We’ll do it the chinese way #13: Kann man machen, aber… Warum?

Heute ist mir aufgefallen, dass unsere Badewanne unter einem „1st world Problem“ leidet. Oder vielmehr derjenige, der diese benutzen möchte.

Wir haben hier eine sehr breite Wanne mit so Sprudel-Dingern. (Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob die funktionieren und stehe denen eher skeptisch gegenüber.) Diese hat an sich schon einen breiten Rand und da drumherum gibt es zusätzlich einen noch mal breiteren aus Kacheln.

Das ist beim Einsteigen übrigens eher suboptimal. Aber das nur am Rande. Haha, was für ein Wortspiel! ;)

Als ich heute Wasser für Felix (bevor da Rückfragen kommen: Das ist mein Sohn, mein Mann kann das schon alleine) einlaufen lies, bemerkte ich ein viel beklopptere Problem. Stöpsel sowie dieses Dings, mit dem man den eigentlich herunterdrehen soll, befinden sich beide auf der gegenüberliegenden Seite.

Auf dem Foto sieht man das wahrscheinlich nicht so, aber: Das ist ganz schön weit weg! Ich bin relativ groß, selbst ich komme da aber kaum dran. Also habe ich mich kniend über den Rand gehangen und nach dem Stöpsel geangelt.

Sowas kann ich ja leiden. Nicht. Naja, wenigstens waren die Kacheln trocken.

Was ich mich jetzt aber mal wieder frage, ist: Wer denkt sich sowas aus…? Man darf ja nicht vergessen, dass allein unser Gebäude über fünfzig Stockwerke hoch ist und alle Wohnungen unter und über uns nahezu baugleich sind. Und auch bei anderen Wohnungstypen wird die Konstellation diese sein. Hätte man da nicht vielleicht mal im Vorfeld drüber nachdenken können…?

Sankt Martinszug im T-Shirt

Naaaaaa, was seht ihr auf dem Foto? Ok, in Kombination mit der Überschrift ist es nicht schwer. Einige von euch haben das Bild vielleicht auch schon auf Instagram gesehen.

Es sind Weckmänner! Manch einer kennt sie auch als Stutenkerle oder unter anderen regionalen Bezeichnungen. Die schmeckten lecker und sehr authentisch. Der einzige Unterschied zu denen aus meiner Heimat waren die fehlenden Pfeifen. Aber gut, man kann ja nicht alles haben und gebrauchen kann man die eigentlich auch nicht wirklich. Verratet das aber nicht meinem kindlichen Ich von früher. ;)

Hierbei handelt es sich nicht um ein altes Bild, nein, es ist von Samstag. Ich habe die Weckmänner auch nicht selbst backen müssen, sondern die deutsche Abendbrot-Bäckerei hat diese hergestellt. Gespendet wurden sie vom Deutschen Club in Shanghai, der gemeinsam mit der Christlichen Gemeinde den jährlichen Martinszug organisiert hat.

Ja, genau! Es gab einen Martinszug! In Shanghai! Und das ist wohl nicht der Einzige! Weiterlesen

Anekdote #36: Herbst und H&M

Tari-tara, der Herbst ist da. Es ist zwar mit 17 Grad schon ein bisschen kühl geworden, aber für die dicken Winterjacken, die einige Chinesen – und besonders die chinesischen Kinder – schon tragen (müssen), nun auch noch ein bisschen warm. Aber das kenne ich ja schon.

Wie dem auch sei, da es abends schon mal ein wenig auskühlt, haben wir die Klimaanlage von „kalt“ auf „warm“ umgestellt. Wir heizen ja auch damit. Was hier nicht ungewöhnlich ist. Und eher suboptimal. Die hängt nämlich unter der Decke und warme Luft steigt bekanntlich nach oben. Die Nachbarn über uns haben also eine Fußbodenheizung. Die unter uns halten vom Heizen anscheinend nichts, sind nie da oder vielleicht haben die ihre Klimaanlage auch auf kalt eingestellt. Man weiß es nicht. Von unten ist es nämlich immer arschkalt, wir haben also quasi eine Fußbodenkühlung anstatt -heizung. Gerade mit Kleinkind, das – und mit dem – man viel auf dem Boden spielt, natürlich ganz großes Kino.

Naja. Ich trage zuhause gerne Jogginghosen, äh, Yogapants, äh… Homewear. Nun sind die aber unten offen und für die richtig winterlichen dicken Kuschelhosen ist es noch zu warm. Um diesem wirklich dramatischen Problem entgegenzuwirken, entschloss ich mich, dass ich – genau wie die beiden Herren in diesem Haushalt – eine Jogginghose mit Bündchen an den Knöcheln brauche. Dringend.

Gestern nahm ich mir vor, das heute in der kindfreien Zeit kurz zu erledigen. Bei H&M hatte ich die Tage welche in der Herrenabteilung gesehen, aber da hatte ich keine Zeit, eine anzuprobieren. Mir war schon klar, dass ich hier größenmäßig keine andere Chance haben würde und gar nicht erst woanders hingehen brauche.

Als ich diesen Entschluss fasste, las ich etwa zeitgleich, dass heute bei H&M der große Verkauf von Balmain-Klamotten starten würde. Bei den Designer Editions ist es dann gerne mal rappelvoll. Mir war gar nicht klar, dass Balmain so bekannt ist. Aber ich hab ja auch keine Ahnung. ;)  OK, die Firma sagte mir was, aber ich kannte die von der Arbeit her. Weiterlesen

Anekdote #35: Lost in translation, Part 4.657

Heute war ich in der Metro. Schafskäse kaufen. :D Der kostet aktuell übrigens etwa 4,70 Euro für die 200 Gramm. Extra für euch habe ich nachgesehen und nachgerechnet. Und es trotzdem noch günstig. Vor allem jedoch so lecker!

Zudem fand ich ein paar kuriose Weihnachtsdeko-Artikel, siehe Instagram (*klick*).

Es gab Waschmittel im Angebot und daran angeheftet war noch eine kleine Flasche mit… Tja. Keine Ahnung.

Ich wollte gerne wissen, was das ist. Es war eine Kamillenblüte drauf abgebildet. Aber das heißt ja gar nichts. Falls es Bleiche sein sollte, wollte ich die nicht haben. Eine Ayi hat damit nämlich schon mal Klamotten versaut. Weichspüler war es wohl auch nicht.

Ich startete also eine VPN-Verbindung und wollte mir die Aufschrift übersetzen lassen. Die meisten Buchstaben erkannte er auch noch mehreren Versuchen nicht oder fabrizierte kryptische Infos, die hauptsächlich aus Buchstabensalat bestanden.

Bis auf einen Satz. Erst freute ich mich, dass ein kompletter Satz dabei herauskam. Dann las ich ihn: „China women’s national volleyball team designated products“.

Äh… Ach so. ;)

Ich habe es nicht gekauft und nicht mal ein Foto gemacht. Wahrscheinlich werden wir es nun nie erfahren. ;)

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Ankedote #34: Eingesperrt

Ich bin es gewöhnt, hinter Schranken zu stehen und nicht weiterzukommen. Mein Sohn spielt momentan mit Vorliebe „Schranke“ und deswegen komme ich häufig nicht weiter. Egal, wo ich bin. Aber heute war es etwas seltsam.

Heute Morgen war ich verabredet. Auf demselben Compound, aber der ist nun mal echt groß. Und diejenige, die ich besuchen wollte, und ich wohnen an komplett entgegengesetzten Enden. Das ist erstaunlich weit. Da ich danach eigentlich noch weiter wollte, ich spät dran und die Air Quality echt schlecht war, ließ ich mich dorthin fahren. (Und ja, ich habe mich unter anderem wegen durch die Umweltverschmutzung schlechten Luft mit dem Auto fahren lassen. I see the irony.)

Wie dem auch sei, auf dem Rückweg wollten wir ganz normal das Gelände verlassen. Das Gelände ist eingezäunt und an den Zufahrten stehen immer Wachmänner. Gerade bei der Stammzufahrt kennt man sich da natürlich und normalerweise muss man da weder im Auto, noch zu Fuß auch nicht „swipen“, dann halten die Angestellten ihre Zugangskarten vor die Sensoren und es geht alles ganz easy.

Heute waren wir aber nun mal an einem ganz anderen Ende als sonst und dazu noch auf der anderen Hälfte des Compounds, der ist nämlich zweigeteilt. Eigentlich kein Thema, denn auch da funktioniert meine Karte, da wir die gesamte Anlage sowie die Features wie das Schwimmbad auch benutzen dürfen.

Der Fahrer rollte auf de Schranke zu, ließ das Fenster ‚runter und sagte was zu dem Wachmann. Dieser war aber irgendwie grantig und nahm seinen Job sehr ernst. Die beiden diskutierten und diskutierten und wurden immer lauter und auch angenervter und ich dachte mir nur, na super. Ich wollte eigentlich nur mal eben noch was besorgen, hatte nicht mehr viel Zeit und musste – natürlich, den sonst wäre es ja nicht dramatisch genug gewesen – mal Pipi. Gnaaah!

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Anekdote #33: Wiedergefunden

Als der lange heiße Sommer hier schon Fahrt aufgenommen hatte war ich bei Marks & Spencer. Da gab es ein Set aus drei Armbändern, das mir gut gefiel. Es war so ein bisschen hippiemäßig mit Steinchen und ich dachte, ach, das würde zu Sommerkleidchen und -röckchen wirklich hübsch aussehen und es ist so schön leicht und stört mich bestimmt auch bei Hitze nicht.

Zuhause legte ich die Tüte erstmal nur schnell ab und kam dann einen Tag nicht dazu, meine Schätze auszupacken. Die Armbänder konnte ich nicht finden und ich dachte noch, huch, dann habe ich die anscheinend doch nicht gekauft. Entweder habe ich die an der Kasse verloren und sie sind zur Seite gerutscht oder ich habe mich doch dagegen entschieden.

Eigentlich war ich mir aber sicher die in einer kleinen Extratüte gesehen zu haben. Hmmm. Mit dem Hintergedanken, vor lauter Hitze schon zu halluzionieren, dachte ich mir, nun gut, es hat wohl nicht sollen sein.

Gestern Abend hatte ich einen kleinen Aufräum-Flash und sortierte auch die Tüten, die sich so ansammeln.

Und was fand ich in einem kleinen Tütchen, das sich in einer größeren Tüte versteckt hatte? Genau.

Jetzt ist der Sommer zwar vorbei, aber die Armbänder sind ja zeitlos und ich kann sie nächstes Jahr tragen. Wenn ich mich dann noch dran erinnere. ;)