Anekdote #25: Hätte ja klappen können

Felix und ich waren mal wieder im „Ocean Aquarium“. In dem Fall mit einem befreundeten Mutter-Tochter-Gespann.

Im Aquarium war es unerwartet voll und vor allem wahnsinnig laut. Das war dadurch sehr anstrengend. Aber wenn man eine Jahreskarte hat, kann man zwischendurch einfach mal schneller an allem vorbeigehen und sich das dann eben beim nächsten Besuch ansehen. Yay. ;)

Eigentlich hatten wir einen easy Nachmittag geplant, doch unser vermeintlich guter Plan fiel in die Kategorie „Naja, hätte ja klappen können.“.

Danach gönnten wir an der Super Brand Mall noch Kaffee beziehungsweise Limo. (Die eigentlich eine Saftschorle ist und die ich euch noch vorstellen wollte.)

Da die Kinder immer noch Bewegungsdrang hatten und das Wetter wider Erwarten schön war, saßen wir draußen vor dem Café. Also wir Mütter. Die Kinder nur kurz, die sprangen bald an einem kleinen Brunnen neben uns herum und plantschten. Wasser hat irgendwie eine magische Anziehungskraft.

Felix war nach einer Weile ziemlich nass. Alle freundlich, aber bestimmten Hinweise meinerseits, hatten wenig Wirkung gezeigt. Die beiden haben sich mehrere Wochen nicht gesehen und daher ziemlich aufgekratzt. Da störte es aber keinen und ein bisschen Wasser macht ja nix. Der Kerl ist zwar süß, aber nicht aus Zucker. ;)

Bei Temperaturen um die dreißig Grad ist das außerdem kein großes Problem, keine Wechselklamotten dabei zu haben. Kalt wird es da nicht. Und wir wollten danach eh nach Hause.

Allerdings kam es, wie es kommen musste: Gegen Ende wollte Felix was aus dem Brunnen angeln und legte sich über den breiten Rand, der an der Stelle eine einzige Pfütze war. Hose und Shirt hätte man auswringen können und wir mussten noch durch klimatisierte Räume beziehungsweise mit dem Auto fahren. Außerdem wollte ich ihn auf den Arm nehmen, damit wir schneller voran kommen. Dann wäre ich auch durchnässt worden und darauf hatte ich keinen Bock.

Hmmm.

Kurzerhand beschloss ich, ihm die Sachen einfach auszuziehen und nur noch Windel und Sandalen anzulassen. Ich dachte eigentlich, das wäre ihm unangenehm und ich könne die Situation pädagogisch wertvoll fragwürdig als Denkzettel benutzen. Er zeterte auch erst, dann fand er das aber total lustig. Ich sagte lachend zu meiner Freundin, dass ich ihn wohl besser einfach schon vor dem Plantschen ausgezogen hätte.

Während ich die Klamotten in den Rucksack packte, lief er zum Brunnenrand, setzte sich drauf und begann begeistert, seine Schuhe auszuziehen.

Äh… Also so war das nicht gedacht! Das sollte nicht heißen, dass er jetzt richtig loslegen sollte!

Ich schnappte ihn mir und trug ihn bis zum Auto. Die chinesischen Passanten guckten so natürlich noch interessierter als sonst und ich hoffe mal, dass es nun nicht all zu viele Fotos von diesem Szenario gibt. Dem Kind war das nämlich alles andere als unangenehm und er patschte sich schön auf den nackten Bauch und so.

Naja.

Hätte ja klappen können. ;)

Und trotzdem war es ein schöner Nachmittag.

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