Anekdote #39: A never ending story

Wir sind ja mit einem Großteil unserer Möbel hergekommen und ich habe nach wie vor nicht darüber gebloggt, weil die Heiopeis, die sich als „Möbelpacker“ bezeichneten… Ach, ich reg mich nur wieder auf.

Jedenfalls kamen wir unter anderem mit einer Kommode. Die ist jetzt nicht hässlich, oder so. Dann hätten wir die ja nicht gekauft. Aber wir fanden die noch nie soooooo schön und eher eine Zwischenlösung. Diese Heiopeis, äh Fuzzis, äh, Heinis, äh, Typen, äh, Möbelpacker haben es geschafft, dass die Füße davon angebrochen sind und im Sommer stellte ich irgendwann fest, dass das nicht da einzige Problem war, nein, sie geriet auch bedenklich ins Schwanken, wenn man sie seitlich anfasste.

Das fand ich nicht so doll. Also beschloss ich, äh, WIR, dass eine neue her muss. Da es hier leider nach wie vor an einer nennenswerten Auswahl in Sachen Möbelhäusern mangelt, stand eigentlich nur Ikea zur Wahl. Man kann hier auch wunderschöne nachgebaute Designermöbel erwerben, genau wie traditionell anmutendes oder sich was bauen lassen. Verhältnismäßig ist das auch sehr günstig, aber eben nur verhältnismäßig. Das nenne ich gerne den „Roermond-Effekt“, denn das ist ein niederländisches Outlet in der Nähe von Düsseldorf. Klar ist das günstig, wenn ein Rock nur 230 anstatt 670 Euro kostet. Aber dafür bin ich dennoch zu geizig. Beziehungsweise ich bin ja nicht reich, dann wäre mein Kleidungsbudget für eine ganze Weile erschöpft.

Naja. Ich fuhr also seinerzeit voller Tatendrang zu Ikea und änderte dort vor Ort spontan noch mal meine Meinung und nahm was ganz anderes. Nachdem ich also alles bezahlt hatte, latschte ich mal wieder zu den Schaltern, an denen man Transport und Aufbau veranlassen kann. Ich bin nicht sicher, ob ich das hier schon mal notierte, das ist nämlich spottbillig und wir ärgerten uns im Nachhinein, dass Pascal das Gästebett zum Ausziehen in abendelanger Kleinarbeit selbst aufgebaut hatte. Das war nämlich eine äußerst langwierige Prozedur und so viel Freizeit hat der arme Kerl ja nicht. Und ich tauge bei sowas allenfalls als Helfer.

Frohen Mutes wollte ich also loslegen, hielt meine Adresse schon bereit und freute mich, da sagte die Dame am Schalter mir, dass sie das zwar gerne liefern könnten, aufbauen ginge aber erst wieder Ende August. Da war es Mitte Juli. Eventuell war mein Gesichtsausdruck ein Bilderbuch-Beispiel für die Redensart „wenn Blicke töten könnten“.

Da ich aber keine Nerven hatte, das Ganze jetzt noch mal zu stornieren, dachte ich, ach komm, das sind zwei halbhohe Billy-Regale plus Türen, das macht Pascal doch im Schlaf. Der hat schon ganz andere Sachen aufgebaut.

Tja.

Es kam, wie es kommen musste. Weil immer was dazwischen kam, dauerte es Wochen, bis die Regale standen. Und dann auch nur am Rand, weil wir die andere Kommode ja noch ausräumen und der Stabilität wegen Vorsicht walten lassen mussten.

Am letzten Novemberwochenende (wir erinnern uns: Ich war im Juli bei Ikea. Im Juli!!!) war es dann endlich soweit. Jetzt musste nur noch die andere Kommode fort. Von unseren Bekannten wollte die keiner geschenkt haben und wir wollten sie eigentlich auf den Sperrmüll stellen. Gibt’s hier so aber nicht. Und die einfach auseinandergebaut zum Müll stellen geht auch nicht.

Nun hatten wir nun endlich unseren Agenturtypen (über den wir auch den Fahrer haben) soweit, dass der die Kommode abholen wollte. Erst passte das terminlich nicht, dann war er im Krankenhaus, dann war dies, dann war jenes… Man kennt das. Und nun stellte sich heraus, dass man vom Management eine schriftliche Erlaubnis braucht, wenn man Möbel aus der Wohnung entfernt. Dieses wiederum muss diese Erlaubnis beim Wohnungseigentümer anfordern. Viele Wohnungen werden hier möbliert angeboten. Ich kann ja auch verstehen, dass man deswegen nicht einfach was ‚raustragen darf, aber… ABER!

Das zieht sich schon wieder wie Kaugummi.

Momentan haben wir einfach Weihnachtsdeko draufgestellt, aber dennoch stört diese Kommode an der Stelle.

Ich schätze, wir lassen die einfach da in der Ecke stehen, ziehen damit wieder zurück nach Deutschland und stelle sie dort auf den Sperrmüll. -.-

Aaaaaaaaaaaaaaaaah!

021-0211-gruesse

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7 Gedanken zu “Anekdote #39: A never ending story

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