Sankt Martinszug im T-Shirt

Naaaaaa, was seht ihr auf dem Foto? Ok, in Kombination mit der Überschrift ist es nicht schwer. Einige von euch haben das Bild vielleicht auch schon auf Instagram gesehen.

Es sind Weckmänner! Manch einer kennt sie auch als Stutenkerle oder unter anderen regionalen Bezeichnungen. Die schmeckten lecker und sehr authentisch. Der einzige Unterschied zu denen aus meiner Heimat waren die fehlenden Pfeifen. Aber gut, man kann ja nicht alles haben und gebrauchen kann man die eigentlich auch nicht wirklich. Verratet das aber nicht meinem kindlichen Ich von früher. ;)

Hierbei handelt es sich nicht um ein altes Bild, nein, es ist von Samstag. Ich habe die Weckmänner auch nicht selbst backen müssen, sondern die deutsche Abendbrot-Bäckerei hat diese hergestellt. Gespendet wurden sie vom Deutschen Club in Shanghai, der gemeinsam mit der Christlichen Gemeinde den jährlichen Martinszug organisiert hat.

Ja, genau! Es gab einen Martinszug! In Shanghai! Und das ist wohl nicht der Einzige!

Für uns war das zwar ein bisschen weit, weil die Veranstaltung in einem Compound in Hongquiao stattfand – aber was tut man nicht alles.

Treffpunkt war das Clubhaus des Compounds. Außer uns waren noch einige andere gekommen und wir waren eine ansehliche Truppe. Nach einer Ansprache des Pfarrers sangen wir das erste Lied. Dabei wurden wir stilecht von einer kleinen Blaskapelle begleitet.

Dann setzte der Zug sich in Bewegung und an einigen Kreuzungen hielten wir und gaben wieder die bekannten Lieder zum Besten. Während unseres Umzugs wurde es langsam immer dunkler und die Laternen leuchteten. Hach ja. Vor einigen Häusern gab es neugierige Zuschauer, vor allem andere Familien mit Kindern.

Nach einer Runde über das Gelände ging es dann wieder ins Clubhaus und uns wurde die Martinsgeschichte spielerisch näher gebracht. Anschließend gab es oben gezeigte Weckmänner und Glühwein.

Natürlich waren wir nicht so viele, wie bei den Martinszügen, die ich so gewöhnt bin. Die werden ja meistens von Grundschulen oder Kindergärten organisiert und haben dementsprechend viele Teilnehmer. Außerdem gab es keinen Sankt Martin auf dem Pferd und kein Feuer. Das ist wohl beides von den Genehmigungen her nicht so einfach umzusetzen. Dafür fand aber eine Mantelteilung statt und überhaupt – es war ein bisschen wie zuhause und das war schön.

Mit einem gr0ßen Unterschied: Obwohl es hier eigentlich schon sehr herbstlich war, war es Freitag und Samstag ganz plötzlich noch mal schwülwarm und so kam es, dass wir im T-Shirt an einem Martinszug teilnahmen. Na gut, mit Jacke drüber, aber… Ist das mal verrückt?

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5 Gedanken zu “Sankt Martinszug im T-Shirt

  1. Klingt verrückt…aber im Rheinland ist es derzeit ähnlich. Bis zu 19 Grad, da schmeckt kein Glühwein oder Punsch. Aber mit trockenen Füßen und im Langarmshirt gripschen/schnörzen gehen, hat auch was.
    Liebe Grüße
    Rosa

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    • Ja, das hörte ich. Kann ich mir so gar nicht vorstellen. ;) Hier hat es vorher furchtbar geschüttet, aber zum Zug war dann glücklicherweise alles trocken. Über Nacht gab es dann noch einen Temperatursturz. Deshalb fühlt es sich ein bisschen an, als wäre das schon ewig her.

      Das Gripschen fiel hier natürlich auch flach. Aber das hatte ich nun wirklich nicht erwartet. Dafür ist Felix sowieso noch zu klein.

      Liebe Grüße,
      Mareike

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  2. Hier auch Freitag Martinszug in unseren Örtchen, auch im Tshirt bzw. ich sogar im Langarmshirt ohne Jacke drüber. Der Glühwein der Malteser war auch dieses Jahr nicht so der Verkaufsschlager….:-)

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