We’ll do it the chinese way #7: Einmal mit Profis arbeiten…

Mannomann. Ich erwähnte ja schon mal, dass hier eigentlich immer sehr fix jemand kommt, wenn was kaputt ist (*klick*). Das ist schön. Wirklich. Aber manchmal, ’ne…?

Unser Receiver ist kaputt. Zum drölfzigsten Mal geht also das Fernsehen nicht. Heute sollte einer kommen und das fixen. Gestern war der Typ vom Hausmeisterservice da und ich hatte das so verstanden, dass das Dings irreparabel ist und heute ein Techniker kommt, der das austauscht. Warum man dafür einen Techniker braucht, weiß ich auch nicht, aber gut.

Der sollte heute zwischen zwölf und ein Uhr mittags kommen. Eine Zeit, die uns eigentlich gar nicht passte. Aber ok, wir haben es eingerichtet. Tatsächlich kam er dann um kurz nach halb zwei. Auch damit kann ich leben.

Anstatt einen Receiver in der Hand zu haben, hatte der Typ ein Kabel dabei. Dann fummelte er ewig an dem Gerät herum (ÜBERRASCHUNG! MAN KANN ES NICHT ANSCHALTEN. WEIL ES KAPUTT IST!) und fragte schließlich nach einem Schraubenzieher.

Ich atmete tief durch. Wir haben einen Werkzeugkasten mit nach China genommen, aber das kann man eigentlich nicht voraussetzen. Vielleicht bin ich da ein bisschen anspruchsvoll, aber wäre es als Techniker nicht von Vorteil, sein eigenes Werkzeug mitzubringen? Also nur ganz vielleicht…? Gnaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

Dann schraubte er am Receiver herum. Und stellte fest, dass der kaputt ist. ACH WAS! WER HÄTTE DAS NUR FÜR MÖGLICH GEHALTEN?

Ich finde den hier überall tief verankerten Glauben an die Reparatur als Wunderheilung  ja wirklich gut. Ehrlich. Überraschend nachhaltig für Chinesen. Ich bin auch völlig bei dem Techniker, es erst noch einmal als Fachmann zu versuchen, bevor man das Teil austauscht.

Aber ich hätte schon erwartet, dass er einen Receiver in petto hat, den er dann stattdessen hier lassen kann. Vor allem jedoch wäre es schon von Vorteil gewesen, Werkzeug dabei zu haben. Zumindest ein popeliger Schraubenzieher wäre schon möglich gewesen, den kann man sich ja wohl so gerade noch in die Tasche stecken?

Wahrscheinlich bin ich einfach zu naiv. Oder zu deutsch. Man weiß es nicht. Auf jeden Fall bin ich eins: Genervt.

Morgen will er mit neuem Receiver wiederkommen. Ich bin gespannt.

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7 Gedanken zu “We’ll do it the chinese way #7: Einmal mit Profis arbeiten…

  1. Haha, erinnert mich an meine letzte Handwerkergeschichte. Da musste ich mein Werkzeug an den Handwerker, der in der Wohnung unter uns gewerkelt hat, sogar über Nacht verleihen :-D

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  2. Hahahaha ich bin auch gespannt! Aber ähnlich ging es mr hier in Holland auch schon mal…da ist der gleiche Techniker zum dritten Mal wieder gekommen weil unser Warmwasserboiler immer noch kaputt war und saß eine Stunde lang ratlos davor bis ihm eingefallen ist, dass er ein Ersatzteil bräuchte, das er aber nicht dabei hat :D

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    • Boah, ja. In Deutschland hätte mir das auch passieren können, so ist das nicht. Aber hier ist das so typisch! Der „Techniker“ kam übrigens am nächsten Tag und hat das Dings tatsächlich komplett ausgetauscht. Hurra! Seitdem ist der Empfang so viel besser und auch das Umschalten geht voll fix. Ich bin so begeistert!

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