoch irgendwie weitergehen muss, ist dieser Text jetzt erst fertig. Ja, ich weiß, ich habe zwischendurch auch über was anderes geschrieben. Aber da musste ich ja nicht auch noch darüber nachdenken, wie müde ich bin. ;)

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