Der erste Besuch back in Germany

Ich war in meiner Heimatstadt. 💞 Details folgen. #duesseldorf #rheinufer

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Nach acht Monaten Shanghai waren wir nun für ein paar Tage in Deutschland. Das war schön, anstrengend und vor allem eins: Komisch. Bisher habe ich den Besuch noch nicht so richtig verarbeitet, aber lasst mich meine Gedanken stichwortartig, alles andere als vollständig und völlig willkürlich zusammenfassen:

  • Düsseldorf ist immer noch schön.
  • Düsseldorf hat drölfzig tausend Baustellen, die mich nach wie vor wahnsinnig machen.
  • Düsseldorf ist plötzlich klein.
  • In Düsseldorf gibt es wirklich so leckeres Essen, wie ich es in Erinnerung hatte.
  • Deutsche Drogeriemärkte sind ebenfalls so super, wie ich sie in Erinnerung hatte.
  • Ich habe die frisch gepressten Säfte vermisst. Früher hätte ich es nie für möglich gehalten, dass ich mal regelmäßig einen Mix namens „Mama said“ trinken würde, der aus Apfel-, Karottensaft (!!) und Ingwer besteht. Ich kaufte einen fertigen Smoothie mit Karotte und Mango. Der war auch ganz lecker, aber nicht dasselbe. Machste nix.
  • Alles ist so günstig! Ich war in einem Bio-Supermarkt, der eigentlich eher kostenintensiv ist. Mir kamen alle Produkte wie Schnäppchen vor. Shanghai ist einfach so teuer!
  • Ich bin eh nicht so der Fleisch-Esser, hier in Shanghai habe ich mir das jedoch weitestgehend abgewöhnt. In Deutschland aß ich plötzlich relativ viel: Schweine- und Rinderfilet (wenn schon, denn schon!), Bifi (als Kontrast, ähem), Currywurst, kalten Braten als Brötchenbelag (hmmmm!), Leberwurstbrot… Und wahrscheinlich noch mehr.
  • Ich habe unbewusst immer nach einem Hygiene-Smiley gesucht, wenn ich in ein Restaurant oder so ging. Das habe ich mir hier so angewöhnt.
  • So viele tolle Leute habe ich getroffen.
  • Natürlich hat sich einiges verändert, das ich nicht mitbekommen habe. Aber im Großen und Ganzen waren alle Widersehen gar nicht komisch oder so. Hach! Davor hatte ich wirklich Schiss!
  • Es ist trotzdem scheiße, wenn Familie und Freunde so weit weg sind.
  • Felix liebt seine Familie sehr und vermisst sie schrecklich.
  • Mir war nicht klar, dass ich Small Talk beim Einkaufen vermissen würde.
  • Plötzlich verstehen einen alle und ich verstehe auch alle anderen.
  • In Düsseldorf wohnen mehr Chinesen als es mir vorher bewusst war und ich hatte ständig (ehrlich!) Chinesen hinter mir in der Schlange und so, die sich in ihrer Sprache unterhalten haben.
  • Gefühlt war mindestens jeder Zweite auch mal in China. Zumindest habe ich drölf Millionen Small Talks darüber gehalten, wenn das zur Sprache kam.
  • Felix und ich sind viel Bahn gefahren und auch mal Bus. Das fand er toll!
  • Außerdem waren wir auf deutschen Spielplätzen. Die sind schon toller.
  • Überall ohne VPN surfen! Voll gut!
  • Was es aber auch überall gab: Wespen. So viele! Die vermisse ich echt mal so gar nicht!
  • Eine Vielfalt an belegten Brötchen und Kuchen ist was Tolles.
  • Ich habe Leitungswasser zu mir genommen.
  • Ich musste mir nie Gedanken über die Luftwerte machen.
  • …Wohl aber, ob das alles überhaupt in die Koffer passt, was ich eingekauft habe.
  • China ist zwar sehr kinderfreundlich, aber Deutschland hat sich in der Hinsicht von seiner allerbesten Seite gezeigt.
  • Dass die Chinesen im Pyjama auf die Straße gehen, mag uns zwar befremdlich erscheinen, aber…. Also wenn man sieht, was die Deutschen manchmal tragen… Da fällt mir auch nichts mehr ein. ;)
  • Wenn ich aus meinem Leben in China erzählte, fühlte sich das surreal an. An so Vieles habe ich mich gewöhnt und an Manches nicht. Es ist so, wie ich fürchtete: Die Probleme sind hier andere, die kann man nur verstehenm wenn man auch gerade hier wohnt.
  • Das Wetter war unglaublich wechselhaft. Von langer Hose, langem Oberteil, Socken, geschlossenen Schuhen und Jacke bis Flip Flops mit ärmellosem Kleid war alles dabei. In dem kurzen Zeitraum!
  • Wenn es heiß war, fand ich das unangenehmer als hier in Shanghai. Dass ich das mal sagen würde!! Durch die Klimaanlagen kann ich das hier besser aushalten. Ich weiß, dass spätestens, wenn ich nach Hause komme, es kühl sein kann. In Deutschland fand ich es drinnen dann dagegen unerträglich heiß und stickig.
  • Deutsche wissen es oft gar nicht zu schätzen, wie gut sie es haben.
  • …to be continued.

Und die wichtige Erkenntnis: Ich freue mich, wieder zuhause zu sein. :) Das hatte mir im Vorfeld nämlich ein wenig Sorgen gemacht. Es hätte ja auch sein können, dass ich am liebsten in Deutschland bleiben wollen würde.

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