Martina Hill, die fast schon chinesische Knallerfrau

Ich weiß nicht, ob ihr die Sketch-Comedy „Knallerfrauen“ kennt – aber ich liebe sie. Wirklich. Wie die Serie in Deutschland ankam, weiß ich gar nicht so genau. Der Sat-1-Freitag ist ja in der Planung leider manchmal etwas fragwürdig. Aber bei Facebook kursierten öfter ein paar Clips und generell kann man wohl sagen, dass die meisten Deutschen zumindest mal ein Video davon gesehen haben.

Die Witze sind größtenteils ein wenig böse und damit genau mein Humor. Und ich finde Martina Hill einfach großartig. Ja, äh, genug des Fangirlens.

Vor einiger Zeit hatte ich gelesen und auch erzählt bekommen, dass „Knallerfrauen“ hier in China total bekannt wäre. Das fand ich kurios und spannend. Dort las ich das erste Mal, dass sie quasi der neue „Mr. Bean“ wäre und wie er deswegen so beliebt, weil man kaum Untertiteln muss. Und tatsächlich habe ich den her bisher schon öfters als Einblendung gesehen. Denn diese Clips funktionieren ohne viele Worte. Nur sind sie inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen.

Wie dem auch sei, am Wochenende las ich zufällig folgendes Interview (*klick*) bei stern.de: „Martina Hill aus der ‚Heute Show‘: Wohldosierter Wahnsinn. Trotz Flugangst reiste sie nach China, spielte eine Gastrolle und schrieb ein Buch darüber. Im Interview spricht Komikerin Martina Hill über Frauenhumor, gute Vorbereitung und die Magie des Spiels.

Wie, was, wer? Sie war in China, hat in einer Comedyserie mitgespielt und ein Buch geschrieben? Dem kindle sei Dank lud ich mir eine Leseprobe herunter, verschlang sie und kaufte direkt das Gesamtwerk.

Ich bin ein Schnell-Leser, was manchmal ein bisschen schade ist. Und dazu hatte ich gerade ein bisschen Zeit. Also las ich es ratzfatz durch und war viel zu schnell fertig. Das Werk ist halt auch nur 208 Seiten stark und relativ reich bebildert. Die Fotos kommen in schwarzweiß auf dem kindle leider nicht ganz so rüber, aber gut, als Printexemplar hätte ich das Buch wahrscheinlich erst in ein paar Monaten lesen können. Denn Erfolg hin der her, ich glaube nicht, dass es hier so viel verlegt wird. ;)

Im Buch geht es um die Reise nach China und die Produktion der Gastauftritte, Sightseeing in Peking und allgemeine Beobachtungen, gespickt mit biografischen Rückblicken und Fotos.

Es war sehr amüsant, kurzweilig und unterhaltsam. Zwischendurch habe ich sehr gelacht, wenn ich etwas wiedererkannt habe. Und auch, wenn ich etwas noch nicht kannte, mich aber gut in die Situation ‚reinversetzen konnte. Dabei hatte ich Martina Hill häufig vor Augen und manchmal tatsächlich das Gefühl, die beschriebenen Szenen gesehen zu haben.

Hier noch ein Beitrag mit Video: „Martina Hill im Land des Lächelns – Die Comedy-Queen erklärt den ganz speziellen Humor der Chinesen“. Wenn man den gesehen hat, hat man aber im Prinzip schon den Inhalt des Buches durch. ;) Leider ist es wirklich sehr kurz. Außerdem fand ich es komisch, dass so vieles aus der Ich-Perspektive erzählt wurde, sie auch einen Fotoapparat dabei hat, aber beim Knipsen fotografiert wurde. Hä? Also wer hat denn dann die Bilder gemacht und warum kommt dieser Jemand nicht vor?

Naja, aber ich will es euch nicht madig mache. Ich kann euch das Buch wärmstens empfehlen, wenn ihr mal ein bisschen locker-lustige Lektüre für zwischendurch lesen möchtet.

  • „Was mach ich hier eigentlich? So ’ne Art Chinareiseroadmoviebildertagebuch“
  • von Martina Hill und Marco Musienko
  • Taschenbuch, 208 Seiten, rororo Verlag
  • ISBN-10: 3499630737, ISBN-13: 978-3499630736
  • 9.99 EUR als Taschenbuch oder kindle-Version
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