Randnotiz: Von wettergerechter Kleidung

Diesen Sommer hat es viel geregnet und yay, es ist schon wieder soweit. Ich will mich darüber jedoch nicht beschweren. Denn das hier sind bloß die Ausläufer eines schweren Taifuns, der im Osten des Landes mehrere Menschen das Leben gekostet hat. Da ist mir viel Wind und Regen doch lieber. Überraschenderweise. Und außerdem finde ich Regen generell nicht so schlimm.

Nasse Füße sind mir ziemlich egal, denn ich habe Gummistiefel für die harten Fälle und ansonsten trage ich trotzdem Sandalen von Crocs oder Flip Flops. Die sind jeweils aus Plastik und wenn meine nackten Füße in Plastiksandalen Regen abbekommen – was soll’s.

Wenn man hier ein bisschen nass wird, dann ist das eben so. Hier sind es momentan trotz Regen um die dreißig Grad. Da friert man nicht.

Grauer Himmel und Regen bedeutet hier also gerade nicht, dass es kalt oder usselig wäre. Es war für mich unheimlich schwierig, das in meinen Kopf zu kriegen. „Oh, graue Regenwolken, erstmal durchlüften!“ ist nicht. Im Gegenteil, oft ist es dann sogar besonders schwül.

Jetzt habe ich das ENDLICH verstanden und darin sehe ich das nächste Problem: In Deutschland werde ich das entweder gnadenlos unterschätzen oder aber präventiv viel zu viel anziehen.

Auch ansonsten bin ich total überfordert, was ich für Deutschland einpacken soll. Teilweise waren es auch knapp vierzig Grad. Aaah! Das haben wir hier zwar auch, aber wenigstens sind wir hier mit Klimaanlage ausgestattet. Da geh ich im Zweifelsfall eben nicht vor die Tür. So einfach ist das.

Hier ist es nachts zwar kühler als tagsüber, aber das typisch deutsche Problem, dass man morgens noch ne Jacke braucht und in kurzer Hose gegebenenfalls fröstelt, sich mittags kaputt schwitzt und abends wieder den Hintern weg friert, das ist für mich gerade meilenweit weg. Noch mehr als die knapp zehntausend Kilometer, die ich eh entfernt bin.

Deswegen zerbreche ich mir schon den Kopf, was ich an Klamotten mitnehmen soll. Wo ich doch eh schon bei jedem Koffer packen in Tränen ausbrechen möchte! Aaah!!!

Zwar werde ich in Deutschland einiges an Klamotten shoppen – gerade für Felix. Aber man kennt das ja: Irgendwie findet man nichts, wenn man es braucht. Uiuiuiui.

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6 Gedanken zu “Randnotiz: Von wettergerechter Kleidung

  1. Ich kann dich beruhigen: hier ist es im Moment auch so schwülwarm, dass die Luftfeuchtigkeit steigt, wenn man das Fenster öffnet. Zumindest das wird keine Umstellung.

    In Miami haben wir auch mal den Fehler gemacht, Regenjacken anzuziehen, weil es regnete. Es war in der Jacke schnell genauso feucht wie darauf, weil ich mich totgeschwitzt habe.

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    • Bäääääääääääääääääääääääääääääääääääh. Genauso ein Wetter will ich dann aber bitte nicht haben! Denn wie gesagt, hier hab ich wenigstens ne Klimaanlage, die das auffängt.

      Ich wollte hier ja unbedingt eine Regenjacke für den Kleinen, die nicht gefüttert ist und nur ganz leicht. Ich hätte zwar jetzt ein paar gefunden, aber die sind sehr teuer und wie du schon sagst, die sind einfach nur ne zusätzliche Schicht. Für kurze Wege lohnen die sich gar nicht und bisher hat es auch so super geklappt.

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  2. Ich bin hier in Dänemark ähnlich überfordert. Die Sonne scheint, aber es ist mega windig, und man kann zwar im T-Shirt rumlaufen, aber sobald die Sonne hinter ’ner Wolke verschwindet ist es gefühlt 10 Grad kälter und ab 5 Uhr braucht man nen Pulli oder ne Jacke, obwohl man es mittags kaum mit langer Hose in der Sonne aushält. Was soll ich denn da anziehen!? :D

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